Lebensmittelqualität erkennen: Der Nähr-, Gesundheits-, Gebrauchs- und Genusswert

Junger Mann am Fleischregal im Supermarkt

Tipps und Informationen, wie Sie beim Lebensmitteleinkauf gute Qualität erkennen

Angesichts zahlreicher Lebensmittelskandale sind immer mehr Verbraucher der Meinung, dass sich die Qualität der Nahrungsmittel in den letzten Jahren verschlechtert hat. Doch woran misst man die Lebensmittelqualität?

Faktoren der Lebensmittelqualität

Die Qualität von Lebensmitteln lässt sich auf verschiedene Weise definieren. So spielen nicht nur der Nähr- und Gesundheitswert eine wichtige Rolle, sondern auch der Gebrauchs- und Genusswert.

Nährwert

Unter dem Nährwert versteht man den physiologischen Wert eines Nahrungsmittels für den menschlichen Körper. Allerdings lässt sich dieser Wert nicht vollkommen objektiv beurteilen, denn die Verfügbarkeit und die Verwertung der Stoffe, die in einem Lebensmittel enthalten sind, hängen sowohl von der Kombination der Nahrungsmittel als auch von deren Zubereitung ab.

Besonders misstrauisch gegenüber sind die Verbraucher dem Nährwertgehalt von Obst und Gemüse. So haben viele Menschen die Befürchtung, dass sich die intensive landwirtschaftliche Nutzung negativ auf die Böden und die Pflanzen auswirkt, was natürlich auch Folgen für die Qualität der Lebensmittel hat. Wissenschaftlich begründen lassen sich diese Befürchtungen jedoch nicht.

So erfolgen regelmäßig Kontrollen, bei denen der Nährstoffgehalt des Bodens ermittelt wird. Dieser muss ausreichend sein, damit die Pflanzen, die man dort anbaut, gut gedeihen können. Außerdem bilden sie dann die für den Menschen so wichtigen Vitamine und Mineralstoffe.

Beim Nährwertgehalt von pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse ist zu bedenken, dass es zu natürlichen Schwankungen kommt. So können unterschiedliche Faktoren wie

  • Anbauform
  • Klima
  • Düngung
  • Standort oder
  • der Zeitpunkt der Ernte

Abweichungen hervorrufen. Ebenfalls wichtig sind Reifegrad, Lagerung und Transport der Nahrungsmittel. Aus diesem Grund gibt man normalerweise in Nährwerttabellen einen Mittelwert an. Diesen Tabellen zufolge kam es in den letzten 50 Jahren beim Nährwertgehalt nur zu geringfügigen Schwankungen.

Gesundheitswert

Der Gesundheitswert der Lebensmittel bezieht sich vor allem auf deren Sicherheit. Das heißt, das man auf Inhaltsstoffe, Schadstoffe oder Zusatzstoffe achtet, die negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben könnten.

Die diversen Lebensmittelskandale der letzten Jahre haben die Verbraucher misstrauisch gemacht, sodass sie zunehmend an der Sicherheit der Lebensmittel zweifeln. Allerdings ist das Maß an Sicherheit in Deutschland nach wie vor sehr groß, wie Studien der Lebensmittelüberwachung belegen.

Gebrauchswert

Beim Gebrauchswert eines Lebensmittels sind für den Verbraucher vor allem eine einfache Verarbeitung, lange Haltbarkeit sowie ein günstiger Preis von Bedeutung. Diesen Ansprüchen kommt die Industrie mit Tiefkühlkost und Fertiggerichten entgegen, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen.

Der Nährwert dieser Gerichte ist unterschiedlich. So gibt es durchaus gesunde tiefgekühlte Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Kräuter, die wertvolle Vitamine enthalten und eine sinnvolle Alternative zu Frischkost sind. Wichtig ist, auf die Zusammensetzung und die Nährwertangaben der Fertiggerichte zu achten.

Genusswert

Der Genusswert eines Nahrungsmittels hängt von

  • seinem Aussehen
  • seinem Geruch
  • seinem Geschmack
  • seiner Konsistenz und
  • seiner Frische

ab. Allerdings sind solche Ansprüche individuell verschieden, da jeder Verbraucher seine eigene Vorstellung vom Genusswert eines Lebensmittels hat. Das liegt auch daran, dass das Geschmackssystem eines Menschen nicht angeboren ist. Stattdessen wird es von der vorherrschenden Esskultur geprägt.

Versteckte Gentechnik in einigen Supermarktprodukten

Auch in Deutschland stehen bereits jetzt gentechnisch veränderte Lebensmittel in den Regalen

Frau im Supermarkt steht mit Einkaufswagen vor Regal und schaut sich Flasche an
Einkauf von Obst Gemüse im Supermarkt © bilderbox - www.fotolia.de

Studien zeigen, dass viele Europäer gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen.

In den USA und Kanada sind Lebensmittel aus Genpflanzen und Milch von mit Gensoja gefütterten Kühen bereits lange auf dem Markt. Doch auch in Deutschland stehen bereits jetzt gentechnisch veränderte Lebensmittel in den Supermarktregalen.

Gentechnisch veränderte Lebensmittel

Direkt gentechnisch veränderte Zutaten gibt es nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace bislang lediglich in direkt aus den USA importierten Schokoriegeln und anderen Süßigkeiten. Genmanipuliertes

Doch Nutztiere dürfen als Futter Genpflanzen erhalten. Dadurch gelangt Gentechnik in den Nahrungskreislauf, wie etwa bei Milchprodukten oder Eiern.

Bestandteile in der Zutatenliste

Alle gentechnisch veränderten Lebensmittelbestandteile in den Zutatenlisten müssen auf der Verpackung stehen. Dies gilt jedoch nicht bei Tierprodukten wie

  • Milch
  • Eier und
  • Fleisch

oder Zusatzstoffen, die durch gentechnisch veränderte Bakterien entstanden sind.

Das freiwillige Siegel "Ohne Gentechnik" des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik bedeutet bei pflanzlichen Lebensmitteln, dass genveränderte Bestandteile noch nicht einmal in Spuren enthalten sein dürfen. Die Verwendung des Logos ist nicht vorgeschrieben, sondern freiwillig.

Bioprodukte ohne Gentech-Zutaten

Fertige Bioprodukte sind prinzipiell ohne Gentech-Zutaten. Allerdings kann der Anteil bei bis zu 0,9 Prozent liegen und müsste nicht aufgeführt werden.

Die Produzenten von Bioprodukten sind jedoch aufgefordert, alles technisch Mögliche zu tun, um Verunreinigungen zu vermeiden.

Dass in Restaurants Lebensmittel aus Genpflanzen, etwa Raps, zum Einsatz kommen, ist nach Angaben von Greenpeace nicht gänzlich ausgeschlossen. Hinweise auf Speisekarten fehlen in der Regel.

Ob gentechnisch veränderte Lebensmittel schädlich sind, ist noch nicht endgültig geklärt. Greenpeace weist jedoch darauf hin, dass allergische Reaktionen nicht auszuschließen seien.

Doch wie kann man nun als Verbraucher gute Qualität eines Lebensmittels erkennen...?

Wie Sie beim Lebensmitteleinkauf gute Qualität erkennen

Jeder möchte wohl gerne qualitativ hochwerte Lebensmittel haben, wenn er im Supermarkt oder auf dem Markt einkauft. Doch woran erkennt man hochwertige Produkte eigentlich?

Biolebensmittel gehören sicherlich zweifelsfrei zu den hochwertigen Lebensmitteln. Dies merkt man natürlich auch am Preis. Doch nicht alle Bioprodukte haben gute Qualität und umgekehrt sind nicht alle herkömmlich angebauten Obst- und Gemüsesorten schlechte Qualität.

Frischetest

Beim Kauf von Obst und Gemüse sollte man zuerst darauf achten, dass es frisch ist. Dies erkennt man zum einen daran, dass kein Schimmel zu sehen ist und zum anderen, dass die Schale schön fest ist und appetitlich aussieht.

Auch den Geruchstest sollte man bei Früchten wie zum Beispiel Ananas oder Melone machen. Hier kann man auf den ersten Blick nämlich nicht unbedingt erkennen, ob die Früchte reif sind bzw. ob sie schon verdorben sind oder nicht.

Neben dem Geruchstest sollte man bei einer Wassermelone auch auf die Schale klopfen. Wenn es sich dumpf anhört, ist die Melone frisch.

Zusätzlich zum Geruchstest kann man bei der Ananas einzelne Blätter herauszupfen. Lösen sich diese leicht, hat die Ananas eine gute Qualität und ist reif.

