Kohlenhydratarmes Essen erhöht Insulinsensivität nach dem Training

Hantel, grüner Apfel, Wasserflasche, Handtuch auf weißem Hintergrund

Geringere Insulinzufuhr durch regelmäßiges Fitnesstraining und abgestimmter Ernährungsweise?

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  • von Paradisi-Redaktion

An der Universität von Michigan haben Wissenschaftler eine Studie durchgeführt, deren Ergebnisse für Diabetiker und Adipositas-Patienten von besonderer Bedeutung sein können. Demnach kann eine Mahlzeit, die aus wenig Kohlenhydraten besteht und nach einer Trainingseinheit konsumiert wird, die Insulinempfindlichkeit erhöhen.

In der Konsequenz würde das bedeuten, dass Diabetiker unter Umständen mit regelmäßigem Fitnesstraining und einem zeitlich entsprechend abgestimmten Essverhalten die Menge an zugeführtem Insulin verringern können.

Neue Erkenntnisse

Dass Sport die Insulinsensivität erhöhen kann, ist schon seit längerem bekannt. Neu ist hingegen die Erkenntnis, dass

Die Studie der amerikanischen Wissenschaftler zeigte außerdem, dass

  • eine kalorienarme Speise nach dem Training eine Verbesserung der Insulinsensivität nicht besser fördert, als eine kohlenhydratarme Mahlzeit.

Häufigeres Training für positivere Ergebnisse

Weitere Erkenntnisse, die die Wissenschaftler mit ihrer Studie erlangen konnten, ist die zeitliche Beschränkung von für die Gesundheit positiven Trainingseffekte.

  • Jede Verbesserung des Metabolismus, die durch regelmäßige Workouts zu Stande gekommen ist, wie zum Beispiel eine erhöhte Insulinsensivität oder niedrigerer Blutdruck, werden im Stundentakt immer geringer, bis man mit der nächsten Trainingseinheit beginnt.

Mit anderen Worten: man kann nicht auf Vorrat trainieren, um die positiven Wirkungen eines Workouts optimal zu nutzen. Für Diabetiker ist es daher wichtig, sich auch unter der Woche genügend Zeitfenster für regelmäßiges Training zu organisieren. Wer versucht, sich mit langen Workouts am Wochenende in Form zu halten, hat von der Insulinsensivität erhöhenden Wirkung des Trainings nicht viel.

Die Studie

An der Studie nahmen neun Männer teil, die einen eher passiven Lebensstil führten. Alle Männer waren gesund und zwischen 27 und 29 Jahren alt.

Durchführung

Die neun Probanden mussten an unterschiedlichen Versuchen und Tests teilnehmen. Die Versuche unterschieden sich darin, was die Männer nach dem Trainieren (oder Nicht-Trainieren) gegessen haben.

  • 1. Versuch: Die Probanden, die nicht trainieren mussten, bekamen eine Mahlzeit, die ihrer gewöhnlichen Kalorienaufnahme entsprach.
  • 2. Versuch: Die Männer absolvierten ein moderates Ausdauertraining für 90 Minuten auf dem Laufband und aßen anschließend eine Mahlzeit, die genau die gleiche Kalorienmenge enthielt, die die Probanden beim Training zuvor verbraucht hatten. Die Anteile der drei Makronährstoffgruppen (Protein, Kohlenhydrate, Fette) waren jeweils gleich.
  • 3. Versuch: Die Probanden trainierten abermals für 90 Minuten auf dem Laufband, erhielten anschließend jedoch eine Mahlzeit, die nur wenig Kohlenhydrate beinhaltete.
  • 4. Versuch: Die Männer bekamen nach dem Training eine kalorienreduzierte Mahlzeit zu essen, die in etwa ein Drittel weniger Kalorien enthielt, als das Essen der anderen Versuche. Obwohl die Mahlzeit kalorienarm war, hatte sie einen vergleichsweise hohen Kohlenhydratanteil.

Ergebnis

Bei den Teilnehmern konnte nach allen Trainings eine erhöhte Insulinsensivität festgestellt werden. Die Erhöhung der Sensivität war jedoch am höchsten, als die Männer eine kohlenhydratarme Speise gegessen hatten (Versuch Nr. 3).

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Dumbell, bottle, towel and green apple © picamaniac - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Hadel - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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