Das Kind im Alter von 5,5 bis 6 Jahren

Ansicht von unten: fünf Kinder stehen im Kreis und lächeln in Kamera

Die kindliche Entwicklung in einem Alter von 5,5 bis 6 Jahren

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Kind bereitet sich auf die Schulzeit vor. Dazu müssen die Eltern mit ihm den Schulweg üben und auf Gefahren hinweisen.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Die Sprachentwicklung ist jetzt abgeschlossen

Mit knapp sechs Jahren kann ein Kind alle Laute aussprechen und in grammatikalisch richtigen Sätzen sprechen. Das Kind spricht deutlich und kann auch den Erzählungen von Erwachsenen gut folgen. Es kann berichten, was es im Kindergarten gespielt hat und was es morgen unternehmen wird.

Bilder werden detaillierter

Betrachtet man sich ein gemaltes Bild eines knapp sechsjährigen Kindes, so kann man hier deutliche Unterschiede im Vergleich zu einem Bild z.B. eines Vierjährigen feststellen. Während Vierjährige meist noch so genannte Kopffüßler (die Beine setzen direkt am Kopf des gemalten Männchens an) malen, kann man bei Kindern im Alter von 5,5 Jahren schon den Hals, den Bauch, die Beine sowie die Füße und Arme erkennen.

Alle Dinge werden nun richtig angeordnet und nicht mehr wahllos gezeichnet. Das Kind malt:

  • die Sonne und den Himmel oben
  • die Blumen unten
  • das Haus auf der Wiese
  • die Vögel im Himmel

Konzentrationsschwäche und Sprachprobleme: Sozial schwache Kinder liegen früh zurück

Schon bei der Einschulung haben Kinder aus sozial schwachen Familien Nachteile

3 Kindergartenkinder basteln, eine Kindergärtnerin hilft
preschoolers © Monika Adamczyk - www.fotolia.de

Schon zum Zeitpunkt der Einschulung liegen Kinder aus sozial schwachen Familien oft weit hinter ihren gleichaltrigen Mitschülern aus wohlhabenderen Familien zurück. Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung bescheinigte ihnen

Die Kinder haben also von Anfang an einen Rückstand in der Bildung, der sich später kaum noch aufholen ließe, so die Forscher.

Sozial gemischte Gruppen könnten helfen

Eine Kita oder ein Kindergarten ist dabei jedoch kein Garant für einen besseren Start: Nur wenn die Gruppen sozial gemischt seien, könnten die stärkeren Kinder die schwächeren mitziehen. Dies ist jedoch vor allem in Kitas in sozialen Brennpunkten meist nicht der Fall.

Den Kitas selbst fehle das Geld für mehr Personal und spezielle Förderangebote. In Mülheim an der Ruhr, wo die Daten der Studie gesammelt wurden, liegen die Armutsquoten in einigen Stadtvierteln bei über 50 Prozent.

Pilotprojekt will Entwicklung von armutsgefährdeten Kindern fördern

Während jedes zweite Kind aus besser gestellten Schichten eine Kita besucht und 77 Prozent von ihnen zu einem Sportverein gehören, sind es in der sozial schwachen Schicht nur 30 Prozent, bzw. 46 Prozent. Das neue Pilotprojekt "Kein Kind zurücklassen" soll nun mit Hilfe einer neuen Präventionskette die Entwicklung armutsgefährdeter Kinder besser fördern.

Eigenständiges Anziehen klappt problemlos

Kurz vor Eintritt in die Schule können sich die Kinder selbstständig anziehen. Viele Kinder beherrschen nun auch schon das Schuhebinden. Anderenfalls sollte man den Kindern für die Schule erst einmal Schuhe mit Klettverschlüssen kaufen.

Körperliche Fähigkeiten

Viele Kinder in diesem Alter haben einen großen Bewegungsdrang, der sie kaum stillsitzen lässt. Beliebt ist das Herumdüsen auf Rollern und Dreirädern und auch das Herumklettern auf Bäumen macht vielen Kindern Spaß.

Ballspiele zählen hier weiterhin zu den Lieblingsspielzeugen. Des Weiteren wird die Balance so oft wie möglich geschult, wie etwa durch das Stehen auf einem Bein oder dem Laufen auf Zehenspitzen.

