Von Kaltpressung bis Raffination - die unterschiedlichen Qualitätsmerkmale

Wer Öl kaufen möchte, muss sich nicht nur zwischen den vielen unterschiedlichen Ölsorten entscheiden, sondern auch auf die Qualität achten. Was Begriffe wie Raffination oder Kaltpressung bedeuten, erfahren Sie im Folgenden.

Raffiniertes Öl ist länger haltbar und hat einen geringen Eigengeschmack; Natives oder kaltgepresstes Öl sollte nicht erhitzt werden

Beim Kauf von Öl kann man drei unterschiedliche Bezeichnungen auf der Flasche lesen: "natives Öl", "kaltgepresstes Öl" und "raffiniertes Öl". Mit diesen Bezeichnungen unterscheiden die Hersteller die unterschiedlichen Qualitätsmerkmale und Herstellungsverfahren.

Raffiniertes Öl

Kauft man ein raffiniertes Öl, so hat dieses Öl nur einen geringen Eigengeschmack, ist aber dafür länger haltbar. Außerdem hat raffiniertes Öl einen weiteren Vorteil: Es ist auch zum Kochen bei größerer Hitze geeignet.

Um raffinierte Öle herzustellen, wird das Öl aus der entsprechenden Pflanze gepresst und "raffiniert", d.h., dass während der Herstellung Bestandteile des Öls entfernt werden. Dies hat zur Folge, dass raffinierte Öle weniger Nährstoffe enthalten als Öle, die weniger behandelt wurden.

Trotzdem ist auch in raffinierten Ölen ein hoher Vitamin E-Anteil enthalten. Durch die vergleichsweise einfache Herstellung raffinierter Öle sind diese recht günstig.

Kaltgepresstes und natives Öl

Neben einem raffinierten Öl kann man auch kaltgepresstes Öl kaufen. Dieses wird besonders schonend hergestellt, unterscheidet sich sonst jedoch nicht vom nativen Öl.

Bei Ölen mit dieser Bezeichnung wird das Öl aus der Pflanze besonders schonend herausgepresst. Alle Vitamine und Nährstoffe bleiben bei diesen Ölen erhalten. Sie sind daher sehr gesund.

Natives oder kaltgepresstes Öl kann beispielsweise für ein Salatdressing verwendet werden. Erwärmt sollte dieses Öl nicht werden, da dann nicht nur die Inhaltsstoffe verloren gehen, sondern auch noch eine gesundheitliche Gefährdung besteht. Das Öl setzt durch die Wärme nämlich Schadstoffe frei.

Man kann derartige Öle aber durchaus kurz vor dem Servieren an das warme Essen geben. So bleibt auch der einzigartige Geschmack der vielen verschiedenen Speiseölsorten erhalten.

Olivenöl

Gerade Olivenöl hat nochmals weitere spezielle Bezeichnungen wie "extra virgin" oder "nativ extra". Dies bedeutet, dass dieses Olivenöl genauso lange haltbar ist, wie ein natives Öl einer anderen Speiseölsorte. Auch die Herstellung ist identisch, jedoch werden nur beste Oliven für die Verarbeitung verwendet.

Speiseöle ohne besondere Bezeichnung

Wenige Speiseöle tragen auch gar keine spezielle Bezeichnung. Dann kann der Verbraucher davon ausgehen, dass dieses Speiseöl normal erhitzt werden darf, lange Zeit haltbar ist und dass dieses Öl durch Raffination hergestellt wurde.

Öle aus biologischem Anbau

Wie bei praktisch allen Lebensmitteln so gibt es auch beim Speiseöl das Bio-Siegel. Steht auf der Ölflasche "kontrolliert biologischer Anbau" o.ä., so bedeutet dies, dass es sich um ein Bio-Speiseöl handelt. Die Pflanzen wurden wie auch andere Bio-Pflanzen angebaut und nur im gesetzlich erlaubten Rahmen mit bestimmten Mitteln gedüngt.

Das Bio-Siegel sagt jedoch nichts darüber aus, wie lange das Öl haltbar ist oder ob es sich um ein natives oder raffiniertes Speiseöl handelt.

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  • oliven mit olivenöl © matthias fährmann - www.fotolia.de

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