5. Oktober 2009
Wenn bei dem Kind Hyperaktivität diagnostiziert wird, sind die Eltern oft erst einmal rat- und hilflos.
Der erste und wichtigste Schritt ist sich genau über die Hyperaktivität zu informieren, denn wer Bescheid weiß und sich auskennt, hat auch mehr Verständnis. Die ersten Anlaufstellen sind Familien- und Erziehungsberatungsstellen. Die Ursachen der Hyperaktivität sind durch die Wissenschaft noch nicht vollständig geklärt. Aber es gibt verschiedene Ansätze, die das Krankheitsbild abmildern können. Die medikamentöse Therapie ist umstritten und hat genau so viele Gegner wie Befürworter. Je nach Schwere der Erkrankung kann sie unter Umständen sinnvoll sein, um überhaupt andere Therapien einleiten zu können. Für die Eltern ist es wichtig, dass sie Vertrauen in die Ärzte und Behandler haben können und in ihrer Sorge ernst genommen werden. Es gibt verschiedene Therapieformen, die dem Kind helfen können wie zum Beispiel Ergotherapie und Verhaltenstherapie. Auch andere psychologische Therapieformen können das Kind unterstützen. Auch unter homöopathischer Behandlung gab es deutliche Besserungen. Manche Kinder erfuhren eine Besserung durch eine allergenarme Kost und die Umstellung der Ernährung. Manche Ärzte und Heilpraktiker empfehlen, auf Zucker zu verzichten, was bei einigen Kindern zu einer Besserung der Symptome führte. So verschieden die Kinder sind, so unterschiedlich sind wohl auch die Behandlungsmethoden und man muss mit viel Geduld und Ausdauer herausfinden, was dem Kind gut tut.
Wichtig ist, dass Eltern, Erzieher, Lehrer, Ärzte und andere Betreuer möglichst zusammenarbeiten. Dies garantiert eine umfassende Betreuung, die dem Kind Sicherheit gibt. Bei schulischen Leistungsstörungen braucht das Kind unbedingt Hilfe. Da wo es überfordert ist auch im häuslichen Milieu, muss es entlastet werden. Hyperaktive Kinder haben einen großen Bewegungsdrang, dem können Eltern entgegenkommen und es mit hilfreichen Angeboten unterstützen. Ruhige und ausgeglichene Eltern die klare Linien vorgeben sind für diese Kinder hilfreich. Oft sind aber auch die Eltern überfordert und sollten sich deshalb in jedem Fall Hilfe holen. Auch für die Eltern ist eine psychologische Betreuung zumeist hilfreich. Auch ein Austausch mit anderen betroffenen Familien kann erleichtern um zu merken, dass man mit dieser Problematik nicht alleine dasteht. Bei allen Beeinträchtigungen haben hyperaktive Kinder aber auch Stärken und oft ein großes Maß an Originalität und besondere Begabungen.
Hyperaktivität hat zwei Seiten. Die eine ist, dass die erwachsenen das Problem nicht lösen können und es meist durch das, was sie tun, noch ve...
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