Kinder sollten unbedingt die Möglichkeit bekommen, ihre Lebhaftigkeit auszuleben. Mitunter ist das Beitreten in einem Sportverein eine gute Möglichkeit; hier kann sich der Nachwuchs beweisen und gleichzeitig wird die Teamfähigkeit geschult.

Doch in erster Linie sollte die Sporart natürlich Spaß machen. Bestenfalls überlässt man dem Nachwuchs selbst die Entscheidung, welcher Verein es werden soll.

Der Bewegungsdrang von Vorschulkindern ist schier unendlich
Der Bewegungsdrang von Vorschulkindern ist schier unendlich

Selbstüberschätzung ist typisch

So energiegeladen, wie die Kleinen sich zeigen, so groß ist auch ihr Eifer, etwas Neues zu lernen. Oftmals überschätzen sie sich dabei in ihren körperlichen Fähigkeiten.

Das Erproben des eigenen Körpers und dem eigenen Können gehört zu den wichtigen Entwicklungsschritten. Gleichzeitig muss der Nachwuchs aber auch lernen, mögliche Gefahren zu erkennen. Werden ihm diesbezüglich Grenzen aufgelegt, muss er auch diese akzeptieren.

In dieser Phase kann es schon mal zu kleineren Unfällen, wie etwa einem Sturz, kommen. Auch im Straßenverkehr sind mitunter Risiken zu finden, beispielsweise, wenn ein Kind einem Ball hinterherläuft, ohne dabei auf die Straße zu achten.

Sich an Regeln zu halten, fällt vielen Kindern in dieser Entwicklungsphase schwer. Als Elternteil sollte man Geduld bewahren und ihnen erklären, dass die Sicherheit in diesem Fall oberste Priorität hat.

Selbstbewusste Kinder werden später starke Persönlichkeiten

Mutter mit zwei Kleinkindern, alle schauen nach unten
kleine familie © Grischa Georgiew - www.fotolia.de

Damit aus kleinen und schwachen Geschöpfen einmal starke Persönlichkeiten werden, sind Eltern in Sachen Erziehung gefragt. Kindern muss vermittelt werden, dass Konflikte zum Leben gehören. Die Frage ist nur, wie man diese löst. Der Autor Daniel Duddek hat zu dieser Thematik ein Buch mit dem Titel: „Stark auch ohne Muckis“ veröffentlicht und gibt Eltern als auch Kindern hilfreiche Ratschläge und Tipps rund um die gewaltfreie Konfliktlösung.

Kindern Grenzen setzen

In der Erziehung ist es zunächst wichtig, den Kindern durchaus Grenzen zu setzen. Innerhalb dieser Grenzen jedoch müssen sie lernen, ihre freie Meinung zu äußern. Auch Kinder sollten die Gelegenheit bekommen, selber Grenzen setzen zu dürfen. Mit anderen Worten, dürfen Eltern nicht versuchen ihre eigenen und oftmals nicht verwirklichten Träume über ihre Kinder wahr werden zu lassen. Wenn der Sohn nun mal lieber Basketball anstatt Fußball spielen möchte, dann ist das sein gutes Recht es selber zu entscheiden.

Wahrnehmung der Kinder stärken

Hilfreich ist es außerdem, wenn man dem Kind immer wieder verdeutlicht, wie es auf andere wirkt. Das stärkt seine eigene Wahrnehmung und führt oftmals dazu, dass sich ein fehlerhaftes Verhalten auch wieder ändern kann. Zieht es ein bockiges Gesicht, dann einfach einen Spiegel nehmen und dem Kind sein eigenes Spiegelbild präsentieren.

Kinder werden nur dann selbstbewusst, wenn man sie gewähren und leben lässt. Den freien Willen gewähren und dennoch Grenzen setzen ist sicher nicht immer einfach, aber hilfreich, wenn sich Kinder später im Leben behaupten sollen.

Ein ständiger Wettkampf unter Kindern ist gerade in jungen Jahren schlecht für das Selbstwertgefühl

Fünf kleine Kinder laufen barfuß über eine Wiese
Five young friends running outdoors smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Die heutige Gesellschaft ist von einem ständigen Wettbewerb geprägt. Wer fährt das teuerste Auto? Wer verdient mehr? Wer hat die meisten Freunde in sozialen Netzwerken? All das führt zu einem unaufhörlichen Wettbewerb, der sogar schon bei Kindern beginnt. In der Schule werden Leistungen über Noten bewertet und in der Freizeit kämpft man mehr oder weniger durch Siege in Sportvereinen um die nötige Anerkennung.

