7. Dezember 2009
Von Viola Reinhardt
Kinder lieben Geschenke und am meisten buntes Plastikspielzeug oder auch das Trikot des Lieblingsfußballvereins. Was viele Eltern erschrecken wird, ist die Tatsache, dass ein neuer Warentest des "Öko-Test"-Magazins aufdecken konnte, dass genau darin oftmals versteckte Weichmacher zu finden sind, die alles andere als gesundheitsfördernd sind.
In dem Warentest kamen insgesamt 72 unterschiedliche Produkte unter die nähere Lupe und offenbarten in elf von gesamt achtzehn untersuchten Trikots bekannter Fußballvereine bedenkliche, weil chemische Inhaltsstoffe, die unter dem Verdacht stehen die Gesundheit anzugreifen. Ein "ungenügend" mussten hierbei Trikots vom VfL Bochum, FSV Mainz 05 oder auch Eintracht Frankfurt einstecken, deren PVC-Aufdrucke Phthalatweichermacher enthalten. Diese Art Weichmacher unterliegen jedoch bei Spielzeug oder Babyartikel Reglementierungen. Auch Triclosan, das Allergien auslösen kann, fand sich in einem Kinder-Trikot des Vereins Hannover 96 und gilt folglich ebenfalls als nicht gerade unbedenklich, wenn es auf die noch zarte Kinderhaut gelangt.
Neben den Fußball-Trikots wurden jedoch auch Kinderspielsachen aus dem Bereich Plastikspielzeug untersucht und auch hier tauchten Spielwaren auf, die in elf Fällen (von 13) ein "mangelhaft" von den Testern enthielten. "Schadstoff-Cocktails", so titulieren die Experten die gefundenen chemischen Inhaltsstoffe und machen deutlich, dass Spielzeug nicht gerade gesundheitlich ungefährlich sein kann. In vielen Plastik-Kinderhelden stecken unter anderem polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) oder auch hormonell wirksame zinnorganische Verbindungen. Gefunden wurde zudem von dem Hersteller Kik die "Mystische Action Figur", die Flammschutzmittel enthielt oder auch bei Kunststoffmännchen von insgesamt drei Herstellern verbotene Weichmacher.
Trotz dieser bedenklichen Funde, scheinen sich jedoch die meisten Hersteller an die Vorgaben eines unbedenklichen Spielzeuges zu halten. Ein Lichtblick unter all den gefundenen "schwarzen Schafen". Für Eltern ist es nicht ganz einfach herauszufinden, ob sich nun in einem Spielzeug Weichmacher und ähnliches befindet. Die Finger von einem Kauf sollte man auf den Fall dann lassen, wenn das Plastikspielzeug extrem riecht, denn oftmals befinden sich in der Regel problematische Chemikalien darin, die lieber nicht in Kinderhände gelangen sollten.
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