9. Mai 2009
Die eher unscheinbare Pflanze zeichnet sich dadurch aus, dass sie auch an den unwirtlichsten Plätzen noch gedeiht.
Das Schöllkraut heißt mit botanischem Namen Chelidonium majus und gehört zu der Familie der Mohngewächse. Volkstümlich nennt man es Augenkraut, Blutkraut, Bockskraut, Goldkraut, Gottesgabe, Herrgottsblatt, Hergottsgnade, Himmelsgabe, Marienkraut, Nagelkraut, Schälkraut, Schellkraut, Schwalbenkraut, Schwalbenwurz, Teufelsmilchkraut, Warzenkraut und Ziegenkraut. Auch wenn es in der Erscheinung keine Ähnlichkeit gibt, so ist das Schöllkraut doch nah mit dem Schlafmohn verwandt. Die zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze kann bis zu 70 Zentimeter groß werden. Das anspruchslose Schöllkraut wächst gerne in der Nähe menschlicher Behausungen und gedeiht sogar noch in Mauerspalten oder auf Schuttplätzen. Der Stängel verzweigt sich im oberen Bereich und die wechselständigen Laubblätter erinnern in der Form an Eichenblätter, sie sind weich und leicht behaart. Die Blüte hat nur vier Kronblätter in einem satten dottergelben Ton. Das Schöllkraut blüht von Mai bis Oktober und bildet immer wieder neue Blüten. Das Schöllkraut bildet dünne längliche Kapselfrüchte aus, die ein bisschen an kleine Erbsenschoten erinnern, sie enthalten die Samen. Wenn man den Stängel abbricht, tritt ein gelber Saft hervor.
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