Ständige Vergleiche und Niederlagen können sich bei Kindern negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken

Die ständigen Vergleiche untereinander sieht die Berliner Diplom-Psychologin Helga Gürtler eher kritisch. Für sie sind diese Wettbewerbe unter Kindern nicht hilfreich für eine gesunde Entwicklung.

Laut Grütler wirken sich diese bei besonders jungen Kindern negativ auf ihr Selbstwertgefühl aus. Erst ab einem Alter von rund acht Jahren können Kinder besser mit Niederlagen umgehen, da sie diese nicht mehr zu eng auf sich persönlich beziehen.

Gemeinschaft und Anerkennung sind besser als übertriebener Ehrgeiz

Kindern unter acht Jahren sollte vielmehr die Freude an gemeinschaftlichen Tätigkeiten vermittelt werden. Der Ehrgeiz, immer nur gewinnen zu müssen, tut in jungen Jahren nicht gut. Daher müssen Eltern auch bei der Wahl des Sportvereins durchaus kritisch den Trainer begutachten. Hier ist es wichtig, dass dieser auf Fairplay und Gemeinschaft setzt.

Eltern sollten den Kindern erklären, sich selber und nicht andere zu übertreffen. Das empfiehlt die Berliner Diplom-Psychologin. Kinder erleben mehr Erfolge, wenn sie Anerkennung dafür bekommen, wenn sie das Beste gegeben haben und nicht nur, wenn sie die Besten am Ende sind.

Der eigentliche Gewinner ist schließlich nicht jener, der die Trophäen sammelt, sondern der, der am Ende auch über den fünften Platz strahlt, weil er sein Bestes gegeben hat.

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    Ein neuer Lebensabschnitt steht bevor: die Schulzeit

    Je nachdem, wann das Kind Geburtstag hat, kommt es nun vielleicht schon bald in die Schule. Viele Kinder haben Angst davor, aus ihrer gewohnten Umgebung, nämlich dem Kindergarten, herausgerissen zu werden. Andere wiederum freuen sich auf die neue Herausforderung und sind mit Begeisterung dabei, wenn es um das Kaufen des Schulranzens und der Schulsachen geht.

    Förderungsmöglichkeiten

    Jedes Kind hat seine eigene Entwicklung und so geht es auch in der Schule weiter. Eltern sollten ihre Kinder nicht schon vor Schulbeginn unter Druck setzen, sondern die Vorfreude der Kinder auf die Schule erhalten. Wenn ein Kind dennoch Angst hat, so muss es ermuntert werden.

    Vielen Kindern hilft es, wenn sie sich ihre Schule schon einmal anschauen dürfen. Dazu fahren die meisten Kindergärten mit den Vorschulkindern in die Schule, nehmen einen Tag am Unterricht teil und schauen sich hier alles genau an.

    Trennungsangst bei Kindern frühzeitig erkennen und behandeln, damit der Schulstart gelingt

    Kind mit Schulranzen steht vor einer Tafel
    Einschulung © Barbara Schniebel - www.fotolia.de

    Für die meisten ABC-Schützen ist der Schulanfang ein freudiges und aufregendes Ereignis. Doch bei etwa fünf bis sieben Prozent der Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren besteht eine ernst zu nehmende Angst vor der Trennung von Eltern und Verwandten.

    Das kann soweit führen, dass diese Kinder nicht in der Lage sind Freundschaften zu schließen und auch nicht in der Lage sind, die schulischen Leistungen zu erbringen, welche durchaus möglich wären. Eltern sollten daher dringend reagieren, wenn sie bei ihrem Kind eines der folgenden Auffälligkeiten feststellen sollten. Denn je eher eine solche Trennungsangst erkannt und behandelt wird, desto schneller tritt die Heilung ein.

    • Das Kind verspürt große Angst um die Eltern und fürchtet, dass ihnen etwas Schlimmes zustoßen könnte, wenn es in der Schule ist oder auch einfach nur, wenn die Eltern sich zu einem Essen verabschieden.
    • Das Kind weigert sich komplett in die Schule zu gehen. Beim Absetzen vor der Schule gibt es Tränen und Wutanfälle, welche nicht selten in der Totalverweigerung des Kindes enden.
    • Das Kind kann sich nicht konzentrieren und meidet Aktivitäten, die nicht zu Hause stattfinden.
    • Es schläft nicht allein ein und kommt öfters in der Nacht zu den Eltern. Auch wird es von Albträumen geplagt, die sich um Trennung von den Eltern drehen.
    • Körperliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen und Bauchschmerzen stehen auf der Tagesordnung.