Haltbarkeit von Lebensmitteln

Lebensmittel auf Vorrat: Eine Speisekammer spart Zeit und Geld

Papiertüte mit Lebensmitteln: Äpfel, Bananen, Milch, Möhren
Foods © SkyLine - www.fotolia.de

Was früher selbstverständlich war, ist heute im Zeitalter der ständig geöffneten Supermärkte fast in Vergessenheit geraten: Die Speisekammer, in der Lebensmittel auf Vorrat gelagert werden. Dabei kann es auch heute sehr hilfreich sein, genügend Lebensmittel im Haus zu haben, mit denen sich spontan eine üppige Mahlzeit zaubern oder über mehrere Tage hinweg kochen lässt, ohne vorher einkaufen zu müssen.

Dazu gehören lange haltbare Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Reis und Pasta, sowie Tee, Kaffee, H-Milch, Marmelade und Gemüse in Konservendosen. Ideal sind hier Tomaten, Erbsen oder Mais, die keine Kühlung benötigen. Sparen lässt sich dagegen mit dem Einmachen von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, das in Einmachgläsern ins Regal kommt oder eingefroren wird. Die Gefriertruhe in der Speisekammer ist zudem ideal um zusätzlich noch Fleisch und leicht verderbliche Produkte wie Käse und Butter lange haltbar zu machen.

Allerdings haben die Vorräte auch kein ewiges Leben und sollten regelmäßig kontrolliert und aufgebraucht werden. Die Packung Pasta oder die Tomaten in der Konservendose halten zwar über mehrere Jahre, aber eingelegtes Obst oder eingefrorenes Fleisch sollten innerhalb einiger Monate verzehrt werden. Idealer Lagerort ist ein kühler, trockener Keller. Fehlt dieser in der Wohnung, reicht auch ein kleiner Abstellraum, idealerweise nach Norden ausgerichtet.

Von verschimmelten Lebensmitteln geht keine akute Gefahr aus

Nur der häufigere Verzehr von Schimmel kann gefährlich werden und Krebs auslösen

Nahaufnahme verschimmelte Zitrone auf weißem Hintergrund
Verschimmelte Zitrone © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

Margret Morlo, Sprecherin des Verbandes für Ernährung und Diätetik, äußerte sich kürzlich zu verschimmelten Lebensmitteln. Sie gab Entwarnung für ein gesundheitliches Risiko beim Verzehr derselben. Würde man zum Beispiel eine Scheibe verschimmeltes Brot essen, würde man nicht gleich krank werden, außer man würde den Schimmel in "Unmengen" verzehren. Nur bei häufigerem Verzehr von Schimmel auf Lebensmitteln, könne man indirekt das Risiko erhöhen, Krebs zu bekommen. Denn Schimmel kann Krebs auslösen, ist also cancerogen.

Haltbarkeitsdatum und Qualität von Lebensmitteln bereits beim Einkauf prüfen

Die Expertin empfiehlt daher den Verbrauchern, so wenig wie möglich verschimmelte Lebensmittel zu essen. Man solle schon beim Einkauf auf das Haltbarkeitsdatum der Produkte schauen und auch die Qualität prüfen, ob das Lebensmittel überhaupt optisch noch "gut aussehe". Es gäbe sogar manchmal verschimmelte Lebensmittel in den Regalen der Supermärkte.

Was gemahlene Gewürze angehe, sollte man diese nur in kleineren Portionen kaufen, also nicht in Großpackungen. Gerade solche Gewürze könnten oft nach langer Lagerung leicht schimmeln und diesen Schimmel könne man oft gar nicht sehen. Was ganz wichtig sei, ist die ordnungsgemäße Lagerung von Lebensmitteln. Brot gehöre zum Beispiel immer in einen Brotkasten. Was schnell kaputt gehen könne, müsse man immer im Kühlschrank aufbewahren.

Wo Schimmel entdeckt wird, sollte das gesamte Produkt entsorgt werden

Für den Fall, dass man doch einmal eine verfärbte Stelle an einem Lebensmittel entdecken würde, gelte nur eine Regel: Sofort wegwerfen! Gerade bei Wurst, Brot oder Obst sei der Schimmel zwar dann nur an einer kleinen Stelle zu erkennen, aber da Schimmel immer sogenannte Fäden ziehen würde, wäre somit das ganze Lebensmittel befallen.

Nur bei Lebensmitteln, die äußerst viel Zucker enthielten, wie Marmelade oder Parmesankäse, hätten die Fäden des Schimmels kein Möglichkeit, sich auszubreiten. Hier würde es genügen, das mit Schimmel befallene Stück einfach "großzügig" wegzuschneiden oder zu entfernen.

Über ein Drittel der frischen Lebensmittel werden wegen Mängeln in der Kühlkette weggeworfen

Das Aussortieren vieler Frischeprodukte aufgrund von Transportmängeln schadet der Wirtschaft

Aufnahme von oben, Frau schiebt im Supermarkt Einkaufswagen an Obstabteilung vorbei
supermarket © Olga Chernetskaya - www.fotolia.de

Wahrscheinlich wird jeder schon gesehen haben, dass in der Obst- und Gemüseabteilung eines Supermarkts hin und wieder vergammelte Lebensmittel angeboten werden. Natürlich möchte kein Kunde braune Bananen, gammelige Erdbeeren oder matschigen Salat kaufen und so bleiben diese Lebensmittel grundsätzlich in den Regalen liegen bis sie irgendwann auf den Müll wandern.

Konsequenzen des Wegwerfens zahlreicher verdorbener Lebensmittelprodukte

Dass die Lebensmittel vergammelt sind, liegt aber nicht daran, dass sie alt sind, wie eine aktuelle Studie der Jacobs University in Bremen zeigt. Größstenteils sind Mängel in der Transport- und Kühlkette der Grund für das rasche Verderben der Frischeprodukte, denn bereits die kleinsten Temperaturunterschiede während des Transports, der Lagerung oder des Verladens können den Lebensmitteln schaden.

Durch zu heiße oder zu frostige Temperaturen müssen jährlich 35% der frischen Lebensmittel weltweit aussortiert und weggeworfen werden. Dabei entsteht nicht nur ein großer wirtschaftlicher Schaden, auch die Umwelt wird unnötig belastet, da verderbende Lebensmittel das viereinhalbfache ihres Gewichts an Kohlenstoffdioxid freisetzen. Zudem müssen die weggeworfenen Produkte durch frische ersetzt werden, was bedeutet, dass mehr Nahrung angebaut werden muss und damit auch der Dünger-, Wasser- und Energieverbrauch höher liegt.

Dabei könnte schon allein die Verwendung moderner Logistiksysteme und die bessere Koordination und Schulung der Mitarbeiter den Lebensmittelausschuss um ein Vielfaches senken.

Wann man Nahrungsmittel wirklich wegschmeißen sollte

Verdorbene Nahrungsmittel erkennt man an fauligem Geruch oder Schimmel

Nahaufnahme verschimmelte Zitrone auf weißem Hintergrund
Verschimmelte Zitrone © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

Würde man sich die Nahrungsmittel, die in Deutschlands Mülleimern liegen einmal genauer ansehen, so würde schnell auffallen, dass eine Menge davon noch verzehrstauglich sind - viel zu schnell landen Lebensmittel unnötig in der Tonne.

Doch bis wann sind diese eigentlich noch genießbar und ab wann sollte man sie lieber nicht mehr essen?

Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, heißt das noch lange nicht, dass das Nahrungsmittel danach schlecht ist. Es wird damit lediglich garantiert, dass die Qualität des Produkts bis zu diesem Datum gleich bleibt, danach kann es zu Veränderungen in Farbe oder Aroma kommen. Genauer sollte man es hingegen mit dem Verbrauchsdatum nehmen; so ist es beispielsweise ratsam, rohes Fleisch wirklich nur bis zu diesem Tag zu essen, denn danach könnte es zu gesundheitlichen Problemen kommen.

Generell empfiehlt es sich immer, zunächst auf das Aussehen und danach auf den Geruch zu achten - ein fauliger oder säuerlicher Geruch ist meist ein Hinweis dafür, dass das Nahrungsmittel bereits verdorben ist.

Verschimmelte Lebensmittel gehören in den Mülleimer

Was eindeutig direkt im Müll landen sollte, sind angeschimmelte Lebensmittel, denn auch wenn der Schimmel nur an der Oberfläche zu sehen ist, so ist er tatsächlich schon viel tiefer in das Obst oder Gemüse etc. eingedrungen.

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    Junge lächelnde Frau schiebt vollen Einkaufswagen durch Supermarkt
    Einkauf von Obst Gemüse im Supermarkt © bilderbox - www.fotolia.de

    In jedem Jahr werden allein von privaten, deutschen Haushalten mehr als sechs Millionen Tonnen Lebensmittel einfach weggeworfen. Dies ist nicht nur eine Verschwendung von Nahrungsmitteln, sondern mit 25 Millionen Euro Gesamtwert auch ein Kostenfaktor für jeden Verbraucher. In den meisten Fällen wäre dies überhaupt nicht notwendig.

