2. April 2009
Schon in der Antike war das Johanniskraut als geschätzte Heilpflanze bekannt. Paracelsus lobte ihre Wirksamkeit, die Klostermedizin nutzte ihre Heilwirkung und heutzutage hat sie sowohl in der Naturheilkunde, als auch in der Schulmedizin einen festen Platz.
Das Johanniskraut steht in engem Zusammenhang mit Sonne und Licht, das es zur Sommerzeit aufnimmt und dieses scheint es direkt in unser Gemüt zu bringen. Deshalb wird Johanniskraut sowohl in der Schulmedizin, als auch in der Naturheilkunde hauptsächlich bei Depressionen eingesetzt, wo es eine aufhellende Wirkung hat.
Von Juni bis September werden das blühende Kraut und die Blüten gesammelt. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören ätherisches Öl, Bitterstoffe, Beta-Sitosterol, Flavonoide, Gerbstoffe, Hyperforin, Hypericin, Hyperinrot, Myristinsäure, Phytosterin, Phytosterole, Stearin, Taraxasterol und Violaxanthin. Johanniskraut wirkt abschwellend, adstingierend, antibakteriell, beruhigend, blutbildend und entzündungshemmend. Es hat harntreibende, krampflösende, schleimlösende und schmerzstillende Eigenschaften. Es wirkt harmonisierend und tonisierend, wirkt sich günstig auf die Atemwege, auf den Stoffwechsel und auf das gesamte Verdauungssystem aus. Das Johanniskrautöl wird bei Schmerzen und Verletzungen des Bewegungsapparates, sowie bei Hautverletzungen und Hautproblemen verwendet. Es gibt Johanniskraut-Öl zum Einreiben, Johanniskraut-Tee, Kapseln und Dragees, Salben und Tinktur. Johanniskraut kann innerlich und äußerlich angewendet werden, da es die Lichtempfindlichkeit steigert, ist dieses vor Sonnenbädern zu beachten.
In der Homöopathie ist Hypericum ein großes Mittel und wird vorrangig bei Nervenverletzungen, etwa Quetschungen eingesetzt, womit das Wirkungsspektrum nicht erschöpft ist. In der Schulmedizin ist es ein oft verordnetes pflanzliches Antidepressivum bei leichten bis mittelschweren Depressionen, da ist es aber hoch dosiert und apothekenpflichtig. Nebenwirkungen treten nur selten auf, es kann aber zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen.
Aufgrund seiner Vielfältigkeit ist das Johanniskraut eine wertvolle Heilpflanze. Im Volksbrauchtum sollte das Johanniskraut vor Dämonen und bösen Geistern schützen, im Mittelalter wollte man gar den Teufel damit austreiben. In der Kosmetik macht man sich seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung zu nutze, hier wird Johanniskraut etwa in Gesichtsmasken verwendet.
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04.02.12 | |
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11.11.11 | |
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