    Sollten Eltern und Lehrer gemeinsam keine Lösung finden und es nicht schaffen, dem Kind einen Weg aufzuzeigen, dass es in der Schule nicht schlimm ist, dann ist es wichtig, einen Kinderarzt aufzusuchen. Dieser kann eine entsprechende Verhaltenstherapie anordnen, teilweise auch durch Medikamente unterstützt, die eine rasche Linderung herbeiführen.

    Ist das Kindergartenalter zu früh, um schon schreiben zu lernen? Hilfreiche Ratschläge

    Kind mit Buch über dem Kopf
    kind mit buch 6 © A. Jüttner-Lohmann - www.fotolia.de

    Während manche Kinder sich erst zu Beginn der Grundschulzeit für das Lesen und Schreiben interessieren, starten andere schon früher die ersten Versuche. Dann kommen die Knirpse schon mit selbst geschriebenen Wörtern aus dem Kindergarten. Doch inwieweit sollte man dieses frühe Interesse fördern? Pädagogen sind sich einig, dass man seine Kleinen auf jeden Fall unterstützen sollte, die Frage ist nur, auf welche Art und Weise. Generell sollten Eltern wissen, dass Lehrer nicht erwarten, dass Kinder in der ersten Klasse schon lesen können.

    Auf die Wünsche der Kinder eingehen

    Eltern wird dazu geraten, nicht zu versuchen, einen Lehrer nachzuahmen. Täglicher Unterricht für Vorschulkinder sollte demnach nicht auf dem Plan stehen. Vielmehr ist es wichtig, auf die Wünsche der Kleinen einzugehen und geduldig deren Fragen zu beantworten. Das bedeutet, dass man ihnen viel vorliest und die Wörter in die einzelnen Buchstaben aufteilt. Dabei sollten stets die Wortlaute genannt werden. Diese „Übungen“ können vor allem gut im Alltag bewältigt werden; auf Schildern, Einkaufszetteln und Co.

    Die Kleinen experimentieren lassen

    Dass Kinder anfangs mit Phantasiewörtern ankommen oder viele Wörter falsch schreiben, ist völlig normal. Hier sollte man sie ruhig experimentieren lassen und keinesfalls stets auf die richtige Schreibweise hinweisen – das kommt mit Eintritt in die Schule noch früh genug. Die ersten Schreibversuche kann man auf zahlreiche Arten unterstützen. Es ist hilfreich, mehrere Stifte und Zettel in der Wohnung liegen zu haben, auf denen Kinder wann immer sie möchten, das Schreiben üben können. Auch selbst gebastelte Grußkarten sind für die Kleinen ein Hit – wenn sie diese dann noch verschenken, können sie mächtig stolz auf ihre Leistung sein und sind motiviert, weiter zu üben.

    Empfohlene Lernhilfen

    Der Markt ist voll mit verschiedensten Leselernhilfen für Kinder. Vor allem Erstlesebücher werden dabei gerne von Eltern gekauft. Doch nach Ansicht von Pädagogen eignet sich das Vorlesen für die Kleinen am allerbesten, um in die Welt der Buchstaben einzutauchen. Daneben sind auch einige Lernspiele für den Computer zu empfehlen. Besonders wenn die Kleinen hier etwas aufschreiben können und die Wörter durch das Programm „vorgelesen“ werden, können sie schnell Lernfortschritte machen.

    Zahlenverständnis hängt bei Kleinkindern von der Muttersprache ab: Asiaten im Vorteil

    Bunte Buchstaben und Zahlen aus Kunststoff auf weißem Hintergrund
    lettres-alphabet-texte © Gentil Francois - www.fotolia.de

    Dass kleine Chinesen bei dem ersten Lernen von Zahlen besser sind als europäische oder amerikanische Kinder könnte auch mit der Sprache zusammenhängen. Aufgrund der unterschiedlichen Grammatikstrukturen ist nämlich auch das Zahlenverständnis unterschiedlich ausgeprägt, fanden Forscher heraus. Können Dreijährige in der Regel in allen Muttersprachen leicht bis neun zählen, tun sich vierjährige Chinesen wesentlich leichter damit, bis 40 oder 50 zu zählen als amerikanische Kinder, die noch mit den Zahlen 11 bis 15 hadern.