    Geplantes Einkaufen

    Durch ein paar Regeln ließe sich diese Vergeudung durchaus vermeiden. Geplantes Einkaufen ist der erste Sparfaktor. Genaues Überprüfen der vorhandenen Lebensmittel und das Besorgen der richtigen Mengen helfen, dass nicht zu viele Anschaffungen doppelt geschehen.

    Außerdem behält man damit stets im Blick, ob eventuell bald Verfallsdaten anstehen und die Nahrungsmittel umgehend gegessen werden müssen. Dies gilt auch für den Gefrierschrank.

    Richtige Lagerung

    Nach dem Einkauf müssen die Lebensmittel optimal gelagert werden, damit sie nicht verderben. Nicht jede Frischkost gehört automatisch in den Kühlschrank. Kartoffeln oder Tomaten werden zwar kühl, jedoch nicht zu kalt aufbewahrt. Kräuter oder Blattsalat sind dagegen unbedingt ins Gemüsefach des Kühlschrankes zu legen.

    Auch Fleisch- oder Milchprodukte lagert man im Kühlschrank richtig.

    Mindesthaltbarkeitsdatum

    Das Mindesthaltbarkeitsdatum unterscheidet sich deutlich vom Verbrauchsdatum. Ersteres gibt den Zeitraum an, in denen es keinerlei nachlassende Qualität des Lebensmittels gibt. Bis dahin sind bei ordnungsgemäßer Lagerung der Geschmack, die Konsistenz und das Aussehen der Waren unverändert.

    Oft ist das jeweilige Nahrungsmittel auch danach noch ohne Probleme essbar. Man sollte sich einfach auf die eigene Meinung verlassen.

    Verfallsdatum

    Nach dem Verfallsdatum hingegen sind die Lebensmittel tatsächlich nicht mehr genießbar. Sie können dann, beispielsweise bei Hackfleisch, zu gesundheitlichen Problemen führen. An diesem Punkt gehören sie tatsächlich auf den Müll.

    Haltbarkeit der Lebensmittel abhängig von Produkt und Lagerung

    Haltbarkeit von angebrochenen Lebensmitteln im Kühlschrank

    Einsicht Kühlschrank mit Obst, Gemüse und Getränk
    different kind of food in the brandnew fridge © Michal Adamczyk - www.fotolia.de

    Um böse Überraschungen im Kühlschrank und Keimbildung zu vermeiden, sollte man Lebensmittel zügig aufbrauchen. Angebrochene Milchpackungen – egal ob frische oder haltbare Milch – müssen in maximal drei bis vier Tagen verbraucht werden, andernfalls vermehren sich Keime. Verdorbene Milch erkennt man daran, dass sie sauer riecht und schmeckt. Frischmilch wird dickflüssig, H-Milch dagegen bildet beispielweise im Kaffee Flocken.

    Haltbarkeit angebrochener Lebensmittel im Kühlschrank

    Ebenfalls innerhalb von vier Tagen getrunken werden sollten Säfte. Die Haltbarkeit von Getränken aller Art kann man fördern, indem man sie kühl lagert und niemals direkt aus dem Behälter trinkt – durch den Kontakt mit dem Mund gelangen Bakterien in Flaschen und Packungen.

    Bei Wurst und Käse hängt die Haltbarkeit stark von der Art ab: Angebrochene Aufschnitts- und Streichwurst sowie Frischkäse halten sich in der Regel nur wenige Tage, Geräuchertes, Gepökeltes und Hartkäse bleiben dagegen länger frisch.

    Haltbarkeit von Pesto, Pasten, Saucen und Dips

    Pesto ist nach Herstellerangaben innerhalb weniger Tage aufzubrauchen. In der Realität bekommt man ein solches Glas aber nicht mit einmaligen Pasta-Essen leer. Daher sollte man schon beim Kauf überlegen, ob man es schnell verzehren kann: Pesto mit Käseanteilen verdirbt schneller als anderes Pesto. Verdorbenes Pesto erkennt man – ebenso wie Milch – an säuerlichem Geruch und Geschmack.

    Ketchup und Currypaste halten angebrochen dagegen bis zu drei Monate, wenn sie im Kühlschrank aufbewahrt werden. Senf und Meerrettich sind aufgrund ihrer Bakterien hemmenden Substanzen sogar bis zu einem halben Jahr genießbar.

    Konfitüre, Gelee und Marmelade halten sich bei Kühlschranklagerung ebenfalls etwa zwei Monate. Länger genießbar bleiben sie, wenn zum Entnehmen immer sauberes Besteck verwendet wird – andernfalls gelangen Keime in die Gläser.

    Zur Sicherheit vor dem Verzehr die Lebensmittel prüfen

    Natürlich gibt es zwischen den einzelnen Waren immer Abweichungen, die auch mit Transport, Herstellung und Lagerung im Supermarkt zusammenhängen. Daher gilt generell: Wer sich nicht sicher ist, sollte vor dem Verzehr die Lebensmittel durch gründliches Sehen, Riechen und Kosten auf Genießbarkeit testen.

    Jedes fünfte Lebensmittel landet im Müll

    Mindesthaltbarkeitsdatum nicht immer wichtigster Anhaltspunkt für Haltbarkeit

    Bunter Mix an Zutaten und Lebensmitteln wie Nudeln, Käse, Obst und Gemüse
    gastronomia © giuseppe porzani - www.fotolia.de

    Das Haltbarkeitsdatum für Lebensmittel sorgt immer wieder für Diskussionen. Manche Menschen werfen Lebensmittel sofort in den Müll, wenn das auf einer Verpackung angegebene Datum erreicht wird, andere halten das sogenannte Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) für nicht besonders wichtig.

    Doch, so das Apothekenmagazin "BABY und Familie", wer plant, Lebensmittel wegzuwerfen, sollte vorher Farbe, Zustand und Geruch des Produktes genauer unter die Lupe nehmen. Da es sich um ein Mindesthaltbarkeitsdatum handelt, ist das Lebensmittel in der Regel auch nach dem angegebenen Datum noch verzehrfähig.

    Vorsicht bei geöffneten und empfindlichen Lebensmitteln

    Das Mindesthaltbarkeitsdatum gilt jedoch nur für eine noch original verschlossene Verpackung. Das Öffnen führt dazu, dass Sauerstoff, Feuchtigkeit oder Mikroorganismen Zugang zum Lebensmittel erhalten und damit seinen Verderb verursachen oder beschleunigen.

    Es gibt jedoch Ausnahmen. Sehr leicht verderbliche Lebensmittel, wie Hackfleisch, stellen schon nach kurzer Zeit eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Auf diesen Produkten ist anstelle des Mindesthaltbarkeitsdatums ("mindestens haltbar bis" plus Datum) das Verbrauchsdatum ("zu verbrauchen bis" plus Datum) angegeben. Solche Lebensmittel sollten Verbraucher nach Ablauf des Verbrauchsdatums unbedingt entsorgen.

    Die Save-Food-Studie mit 1500 Teilnehmern zum Thema "Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten" ergab, dass in Deutschland, Frankreich und Spanien jedes fünfte Lebensmittel ungeprüft im Müll landet.

    Verbrauchsdatum, Mindeshaltbarkeitsdatum oder Verfallsdatum?

    Zur Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung stehen Handel und Verbraucher in der Verantwortung

    Einsicht Kühlschrank mit Obst, Gemüse und Getränk
    different kind of food in the brandnew fridge © Michal Adamczyk - www.fotolia.de

    In Deutschland werden jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verwertbar sind. Jetzt will die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) die Ursachen dafür näher untersuchen lassen.

    Falsche Interpretation der Mindesthaltbarkeit

    Obwohl viele Verbraucher das sogenannte "Mindesthaltbarkeitsdatum" falsch interpretieren, was wahrscheinlich der Grund für den großen Müllberg an Lebensmitteln ist, soll daran nichts geändert werden, wie der Sprecher des zuständigen Ministeriums, Holger Eichele, sagte.

    Aber der Ernährungsausschuss des Bundestages wird sich nun mit dem Thema beschäftigen und wenn man zu der Überzeugung gelangt, dass das viele Wegwerfen nur an diesem "Mindesthaltbarkeitsdatum" liegt, so müsse man dies halt ändern, wie Hans-Michael Goldmann (FDP), der Vorsitzende des Ausschuss erklärt.

    Vielleicht sollte man wie die Engländer eine andere Bezeichnung wählen, beispielsweise "best before", was schlicht "besser vor dem ... zu verzehren" bedeutet. Dagegen meint der Sprecher Holger Eichele, dass die jetzige Datumsangabe über die Frische eines Produkts den Verbraucher informiert und die müssen darüber auch informiert werden, dass Lebensmittel nach diesem Datum weiter genießbar sind und nicht weggeworfen brauchen.

