Teebaumöl Artikel
Anwendung, Einsatz und Wirkung von Teebaumöl
Als Teebaumöl wird ein ätherisches Öl bezeichnet, das als Zusatz in vielen dermatologischen Mitteln wie Seife oder Shampoos zum Einsatz kommt. Darüber hinaus ist es hilfreich bei zahlreichen Beschwerden.
Ziel und Zweck von Teebaumöl ist die Behandlung und Linderung von zahlreichen Beschwerden. Das ätherische Öl wird mit Hilfe von Wasserdampfdestillation aus den Zweigen und Blättern des Australischen Teebaums gewonnen und ist vielseitig verwendbar. Wichtigster Wirkstoff des ätherischen Öls ist Terpinen-4-ol.
Teebaumöl wurde bereits von den australischen Ureinwohnern, den Aborigines, sehr geschätzt und für medizinische Zwecke verwendet. So benutzten sie das ätherische Öl zur Behandlung von Hautinfektionen, Wunden, Zahnfleischentzündungen, Läusebefall und Erkältungen. Obwohl durch die Entdeckungsreisen des Briten James Cook (1728–1779) das Teebaumöl auch den Weg nach Europa fand, geriet es zunächst in Vergessenheit. Erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts testete man das Öl auf seine desinfizierende und fungizide Wirkung. Während des 2. Weltkriegs gehörte das Teebaumöl zur Erste-Hilfe-Ausstattung australischer Soldaten. Durch die Entwicklung von Antibiotika verlor das desinfizierende Öl jedoch rasch wieder an Bedeutung. Aufgrund zunehmender Resistenzen von Bakterien gegenüber den Antibiotika in den letzten Jahren wurde das Teebaumöl als Alternative wieder entdeckt. Darüber hinaus findet es wegen seiner antiseptischen Wirkung häufige Verwendung in der Dermatologie und dient zur Behandlung von Schuppen, Schuppenflechte (Psoriasis), Akne, Dellwarzen und Pilzerkrankungen. Weitere Anwendungsgebiete sind Rheuma, Muskelschmerzen, offene Wunden, Fußpilz, Krampfadern und Raucherhusten. Auch zur Behandlung von Schweißfüßen und Insektenstichen ist es gut geeignet. Außerdem ist Teebaumöl Bestandteil zahlreicher dermatologischer Mittel wie Shampoos, Deodorants, Seifen, Zahnpasta, Mundwasser, Cremes und Badezusätzen.
Teebaumöl besteht aus etwa hundert verschiedenen Substanzen. Zu den wichtigsten gehören Terpinen-4-ol, a-Terpinen, Terpineol, Terpinolen, Limonen, Myrcen, p-Cymen, 1,8-Cineol und Phellandren. Die bedeutendste Eigenschaft des ätherischen Öls ist seine antimikrobielle Wirkung. Als Arzneimittel ist Teebaumöl jedoch nicht zugelassen. Unverdünnt gilt es sogar als gesundheitsschädliche Substanz. Daher muss es stark verdünnt werden, wenn man es z.B. für die Behandlung des Mundraums anwenden will. Generell ist jedoch ratsam, Teebaumöl nur äußerlich anzuwenden und es bei empfindlichen Menschen stets zu verdünnen, da die Gefahr von Nebenwirkungen besteht.