    Dies liegt den Sprachforschern zufolge daran, dass das Englische, genau wie das Deutsche, eigene Wörter für 11 und 12 benutzt ("eleven" und "twelve"), während das Chinesische hier schon Zusammensetzungen bildet ("shi-yi" für zehn-eins und "shi-er" für zehn-zwei). Auch die weiteren Zahlen sind im Chinesischen fortlaufend und logisch, während im Englischen und Deutschen beim Sprechen "thirteen", "fourteen", etc. gesagt wird (Einer vor Zehner), aber beim Schreiben 13 und 14 der Zehner vorangestellt wird.

    Haben kleine Amerikaner die komplizierten Zehner erst einmal überwunden, wird es für sie logischer: Mit "twenty-one" etc. werden nun die Zehner vorangestellt. Bei deutschen Kindern bleibt es dagegen bei er Verdrehung "Ein-und-zwanzig". Die Chinesen haben es nun allerdings schwerer: Bei ihnen geht es mit "zwei-zehn-eins" weiter ("er shi yi").

    Zählen lernen: Das "Wie" ist entscheidend

    Spielzug bei Mensch ärgere dich nicht, Brettspiel
    Rauswerfen © Kathrin39 - www.fotolia.de

    Kinder lernen bereits wichtige Bereiche künftiger Schulfächer spielend kennen, so zum Beispiel auch das Zahlenverständnis. Hierfür eignen sich seit jeher einfache Brettspiele, bei denen Kinder aktiv zählen müssen. Jüngere Kinder beginnen meist mit Spielen, bei denen die Figur nach jedem Würfeln um die gewürfelte Augenzahl gesetzt werden muss.

    Entwicklungspsychologen haben nun herausgefunden, dass es nicht nur wichtig ist, dass Kinder spielend zählen lernen, sondern wie sie es tun.

    Für eine Untersuchung wurde mit 40 Kindern ein Brettspiel mit zwei verschiedenen Zählmethoden gespielt. Auf dem Spielfeld befanden sich insgesamt 100 Felder. Während die eine Gruppe immer wieder nach jedem neuen Wurf mit eins anfangen durfte zu zählen, musste die zweite Gruppe sich die Zahl ihres letzten Zuges merken. Stand die Figur beispielsweise nach dem letzten Zug auf der 14 so ging der nächste Zug bei der 15 weiter.

    Kinder, die diese Methode spielten, erkannten rasch den Zusammenhang zwischen Zahlen und Feldern und waren in der Lage, dies auch zu verschlüsseln. Darüber hinaus waren diese Kinder schneller in der Lage, Zahlen auf einen Zahlenstrahl einzuordnen. Zudem konnte diese Gruppe schneller weiter zählen, als jene, die bei jedem Spielzug wieder bei eins begann zu zählen.

    Schlaue Babys – Kleine Kinder besitzen schon viel früher ein Zahlenverständnis

    Babys sind noch viel schlauer, als man bisher dachte. Besonders wenn es um das Verständnis für Zahlen geht.

    Virginia Slaughter und ihr Team von der Universität Queensland fanden dieses beeindruckende Ergebnis durch eine Studie heraus. Bei der Untersuchung ließen sie ein Video ablaufen. Den Zuschauern, 15 – 19 Monate alten Babys, wurden Bilder von sechs bunten Fischen vorgeführt. In einer Variante des Videos sah man eine Hand, die einen nach dem anderen Fisch abzählte. Bei der zweiten wurde immer nur abwechselnd auf zwei Fische gezeigt.

    Die Kinder im Alter von 18 Monaten beobachteten die erste Fassung offensichtlich länger, als die zweite. Die 15 Monate alten Babys hatten keine Vorliebe für das eine oder andere Geschehen. Virginia Slaughter nimmt an, dass in der Zeit zwischen dem 15. und 18. Lebensmonat ein Gefühl für Zahlen entwickelt wird.

    Grundinformationen und Hinweise zur Kinderentwicklung

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: happy children © Marzanna Syncerz - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Kinder auf dem Spielplatz © Christian Schwier - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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