    Handel und Verbraucher in der Verantwortung

    Doch wie lange dürfen dann diese Lebensmittel noch verzehrt werden, beziehungsweise wie kann man dies erkennen? Anders ist das Verbrauchsdatum zu bewerten, so beispielsweise bei Hackfleisch und anderen leicht verderblichen Lebensmitteln anzeigt, dass aus Gründen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes diese Lebensmittel nicht mehr in den Verkehr gebracht, beziehungsweise verzehrt werden dürfen.

    Wobei hier natürlich nicht nur der Handel, sondern besonders der Verbraucher selber darauf achten muss, denn wenn ein Käufer zum Beispiel Hackfleisch mit dem Verbrauchsdatum 21.10.2011 am 19.10.2011 einkauft und dann tagelang zu Hause im Kühlschrank aufbewahrt, so hat man selber Schuld.

    Immer mehr Verbraucher setzen sich mit Mindesthaltbarkeitsdatum auseinander

    Jedes Jahr landen geschätzte 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll, obwohl man 60 Prozent davon noch problemlos essen könnte. In Bezug auf das Mindesthaltbarkeitsdatum leistet das Verbraucherministerium jetzt Aufklärungsarbeit, was anscheinend schon Wirkung gezeigt hat.

    Nach einer vor kurzem veröffentlichten Studie zu diesem brisanten Thema hat sich unter den Verbrauchern der Umgang mit Lebensmitteln bereits geändert. Nach dem Meinungsforschungsunternehmen Forsa setzt sich jeder fünfte Bürger verstärkt mit dem Thema auseinander, der zuvor von der Studie erfahren hat.

    Vor allem bei den jungen Verbrauchern bis zum 30. Lebensjahr haben rund 25 Prozent den Umgang mit Lebensmitteln geändert, während es bei den älteren Jahrgängen immerhin zwischen 16 und 19 Prozent sind. Bei den Frauen änderten dabei 23 Prozent ihren Umgang mit Nahrung, während die Männer auf 14 Prozent kamen. Insgesamt wurden in den letzten Tagen rund 1.000 Menschen für die Untersuchung befragt.

    Ältere Menschen werfen weniger Lebensmittel weg

    Laut einer Umfrage, die vom Bundesverbraucherministerium in Auftrag gegeben wurde, werden ältere Menschen weniger Lebensmittel fort, als die Jüngeren. So achten in der Altersgruppe über 60 Jahre 81 Prozent sehr darauf und nur einem Prozent erscheint dies nicht wichtig. Bei der Altersklasse der 14 bis 29-Jährigen ist dieses Thema bei der Hälfte der Befragten sehr wichtig und nur zehn Prozent kümmern sich nicht darum.

    In Deutschland landen jährlich etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel, die noch genießbar wären, auf dem Müll, wovon 6,7 Millionen Tonnen aus privaten Haushalten stammen. Aber 59 Prozent der Befragten wollen, dass der Handel und die Hersteller deshalb auch mehr kleinere Packungen anbieten sollten. Für höhere Preise der Lebensmittel plädieren 17 Prozent. An der Umfrage nahmen 1002 Menschen über 14 Jahre teil.

    Wie lange sind Lebensmittel wie Joghurt noch bedenkenlos genießbar?

    Jährlich wandern in Deutschland, laut einer Studie, im Durchschnitt pro Kopf 82 Kilogramm Lebensmittel, obwohl noch essbar, auf dem Müll, wie auch das Bundesverbraucherministerium unter der Ministerin Ilse Aigner berichtet.

    Zwar gibt es schon seit 30 Jahren den Begriff des "Mindesthaltbarkeitsdatum" (MHD), doch wenn dieses überschritten wird, so entsorgen viele Verbraucher diese Lebensmittel. Doch wie kann man dem Verbraucher genauer erklären, dass dann diese Lebensmittel noch genießbar sind?

    Denn oftmals sind diese Lebensmittel nicht schlecht, sondern sie sehen nur nicht mehr so appetitlich aus, was in der Regel beim Gemüse und dem Obst der Fall ist. Der Anteil dieser zu früh entsorgten Lebensmittel liegt hier bei 44 Prozent. Anschließend folgen Teigwaren und Brot sowie die Speisereste. Besonders beim MHD-Datum reagieren viele Verbraucher bei Milch, Joghurt sowie auch Butter sehr überempfindlich. Aber hier hält sich zum Beispiel Joghurt bis zu sechs Wochen nach dem angegebenen Datum, wobei man eine einfache Probe machen kann, denn wenn der Deckel sich schon wölbt, so sollte man den Joghurt besser doch entsorgen. Aber man kann vorher auch die einfache Geruchsprobe machen, so dass man den Becher öffnet und schaut ob irgendwo ein kleiner Schimmelfleck sichtbar ist.

    Laut Studie werfen also die deutschen Verbraucher im Schnitt pro Kopf Lebensmittel im Wert von 235 Euro im Jahr auf den Müll.

    Verschimmeltes unbedingt entsorgen

    Schimmelpilze sind alles andere, als harmlos. Bei vielen Lebensmitteln reicht es nicht, die befallenen Stellen wegzuschneiden. Oft hilft nichts anderes, als in den Müll damit. Im Gegensatz zu den Edelpilzen, die beispielsweise einen Camembert ausmachen, sind gewöhnliche Schimmelpilze für den Menschen durchaus gefährlich. Die Giftstoffe, die sie bilden, können bei häufigem Genuss zu Leber- oder Nierenschäden führen. Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung weiß, dass Garen oder Einfrieren nicht zum Auflösen der Giftstoffe führt.

    In den Müll sollten alle Gemüse oder auch Obst, wenn sie einen Schimmelbefall zeigen. Wegschneiden ist nicht genug. Auch Kompott oder Säfte dürfen nicht mehr genossen werden. Milchprodukte, wie Käse oder Joghurt sollten ebenfalls nicht mehr verwendet werden, wenn man Schimmel wahrnimmt.

    Bei Brot oder Hartkäse kann man großzügig wegschneiden, wenn nur eine kleine oberflächliche Stelle mit Schimmel zu sehen ist. Ist ein Käse gerieben, wie etwa Parmesan, muss er entsorgt werden. Brot in Scheiben wirft man ebenfalls besser weg. Hat man einen ganzen Laib, dann ist es auch hier möglich, den Schimmel zu entfernen. Dennoch gilt immer: Im Zweifelsfall lieber wegwerfen.

    Nüsse dürfen auf keinen Fall mehr verzehrt werden. Das gilt für alle Sorten einschließlich Pistazien.

    Im Sommer sollte man beim Einkaufen besonders auf die Kühlkette achten

    Experten schlagen Alarm, denn was im Winter halb so schlimm ist, kann im Sommer zum echten Problem werden: Das Unterbrechen der Kühlkette. Wer Milchprodukte, Fisch oder Fleischwaren einkauft, sollte darauf achten, dass er die Lebensmittel nur in einer Kühltasche transportiert. Ferner sollte man die Produkte immer ganz zum Schluss kaufen, so dass sie von der Kühltheke direkt in den heimischen Kühlschrank gelangen. Fleisch lagert man beispielsweise am besten bei 2 Grad Celsius.

    Werde das Fleisch wärmer als 7 Grad Celsius, so Fleischermeister Rudolf Menzl, fingen Keime an, sich stark zu vermehren. Viele Menschen gingen mit ihren Einkäufen sorglos um und lagerten auch Wurst und Fleisch im Auto, wenn sie etwa noch was vergessen hätten. Doch Lebensmittelvergiftungen oder Salmonellen könnten die Folge sein, warnt Menzl.

    Verbraucherschutzministerium: Viele Lebensmittel landen in der Mülltonne

    Resteverwertung nicht nur für den Geldbeutel - Ein wenig Planung hilft

    Bunter Mix an Zutaten und Lebensmitteln wie Nudeln, Käse, Obst und Gemüse
    gastronomia © giuseppe porzani - www.fotolia.de

    Verschwendung pur: Wie eine Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums ergab, landen etliche Lebensmittel in der Mülltonne. Hochgerechnet bedeutet dies, dass Jahr für Jahr ganze elf Millionen Tonnen oftmals noch genießbarer Nahrungsmittel gar nicht erst verzehrt, sondern gleich weggeworfen werden.

    Gründe für den Überschuss

    Die Gründe hierfür sind vielfältig: Oftmals versprechen größere Verpackungen einen enormen Preisvorteil gegenüber kleineren - hier wird dann mit guter Absicht zugegriffen, obwohl man die große Menge Fleisch, Gemüse oder zum Beispiel Kartoffelsalat gar nicht verwenden kann.

