Das Kleinkind im 26. und 27. Monat

Kleines Mädchen malt mit Buntstiften

Die kindliche Entwicklung im 26 und 27 Lebensmonat

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  • von Paradisi-Redaktion

Mit 26 und 27 Monaten fühlt sich das Kind in der Gegenwart anderer Kinder sehr wohl. Das Kind läuft und hüpft sehr gerne und braucht viel Bewegung.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Bewegung und Spiel

Spielen und ausreichend Bewegung – diese Dinge dominieren das Kleinkind mit 26 und 27 Monaten. Das Kind kann nun schon laufen und sich gleichzeitig nach hinten umsehen. Eine enorme Leistung, die es vor einigen Wochen noch nicht vollbringen konnte.

Zu den weiteren Fähigkeiten zählt das plötzliche Abbremsen beim Rennen, die Richtungsänderung sowie das Rückwärtslaufen.

Wenn man das Kind auf ein Trampolin stellt, kann es nun vielleicht sogar schon alleine etwas hüpfen. Besonders gut kann sich das Kleinkind auf dem Spielplatz austoben. Hier schaukelt und rutscht es mit Vorliebe oder klettert herum.

Sich auf dem Spielplatz austoben gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen in diesem Alter
Sich auf dem Spielplatz austoben gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen in diesem Alter

Es wird mit Vorliebe gegen einen Ballt reten und ihn werfen - auch wenn das Zielen dabei noch nicht so gut funktioniert. Treppen kommt es mittlerweile oft schon ohne Probleme und ohne das Absetzen des zweiten Fußes auf einer Stufe, hinauf und hinunter.

Neben der Bewegung, die ein Kleinkind unbedingt braucht, kann es hier auch Kontakte zu anderen Kindern knüpfen. Auch wenn die meisten Zweijährigen lieber nebeneinander anstatt miteinander spielen, so ist der Kontakt zu Kindern doch sehr wichtig für die Entwicklung.

Zu den Lieblingsbeschäftigungen zählt mitunter das Malen; Wachsmalstifte werden bevorzugt. Des Weiteren werden Dinge nach Formen und Farben sortiert.

Teilen fällt schwer

Sofern doch einmal miteinander gespielt wird, dann ist das vorherrschende Thema "mein" und "dein". Die Kinder wollen in diesem Alter ihre Spielsachen nicht gerne mit anderen Kindern teilen und so müssen die Eltern immer versuchen, zu vermitteln und keinen Streit entstehen zu lassen.

Die meisten Kleinkinder lernen mit etwa drei Jahren, was es heißt, zu teilen. Bevor es so weit ist, müssen sie zunächst begreifen, was es bedeutet, etwas zu besitzen. Mit der Zeit wird es verstehen, dass es auch Dinge gibt, die auch anderen Mitmenschen gehören, genauso, dass es manchmal auch nötig ist sowie schön sein kann, seine Besitztümer zu teilen, und anderen damit eine Freude zu machen.

Neue Erfahrungen in der Gruppe

Kommt es zum gemeinsamen Spielen in einer Gruppe, wird das Kind mit der Zeit auch die Grenzen anderer Kinder kennen lernen. Mitunter wird auch das Lernen von Regeln zum Thema.

Des Weiteren wird der Nachwuchs in der Rücksichtnahme geschult. Geduld macht einen weiteren Lernschritt aus; in einer Gruppe kommt es vor, dass man schonmal auf etwas warten muss. Auf diese Weise kann wiederum die soziale Kompetenz gefördert werden.

Das Lernen vom Regeln und Grenzen in einer Gruppe gehört zum Alltag
Das Lernen vom Regeln und Grenzen in einer Gruppe gehört zum Alltag

Sprachliche Fortschritte und Kommunikation

Der Wortschatz eines Kindes in diesem Alter beträgt zwischen 250 und 300 Wörtern. Natürlich hapert es an vielen Stellen noch, wenn das passende Wort fehlt. Die Kommunikation erfolgt mittlerweile aber auch deutlich mehr auf nonverbaler Ebene, da der Nachwuchs nun schon viele neue Gesten gelernt hat.