    Hinzu kommt, dass Lebensmittel in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern äußerst kostengünstig zu haben sind. Ein kleiner Verlust fällt da kaum ins Gewicht; und so sorgfältig planen wie einst, als das Budget für Lebensmittel deutlich schneller verbraucht war, muss heute auch fast niemand mehr.

    Was können wir tun?

    Dabei kann gerade diese Planung helfen, die gekauften Lebensmittel wieder wertzuschätzen und die Verschwendung deutlich zu reduzieren. Letztendlich sorgt das ganz nebenbei auch noch für den ein oder anderen Euro mehr im Portmonnaie. Wer seine Nahrung künftig nicht mehr so einfach in die Tonne treten möchte, der sollte deshalb vorsorgen.

    Genaue Einkaufszettel mit Mengenangaben helfen in der Umstellung hin zu einem bewussteren Einkauf. Nicht zuletzt hilft hier auch ein Blick ins Internet weiter: Etliche Rezeptseiten halten tolle Ideen für die kreative Resteverwertung bereit.

    Grundsätzlich gilt: Leicht verderbliche Lebensmittel besser nicht auf Vorrat kaufen, die landen besonders häufig im Müll. Oftmals können Reste von der letzten Mahlzeit eingefroren und dann später wieder verwendet werden. Ähnliches gilt auch für Gemüse und Co. Obacht ist allerdings beim Fleisch sowie bei Wurstwaren geboten - hier sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum in keinem Fall überschritten werden!

    Innovation: Lebensmittelverpackungen, die die Farbe wechseln und die Haltbarkeit anzeigen

    Wann ist ein Lebensmittel nicht mehr genießbar? In vielen Fällen kann man dies bereits sehen, manchmal hilft auch ein Geruchs- oder Geschmackstest. Doch natürlich hilft uns auch das Mindesthaltbarkeitsdatum, zumindest wenn es sich um eingepackte Nahrungsmittel handelt.

    Viele Menschen schmeißen Nahrungsmittel aber auch schon weg, lange bevor sie verdorben sind. Um dies zu verhindern, hat sich ein englisches Unternehmen nun etwas Besonderes einfallen lassen: die Firma "Insignia Technologies" hat eine Verpackung auf den Markt gebracht, die mit einem Aufkleber versehen ist; dieser wechselt nach und nach die Farbe, sodass der Verbraucher erkennen kann, wann das Lebensmittel nicht mehr frisch ist.

    Mit diesen Verpackungen sind bisher zahlreiche Käse- und Schinkensorten versehen worden, doch auch frisches Gemüse, Obst sowie Kosmetikartikel sollen bald folgen.

    Haltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln überschritten: Nicht alles muss sofort weg

    Wenn bei Lebensmitteln das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde, landen sie meistens sofort in der Mülltonne. Auf diese Art werden in Deutschland jedes Jahr zahllose Tonnen Lebensmittel entsorgt, die eigentlich noch verzehrt werden können. Schon der Name besagt, dass das Lebensmittel MINDESTENS bis zu diesem Zeitpunkt haltbar ist und nur bis zu diesem Zeitpunkt seine typischen Geschmackseigenschaften bewahrt. Dies heißt aber nicht, dass der Joghurt mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum von gestern nicht doch noch gegessen werden kann.

    Anders verhält es sich, wenn bei frischen Waren wie Fleisch ein Verbrauchsdatum aufgedruckt ist: Dies ist wirklich der letzte Tag, an dem das Produkt gegessen werden sollte, weil sich sonst Mikroorganismen bilden, die möglicherweise gesundheitsgefährdend sind. Gerade verarbeitetes Fleisch wie Hack muss meistens noch am gleichen Tag verbraucht werden.

    Geschnittenes Brot neigt dazu, schon nach wenigen Tagen zu schimmeln - hier ist es sinnvoll, die ganze Packung zu entsorgen, da sich auch in scheinbar unbefallenen Scheiben schon Schimmel gebildet haben kann. Auch Milch sollte möglichst schnell aufgebraucht werden, wenn die Verpackung einmal geöffnet wurde - sobald Luft an die Milch kommt, ist auch das Mindesthaltbarkeitsdatum hinfällig. Das gleiche gilt auch für Milchprodukte wie Quark und Joghurt.

    Essensabfälle und Lebensmittelmüll im Alltag vermeiden

    Mit diesen Verhaltenstipps lässt sich die Lebensmittelverschwendung erfolgreich eindämmen

    Mann wirft Müllbeutel in große Mülltonne im Garten oder Hof
    trash man © Rob Byron - www.fotolia.de

    Viele Essensabfälle landen im Müll. Zwar sind die Lebensmittel weder verschimmelt oder faul, doch trotzdem kommen sie in die Tonne. Diese Verschwendung lässt sich vermeiden oder zumindest stark reduzieren.

    Einkaufszettel

    So hilft ein Einkaufszettel, Waren einzukaufen, die man gar nicht benötigt. Ein Abgleich mit den Vorräten sollte vor dem Erstellen einer Liste erfolgen. Statt einmal große Mengen einzukaufen, ist es sinnvoller, mehrmals in der Woche kleinere Mengen zu besorgen.

    Resteverwertung

    Wer Reste im Kühlschrank mit Datum versieht, vermeidet es, dass Lebensmittel schlecht werden. Mit den Überbleibseln vom Vortag lässt sich auch am nächsten Tag eine schmackhafte Mahlzeit zubereiten.

    Gekochte Nudeln lassen sich etwa anbraten. Und mit übrigem Hühnchenfleisch kann man eine Suppe kochen.

    Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum

    Viele Lebensmittel lassen sich auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch essen. Riechen und schmecken sie noch wie vorher, kann man sie noch verwerten.

    Ware mit Verbrauchsdatum zählt nicht dazu, dort können nach dem Stichtag gefährliche Keime entstehen. Fast alle Lebensmittel lassen sich zudem einfrieren, Brot und Backwaren halten sich über Monate.

    Vorbereitung zu Hause

    Vorgefertigte Salate und Sandwiches, sowie vorgeschnittenes und gewaschenes Obst und Gemüse haben eine sehr geringe Haltbarkeit und landen dadurch häufig in der Tonne. Zweckmäßiger ist es, sich das Pausenbrot oder die Zwischenmahlzeit zu Hause vorzubereiten.

    Herkunftsinformationen

    Deutsche wünschen mehr regionales Obst und Gemüse - Jeder Zweite würde Ware auch mit Mängeln kaufen

    Nicht zwingend das Aussehen, sondern andere Faktoren beeinflußen unsere Kaufentscheidung von Obst und Gemüse

    Junge Frau im Supermarkt in Obstabteilung sucht sich Äpfel raus
    woman grocery shopping © Stephen Coburn - www.fotolia.de

    Regionales Obst und Gemüse stehen bei Verbrauchern hoch im Kurs. In einer Forsa-Umfrage gaben drei Viertel der Befragten an, dass sie sich heimische Produkte im Supermarkt wünschen. Fast jeder Zweite würde dabei auch Ware mit kleinen Mängeln kaufen.

    Einflüsse auf die Kaufentscheidung

    Druckstellen, ungewöhnliche Form – wenn es um frisches Obst und Gemüse geht, sind die Kunden offenbar weniger wählerisch als die Handelsketten glauben. 42 Prozent der Befragten würden selbst dann nicht perfekt aussehende Äpfel oder Tomaten kaufen, wenn diese ebenso teuer sind wie andere Produkte.

    Was die Kaufentscheidung fördern könnte: jeder dritte Kunde würde Obst und Gemüse gern vor dem Kauf probieren. Und zwei von drei Verbrauchern greifen am liebsten zu, wenn die Waren unverpackt sind.

    Natürlich sieht man den herkömmlich angebauten Lebensmitteln nicht an, ob sie mit Pestiziden belastet sind oder nicht. Hier kann man nur auf die Händler vertrauen und sich bei diversen Forschungsinstituten erkundigen, die regelmäßig die Produkte der Supermärkte unter die Lupe nehmen.

    In der Regel ist man auch auf der sicheren Seite, wenn man die Lebensmittel direkt beim Erzeuger kauft, sofern man die Möglichkeit dazu hat. Kleine Händler oder Bauern können es sich nicht leisten, schlechte Qualität zu verkaufen. Diese sind also immer bemüht, ihren Kunden qualitativ hochwertige Produkte zu verkaufen.

    Nicht immer kostet gute Qualität mehr als schlechtere, doch häufig ist es so. Beim Einkauf sollte man auf jeden Fall auf Aussehen und Geruch des Produktes achten und bei verpackten und verarbeiteten Lebensmitteln unbedingt die Zutatenliste lesen. Wer gute Qualität kaufen möchte, sollte Produkte vermeiden, die Zusatz- oder Konservierungsstoffe enthalten.

    Weite Wege für Lebensmittel – globaler Transport birgt gesundheitliche Gefahren

    Vor allem der Handelsweg von Fertigprodukten ist für Kontrolleure nicht mehr zu überblicken

    Nahaufnahme fertiger Braten, Fleischgabel und Messer werden daran gehalten
    Festtagsbraten © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

    Sichere Lebensmittel sind eine entscheidende Voraussetzung, um gesund zu bleiben. Allein 2013 gab es jedoch in der EU 310.000 bakterielle Lebensmittelinfektionen – vielfach verursacht durch verunreinigte Produkte aus anderen Ländern. Unter dem Motto "Vom Bauernhof auf den Teller" plädiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für mehr Sicherheit im globalen Handel. Gelegenheit zur Information bietet der Weltgesundheitstag 2015.

    Lebensmittel auf Weltreise

    Die Gefahr von Lebensmittelverseuchungen nimmt mit dem grenzüberschreitenden Handel zu. Neben frischen Waren spielen dabei Fertigprodukte eine immer größere Rolle.

    Im Jahr 2012 kam etwa versuchte Erdbeeren aus China auf deutsche Teller. Mehr als 11.000 Kinder und Jugendlicher erkrankten. Ein Jahr zuvor sorgte eine EHEC-Epidemie mit mehr als 3.000 Erkrankten und 50 Todesopfern für öffentliches Aufsehen. Die Keime wurden mit belasteten Bockshornklee-Samen aus Ägypten importiert.

    Während der Handelsweg bei einzelnen Lebensmitteln noch nachweisbar ist, haben Kontrolleure bei Fertigprodukten kaum noch Übersicht. So stammen etwa die Zutaten für eine gefüllte Hühnerbrust aus über zehn Ländern, von

    bis zu

    Das vervielfacht die Risiken, mit Viren, Bakterien, Chemikalien oder Parasiten verseucht zu werden.

    Gesundheitsinformationen zu einzelnen Lebensmitteln

    Im ausländischen Obst und Gemüse zuviel Rückstände von Pflanzenschutzmitteln

    Obst und Gemüse aus der EU weisen zu hohe Konzentrationen von Pflanzenschutzmitteln auf

    Obst bunt gemischt - Trauben, Erdbeeren, Heidelbeeren, Zitrone, Apfel, Birne, Banane und Aprikosen
    Bunte Mischung aus vielen verschiedenen Sorten von Obst © unpict - www.fotolia.de

    Untersuchungen durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BLV) in Braunschweig von deutschem Obst und Gemüse auf Pflanzenschutzmittel ergaben im Jahr 2007 eine Überschreitung der gesetzlichen Höchstwerte bei 2,7 Prozent.

    Kontrolle von Obst-und Gemüseimporten

    Bei den aus der EU stammenden Importe stellten die Kontrolleure bei fünf Prozent des untersuchten Obst und Gemüse Überschreitungen fest, also fast doppelt so viel. Bei den aus nicht EU-Ländern stammende Waren lag der Prozentsatz sogar bei 9,5 Prozent. Bei den Bio-Produkten, hierbei wurden 1394 Proben untersucht, stellte man bei nur 13 Proben eine Überschreitung fest, das entspricht 0,9 Prozent.

    Hohe Pflanzenschutzmittelkonzentrationen

    Im zulässigen Rahmen bewegten sich 16 Prozent und überhaupt keine Belastung war bei den restlichen 83 Prozent festzustellen. Die Behörden untersuchten 17.700 Lebensmittel auf die verschiedensten Wirkstoffe, besonders aber die schon früher beanstandet wurden. Bei 40 Proben, 18 kamen aus der Türkei und 13 aus Spanien, war die Konzentration der Pflanzenschutzmittel so hoch, dass es dadurch zu gesundheitlichen Schäden kommen könnte. Hier informierte das BVL ihre für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Kollegen in Europa.

    Kinder sind potentielle Lebensmittelkunden

    Bei der Vermarktung von Lebensmitteln setzt die Industrie immer mehr auf Kinder

    Braune Cookies im Glas, eine Hand mit rosa Ärmel greift hinein
    children © diego cervo - www.fotolia.de

    Gab es früher nur einige wenige spezielle Lebensmittelprodukte für die Kinder, beispielsweise von der Herstellerfirma Ferrero die "Kinder-Schokolade", "Milchschnitte" sowie den Brotaufstrich "Nutella", so finden wir heute in den Regalen der Supermärkte viele weitere Produkte, die mit bunten Bildern die kleinen Kunden, beziehungsweise die Eltern zum Kauf verführen.

    Die Lock-Strategien der Lebensmittelhersteller

    Gab es vor Jahren die sogenannten Überraschungseier, wo die kleinen Kunden in der Schokolade winzige Spielzeug-Figuren vorfanden, so findet man diese immer häufiger im Innern von Verpackungen. Manche Hersteller versuchen auch zu bestimmten Jahreszeiten und Ereignissen wie "Halloween" mit speziellen Produkten die Verbraucher zum Kauf zu verführen.

    Gesunde Süßigkeiten?

    Nun versuchen mittelständische Unternehmen sich auch von dem "großen Kuchen der Kinderprodukte" eine Scheibe abzuschneiden, so bietet die Allgäuer Käserei Hochland spezielle Sorten für Kinder an, wobei in den Scheiben Figuren und Gesichter zu sehen sind. Andere Unternehmen bringen spezielle Kinder-Sortimente an Wurstwaren auf den Markt, die weniger Fett aber extra mehr Vitamin-B oder Calzium enthalten sollen.

    Aber wie Verbraucherschützer meinen, sei dies alles nicht nötig, denn die Kinder werden mit den wichtigsten Vitaminen und Mineralstoffen meistens ausreichend versorgt und auch Süßigkeiten werden mit mehr Vitaminen nicht gesünder, denn dafür gibt es Obst und Gemüse.

    Die Helden der Kinder in der Werbung

    Aber die Unternehmen haben schon immer auf die Werbung gesetzt, besonders ist die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen interessant, denn das sind die Kunden von Morgen. So achten schon heute viele Kinder auf bestimmte Markenartikel, so ergab laut einer Analyse durch den Egmont Ehapa Verlag, dass 50 Prozent der Kinder immer nur einen bestimmten Brotaufstrich oder Schokolade bevorzugen.

    Dies liegt aber auch daran, dass die Firmen sich die richtigen Werbeträger, beispielsweise erfolgreiche Sportler oder Stars, suchen. Auch Comic-Figuren aus Filmen werden gerne genommen, so dass schon im Jahr 2002 die Unternehmen 1,2 Milliarden Euro an Lizenzgebühren bezahlten. Viele Kinder geben einen großen Teil von ihrem Taschengeld für Lebensmittel aus. Im Schnitt erhalten die sechs- bis 13-jährigen Kinder monatlich 23 Euro Taschengeld.

    Vorsicht Spinat - nicht nur Süßigkeiten schaden den Zähnen

    Schon die Kleinsten lernen, dass Schokolade und co. zwar sehr lecker aber eben auch gefährlich sind. Wer viel Süßes isst, muss seine Zähne gut pflegen, sonst ist Karies die Folge. Was man im Kindergarten aber noch nicht lernt: auch Dinge wie Rhabarber und Spinat greifen die Zähne an. Zahnärzte wissen schon länger, dass Saures dem Zahnschmelz genauso schädlich werden kann, wie das Süße. So wird Spinat ebenso zur Gefahr wie Zitrusfrüchte und das Gläschen Wein am Abend.

    Gerade in Gemüse wie Rhabarber, Spinat oder Mangold befindet sich viel Oxalsäure. Was genau passiert dann im Mund? Anders als die Süßigkeiten locken säurehaltige Speisen und Getränke keine Kariesbakterien an. Sie bewirken aber, dass der Zahnschmelz um unseren Zähnen empfindlich wird. Vorübergehend wird der Schmelz aufgeweicht, weil die Säuren sich mit dem Kalzium des Zahnschmelz verbinden. So wird dem Schmelz ein wichtiger Mineralstoff entzogen und der Körper muss erst wieder nachlegen.

    Während man nach etwas Süßem also sehr wohl am Besten gleich Zähneputzen sollte, ist bei Saurem ein anderes Verhalten gefragt. Wer nach dem Essen von Spinat und co. direkt zur Zahnbürste greift, kann sich den aufgeweichten Zahnschmelz so von den Zähnen kratzen. Ohne Schutzmantel sind die Zähne deutlich schneller das Opfer von Karies. Daher muss man den Zähnen erst die Chance geben, die verlorenen Mineralstoffe zu ersetzen. Mindestens eine halbe Stunde sollte schon zwischen dem Verzehr und dem Griff zur Zahnbürste liegen.