Das Kind versteht den Unterschied zwischen "dein" und "mein" und weiß, inwieweit sich die Wörter "dünn" und "dick" oder "klein" und "groß" unterscheiden. Unterhaltungen mit anderen werden gerne geführt; dabei können auch Kuscheltiere die "Gesprächspartner" sein.

Das Kind kommuniziert nun sehr gerne, ob verbal oder nonverbal
Das Kind kommuniziert nun sehr gerne, ob verbal oder nonverbal

Förderungsmöglichkeiten

Kinder in diesem Alter haben einen eisernen Willen - möchten sie partout etwas nicht hergeben, sollte man sie nicht dazu zwingen. Stattdessen ist es sinnvoll, vorbildlich zu handeln und seinem Kind zu zeigen, was Teilen bedeutet.

Die feinmotorische und geistige Entwicklung lässt sich mit unterschiedlichen Spielen fördern. Hierbei ist wichtig, auf eine Auswahl zu setzen, die dem Nachwuchs Spaß macht und nicht zu lange dauert; anderenfalls wird er Probleme bekommen, sich zu konzentrieren.

Viel Basteln und Malen

Kreativität fördert die kindliche Entwicklung. So ist es nun ganz wichtig, dass die Eltern mit ihrem Kind viel malen und basteln. Dabei ist das Ergebnis meist gar nicht so wichtig - wenn das Kind beim Basteln selbst mit einer Kinderschere schneiden und das Ausgeschnittene anschließend bemalen und bekleben darf, fördert dies auch die Motorik, und Spaß macht es auch!

Fragen und Antworten

Kleinkinder sind neugierig - es ist normal, dass sie zahlreiche Fragen stellen. Diese sollten natürlich kindgerecht beantwortet werden.

Im Gegenzug sollte man sein Kind ebenfalls diverse Dinge fragen, um so herauszufinden, womit es sich gerade beschäftigt usw. Dies fordert die geistige Entwicklung immens.

Um das Lernen neuer Erfahrungen zu erleichtern, helfen auch Erklärungen, die man regelmäßig von sich aus gibt. Dabei kann und sollte es sich vor allen Dingen um alltägliche Aktivitäten handeln, wie etwa das Wäschewaschen mit passender Erklärung, warum man es tut.

Gerade auch unterwegs kann man seinem Kind besonders gut "die Welt erklären", sei es im Straßenverkehr, auf einem Feldweg mit vielen Pflanzen oder im Einkaufszentrum. Solange der Sprössling dabei aufmerksam ist, wird er diese Informationen dankbar aufsaugen.

Verantwortung abgeben

Schon in diesem Alter ist es sinnvoll, seinem Kind zu zeigen, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Besonders schön ist dies in Form eines eigenen Beetes, welches man nur für den Nachwuchs und vor allem gemeinsam mit ihm anlegt und anpflanzt.

Jedes Mal, wenn Mutter oder Vater in den Garten gehen, kann man das Kind mitnehmen und ihm zeigen, worauf es bei der Pflege achten soll. Zeigen sich nach einiger Zeit erste Pflänzchen, wird der Stolz besonders groß und das Selbstbewusstsein um einiges stärker sein.

Sauberwerden rückt näher

Einige Kinder sind schon sauber, andere brauchen nur noch nachts eine Windel und wieder andere brauchen ihre Windel sowohl tagsüber als auch nachts. Alles ist noch normal und im Rahmen.

Heutzutage ist das Saubersein keine Bedingung mehr für die Aufnahme in den Kindergarten. Eltern, die ihr Kind in den nächsten Wochen oder Monaten in den Kindergarten schicken möchten, brauchen sich deshalb keine Gedanken zu machen, wenn ihr Kind noch Windeln braucht.

Auch Kinder mit einer Windel dürfen heutzutage in den Kindergarten gehen
Auch Kinder mit einer Windel dürfen heutzutage in den Kindergarten gehen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Child draw with crayons © Serhiy Kobyakov - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: 4 Colored Stick Notes Colored Pins Mix © Jan Engel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: children at the playground © Sergiy Timashov - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: children in kindergarten © Pavel Losevsky - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Two sisters playing outdoors and smiling © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Group Of Pre School Children Taking Part In Music Lesson © highwaystarz - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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