    Topinambur für exotische Gerichte

    Der Topinambur ist eine brasilianische Erdknolle. Er verdankt seinen Namen den Tupinambas, einem brasilianischen Indianerstamm. Nach seiner Einschleppung war er bei den Europäern zunächst sehr beliebt, musste aber später der Kartoffel weichen.

    Am besten genießt man den Topinambur gegart. Dadurch erhält er einen leicht süßlichen, nussigen Geschmack. Besonders in exotischen Gerichten schmeckt er lecker und kann zudem magenberuhigend wirken. In zu großen Mengen sollte er allerdings nicht genossen werden, da der Inhaltsstoff Inulin Blähungen und Durchfälle verursachen kann.

    Die Knolle kann durchaus auch roh gegessen werden, schmeckt dann jedoch relativ neutral und etwas langweilig. Das Backen, Dünsten oder Braten des Gemüses ist dem Kochen vorzuziehen, um die wichtigen Inhaltsstoffe zu bewahren.

    Am besten lagert man den Tobinambur in einer Plastiktüte im Kühlschrank. Wer einen würzigen Geschmack bevorzugt, sollte beim Einkauf darauf achten, dass die Knollen hellschalig sind.

    Der Tobinambur gehört zu den Korblütlern und gleicht in der Blüte einer kleinen Sonnenblume. Er hält extreme Temperaturen von bis zu -30° aus und vermehrt sich unkrautartig wenn ihm kein Einhalt geboten wird.

    Kinderprodukte zu fett und zu süss

    Laut einer Untersuchung von Foodwatch handelt es sich bei einem Großteil der Kinderprodukte um ungesunde Kalorienbomben. Knapp 75 Prozent der 1.500 untersuchten Nahrungsmittel sind fettige und viel zu süße Snacks.

    Foodwatch kritisiert, dass für die falsche Ernährung der Kinder auch die Unternehmen eine große Mitverantwortung tragen. Die Kinder werden mit raffinierter Werbung zum Kauf der ungesunden Lebensmittel verführt, weshalb die Organisation ein Werbeverbot für Kinderprodukte fordert. Laut den Experten sollten nur wenig von den Produkten verzehrt werden, welche speziell für Kinder gedacht sind. Der Anteil der gesunden Produkte wie Säfte, verarbeitetes Obst oder Nudeln betrug gerade mal 12 Prozent.

    Während viele Kinder frisches Gemüse und Obst meiden, greifen sie in doppelter Menge zu diversen Soft-Drinks, Snacks oder Süßwaren. Aus diesem Grund ist im Vergleich zu den 1980er und 90er Jahren die Anzahl der übergewichtigen Kinder um rund 50 Prozent nach oben geklettert.

    Während sechs Prozent unter Fettleibigkeit leiden, sind laut der Studie rund 15 Prozent zu dick, womit sie weitaus anfälliger für Diabetes sind. Diese Entwicklung kann laut Foodwatch nur durch ein Werbeverbot der Kinderprodukte erzielt werden, was jedoch sehr schwer durchsetzbar ist. Spezielle Produkte für Kinder hält das Bundesverbraucherministerium für absolut überflüssig und appelliert im gleichen Zug an eine hohe Verantwortung der Hersteller.

    Kleine Lebensmittelkunde: Warum Kartoffeln und Tomaten nicht in die Gefriertruhe dürfen

    Der von der Grillparty übriggebliebene Tomatensalat gehört ebenso wenig in die Gefriertruhe wie die Äpfel, die als 5 Kilo-Tüte im Supermarkt ein absolutes Schnäppchen waren. Alle Obstsorten und wasserhaltigen Gemüsesorten (zu denen neben Tomaten beispielsweise auch Gurken gehören) werden nach dem Auftauen nämlich matschig. Dies liegt daran, dass sich beim Einfrieren Eiskristalle bilden, die die Zellwände des Gemüses zerstechen, so dass das Wasser austreten kann.

    Auch Kartoffeln sind von diesem Phänomen betroffen und gehören weder roh noch gekocht in die Gefriertruhe. Sie verändern nicht nur ihre Konsistenz, sondern verlieren zudem noch ihren Geschmack oder schmecken leicht süßlich, weil sich die Stärke in Zucker verwandelt. Auch wasserhaltiger Frischkäse, Milch und Sahne haben in der Gefriertruhe nichts zu suchen. Nur Schnitt- und Weichkäse können eingefroren werden.

    Wer Fisch einfriert, sollte darauf achten, dass er nicht zulange in der Truhe liegt, denn sonst beginnt er ausgesprochen intensiv zu riechen. Fisch mit hohem Fettanteil wie Forelle oder Lachs werden zudem ranzig. Fisch sollte daher maximal vier Monate eingefroren bleiben, Fischstäbchen maximal ein Jahr. Auch Hackfleisch oder Würstchen sollten nur maximal drei Monate verwahrt werden - ist der Sommer vorbei, sollten die Grillwürste entsorgt und nicht bis zum nächsten Jahr aufbewahrt werden.

    Zuckerlastige Fertigprodukte – Augen auf im Supermarkt

    Dunkelhaarige Frau steht vor Regal beim Einkauf im Supermarkt
    Woman shopping in grocery store © Monkey Business - www.fotolia.de

    Wer auf eine ausgewogene Ernährung achtet, sollte im Idealfall möglichst viele frische Nahrungsmittel zubereiten. Nicht immer ist dafür genügend Zeit und so greift man hin und wieder gerne mal zur Fertigsauce oder dem Früchtemüsli. Wenn man dies nicht zur Gewohnheit werden lässt, stellt dies auch kein großes Problem dar, doch wer öfter zu Fertigprodukten greift, schadet seiner Gesundheit auf Dauer, besonders durch den hohen Zuckergehalt der Produkte – was viele Menschen gar nicht wissen.

    Zucker ist nicht gleich Zucker

    Die Regale der Supermärkte sind voll von Fertigspeisen und in vielen Fällen würde man gar nicht meinen, dass sie unbedingt viel Zucker enthalten. Das Problem ist, dass der Verbraucher oftmals lediglich auf die Menge an Saccharose, also Haushaltszucker schaut. Doch wer die Zutatenliste etwas genauer studiert, dem wird auffallen, dass in den meisten Fällen auch die Wörter Fruktose, Glukose, Maltose oder auch Invertzucker auftauchen.

    Hier sollte man also genauer hinschauen. Auch gehen viele Menschen davon aus, dass beispielsweise Fruchtsäfte zur gesunden Ernährung dazu gehören, doch heutzutage sind diese Fertigsäfte längst nicht mehr natürlich, sondern enthalten Zucker in allen erdenklichen Formen.

    Produkte, die man eigentlich zu den Süßigkeiten zählen sollte

    Neben dem genauen Durchlesen der klein gedruckten Zutatenliste auf den Verpackungen, hilft es, generell zu wissen, in welchen Produkten viel Zucker enthalten ist und diese im Idealfall zu meiden oder zumindest nicht Teil des täglichen Speiseplans werden zu lassen.

    Dazu gehören zum Beispiel Milchprodukte wie Fruchtjoghurts oder Milchgetränke, fertig gewürzte Fertiggerichte, Früchtemüslis (vor allem die Sorten für Kinder enthalten viel zu viel Zucker), aromatisiertes Wasser, Fruchtsäfte oder Kaffeesorten mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, industriell gefertigtes Brot sowie vielen Wurstbelägen. Wer hier beim Metzger kauft, sollte sich über die Inhaltsstoffe informieren.

    Zuviel des Guten schadet häufig: Lebensmittel mit Zusätzen nicht immer gesund

    Tüte und Einkaufskorb mit vielen gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gemüse
    grocery © Edyta Pawlowska - www.fotolia.de

    Eine Extra-Portion Vitamine, zusätzliche Omega 3-Fettsäuren: Im Supermarkt gibt es zahllose Lebensmittel, die ein gesünderes Leben versprechen. Verbraucherschützer weisen jedoch darauf hin, dass viele dieser Produkte möglicherweise mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.

    So enthalten mit Omega 3-Fettsäuren angereicherte Fischstäbchen eine derartige Menge, dass sie die natürliche Immunabwehr schwächen und den Cholesterinspiegel in die Höhe treiben. Die gesunde Grenze ist bei 1,5 Gramm erreicht - und auch in 100 Gramm fettem Fisch enthalten.

    Zu viele Vitamine sind übrigens auch nicht gut: Eine Überdosis Vitamin A kann unter Umständen die Knochen und die Leber schädigen, während zu viel Vitamin D Nierensteine auslösen können. Zu viel Beta-Carotin steht sogar im Verdacht, bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko zu erhöhen. Frisches Obst und Gemüse ist daher eine gesündere Alternative zu künstlich angereicherten "Multivitaminsäften" oder "ACE-Drinks".

    Ernährung: Für jede Lebensphase das passende Produkt? Verbraucher lehnen das ab

    Tüte und Einkaufskorb mit vielen gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gemüse
    grocery © Edyta Pawlowska - www.fotolia.de

    Marktstrategen empfehlen, für jede Lebensphase unterschiedliche Produkte anzubieten. Zumindest im Bereich Ernährung sollten sie dabei umdenken. Eine Studie der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) belegt, dass Verbraucher sich beim Kauf von Lebensmitteln nicht für altersspezifische Produkte interessieren. Im Gegenteil, moderne Konsumenten haben eine Abneigung gegen vorgeschriebene Alters- und Rollenmodelle.

    DLG und rheingold institut untersuchen Ansprüche der Verbraucher an Lebensmittel

    Im Auftrag der DLG hat das "rheingold institut" in 50 tiefenpsychologischen Interviews untersucht, inwiefern die Erwartungen und Ansprüche an Lebensmittel vom Lebensabschnitt der Verbraucher abhängen. Fazit: Junge und Alte haben bei der Ernährung die gleichen Wünsche. Die Vorstellung, je nach Alter bestimmte Spezialprodukte einkaufen zu müssen, empfanden sie als unangenehm. Gerade Ältere legten dabei Wert auf die Möglichkeit, ihre Interessen und Einkaufsentscheidungen nach Belieben zu verändern.

    Einig waren sich die Teilnehmer auch in ihrem Wunsch nach gesunden Produkten – diese sollen jedoch genau zu dosieren und schnell zu verzehren sein. Gefragt sind also Lebensmittel, die sich portionsweise aus der Packung nehmen lassen. Anschließend sollte diese wiederverschließbar sein.

    Ein weiterer Trend geht in Richtung Regionalität. Um sich im riesigen Produktsortiment zu orientieren, achten die Probanden auf Hinweise für regionale Lebensmittel.

    Phosphat als Zusatzstoff im Essen - auch für Menschen mit gesunden Nieren gefährlich?

    Fast Food: Pommes, Burger, Cola
    fast food © Foodpics - www.fotolia.de

    Phosphat zählt zu am häufigsten verwendeten Zusatzstoffen in Nahrungsmitteln; besonders in Fast Food und Fertiggerichten findet man den Stoff. Phosphatreiche Nahrung ist schädlich für Patienten mit Nierenproblemen; dies ist weitestgehend bekannt. Doch nun werden immer mehr Stimmen laut, dass der Zusatzstoff auch für gesunde Menschen eine schädliche Auswirkung auf die Gesundheit haben kann und eine hohe Phosphatzufur ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich bringt.

    Funktion von Phosphor

    Unser Körper benötigt Phosphor für den Knochenstoffwechsel sowie zur Energiegewinnung. Auch für den Aufbau des Erbguts sowie den Säure-Basen-Haushalt ist der Stoff wichtig. Generell wird Phosphor also eine sehr bedeutende Funktion zugeschrieben. Die Aufnahme erfolgt vor allen Dingen über Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder Milchprodukte. In dieser Form findet man den Stoff in bestimmten organischen Substanzen gebunden, sodass ein übermäßiger Verzehr verhindert wird.

    Anders sieht dies jedoch bei Fertigprodukten etc. aus. Hier wird die Menge an Phosphat fast vollständig aufgenommen. Erkennen lassen sich diese Zusatzstoffe an den folgenden Nummern: E338 bis E341, E450a bis E450c und E540, E543, E544. Die Phosphatzusätze finden unter anderem als Geschmacksverstärker, Säuerungs- und Konservierungsmittel.

    Butter: Gesundheitsproblem oder Lieblingsessen?

    Aufgerollte Butterstücke
    butter curls © robynmac - www.fotolia.de

    Es gibt nur wenige andere Lebensmittel, die derart umstritten sind wie dieses: Butter. Allenfalls der vielfach gefürchtete Zucker kann da noch mithalten. Schon Schauspielerin und Makrobiotik Anhängerin Gwyneth Paltrow verkündete einst, Butter habe ja nun wirklich keinerlei positive Eigenschaften. Und auch von Ernährungswissenschaftlern hagelt es immer wieder Kritik: So soll Butter unter anderem das gefährliche Cholesterin im Blut ansteigen lassen, vom Fettanteil und der Zusammensetzung der Fettsäuren einmal ganz zu schweigen. Verfechter der veganen Ernährungsweise halten von dem tierischen Produkt sowieso gar nichts.

    Doch was ist nun eigentlich dran an den (Vor-) Urteilen? Ist Butter wirklich das gefährlichste Lebensmittel aller Zeiten? Auch, wenn populärwissenschaftliche Buchautoren und selbst ausgewiesene Ernährungsexperten dies immer wieder gern betonen - ein absolutes "Butter-Verbot" halten wohl die wenigsten, seriösen Experten für notwendig.

    Dass die enorm fett- und kalorienreiche Butter nur in Maßen genossen werden sollte, versteht sich ohnehin von selbst. Und tatsächlich ist die Fettzusammensetzung alles andere als ideal. Gleichzeitig ist Butter aber auch ein wichtiger Geschmacksträger, der rein sensorisch kaum ersetzbar ist.

    Zum Braten und Backen können Mischungen aus Pflanzenfett mit Butter-Aroma eine Alternative sein. Auch Margarine wird bisweilen empfohlen, wobei diese häufig gehärtete Fette enthält - und auch die gelten als problematisch. Wer ganz auf Butter verzichten möchte: Sogenannte Reformmargarinen mit hohem Anteil an ungehärteten Pflanzenölen oder zum Beispiel veganer Butter-Ersatz können eine gute Alternative sein.

    Gesundheitswert und Zubereitungsmöglichkeiten von Quinoa

    Auf den ersten Blick sehen die kleinen, weißen Quinoa-Samen aus wie Hirse, doch tatsächlich handelt es sich bei Quinoa nicht um eine Getreideart, sondern eine Pflanze, die zu der Familie der Gänsefußgewächse gehört. Während das Lebensmittel hierzulande vor einigen Jahren noch nahezu niemand kannte, hat es sich mittlerweile im Bereich der gesunden Ernährung ein kleines Plätzchen erobern können. In einigen Regionen Südamerikas hingegen gehört Quinoa zu den Grundnahrungsmitteln hinzu.

    Zubereitung der Samen

    Die Samen der Pflanze werden in etwa so gekocht wie Reis: man fügt die doppelte Menge an gesalzenem Wasser hinzu und lässt dies aufkochen. Anschließend sollte man das Ganze noch etwa zehn Minuten köcheln lassen. Wenn der Herd ausgemacht ist, lässt man die Samen noch weitere zehn Minuten quellen.

    Man kann Quinoa entweder mit etwas Butter und Kräutern essen oder beispielsweise in einem Salat. Auch als Beilage zu Gemüse, Fisch und Fleisch eignet sich das Lebensmittel hervorragend.

    Inhaltsstoffe

    Verglichen mit Getreidesorten kann Quinoa mit einem höheren Protein- und Mineralstoffgehalt aufwarten. Es enthält die Aminosäure Lysin, die in Getreide in den meisten Fällen in nur sehr geringen Mengen vorkommt. Weitere Bestandteile sind Magnesium, Phosphor, Eisen, Kalzium, Zink sowie die Vitamine B und E.

    Ebenfalls gut für die Gesundheit: die enthaltenen Fettsäuren sind hauptsächlich ungesättigt, was sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirkt.

    Studie: CO2 in der Luft senkt Nährstoffgehalt in Getreide

    Der Klimwandel wirkt sich offenbar auch in Lebensmitteln aus. Internationale Forscher haben herausgefunden, dass die steigende CO2-Konzentration in der luft dafür sorgt, dass in Pflanzen weniger Nährstoffe vorhanden sind.

    Zu den Auswikrungen des steigenden CO2-Wertes

    Die in der Zeitschrift "Nature" vorgestellten Ergebnisse von sieben Versuchsflächen in Japan, Australien und den USA zeigten deutliche Einbußen bei Weizen, Mais, Soja, Erbsen und Hirse. Konkret sank der Zinkgehalt um über neun Prozent, der Eisen- um knapp fünf und der Proteingehalt um fast acht Prozent. Wie dies genau wissenschaftlich zu erklären ist, muss noch erforscht werden.

    Als Konsequenz daraus müssen laut den Forschern Pflanzensorten entwickelt werden, welche mit der steigenden Konzentration von CO2 in der Luft besser klarkommen und natürlich der Ausstoß des Klimakillers reduziert werden.

    Welche Folgen der Klimawandel für die öffentliche Gesundheit hat - etwa im Bezug auf Nährstoffmangel - können die Wissenschaftler nach eigener Aussage aber noch nicht vorhersagen.

    Grundinformationen und Hinweise zu Nahrungsmitteln

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Man buying fresh meat © Monkey Business - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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