Die Birke in der Natur, Pflanzenheilkunde und Kosmetik

Dünner Birkenzweig mit Blättern auf weißem Hintergrund

Merkmale und Arten der Birke sowie die Verwendung von Birkenrinde und -holz und wie man die Birke als Heilmittel und Kosmetikum anwenden kann

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Birke gilt als Sinnbild für das erwachende Frühjahr, da sie als eine der ersten Bäume ihre grünen Blätter zeigt, traditionell findet sie Verwendung als Maibaum. In der Pflanzenheilkunde findet die Birke hauptsächlich bei Erkrankungen des Blasen- und Nierenbereichs Anwendung.

Die Birke ist ein Laubbaum und heißt mit botanischem Namen Betula alba und gehört zu der Familie der Birkengewächse. Volkstümlich kennt man sie auch unter den Namen

  • Besenbaum
  • Besenbirke
  • Bork
  • Bark
  • Frühlingsbaum
  • Hexenbesen
  • Hängebirke
  • Maibaum
  • Moorbirke
  • Raubirke
  • Sandbirke
  • Warzenbirke und
  • Weißbirke.

Merkmale

Rinde

Die Birke ist durch ihre weiße Rinde leicht von anderen Bäumen zu unterscheiden. Bei jungen Bäumen ist diese noch glatt und zart, sie löst sich in dünnen Querstreifen ab, später weist die Rinde graubraune Furchen auf die sehr rau sind und die Rinde hat Längsrisse.

Am unteren Teil des Stammes befinden sich schwarzbraune Wülste. Der sommergrüne Baum kann eine Wuchshöhe bis zu dreißig Metern erreichen, selten wird er älter als hundert Jahre.

Blätter

Die wechselständigen, gesägten Blätter sind lang zugespitzt und haben eine eher dreieckige Form, sie sitzen auf einem langen Stiel, sie sind relativ dünn und auf beiden Seiten kahl. Nach dem Austrieb werden sie etwas klebrig. Im Herbst bekommen sie eine schöne goldgelbe Färbung.

Blüten und Früchte

Den Blütenstand der Birke bezeichnet man als Kätzchen, wobei die männlichen hängend und die weiblichen eher aufgerichtet wachsen. Sie erscheinen im Frühjahr von März bis April. Die Früchte reifen im September und Oktober, sie tragen kleine geflügelte Samen. Die Blüten werden vom Wind bestäubt und die Samen ebenso vom Wind verbreitet.

Arten

Die Gattung der Birken umfasst 35 bis 100 Arten, darunter:

  • die Rote China-Birke
  • die Gelb-Birke
  • die Blau-Birke
  • die China-Birke
  • die Haselnussblättrige Birke
  • die Koreanische Birke
  • die Ermans Birke
  • die Zucker-Birke
  • die Zierkirschen-Birke und
  • die Schwarz-Birke.

(Frühere) Verwendung von Birkenrinde und -holz

Die Rinde der Birke verwest sehr schwer und sie ist für Nässe fast undurchlässig, deshalb wurde sie zu früheren Zeiten

  • als Unterlage für Schwellen, Balken und Dachziegeln

verwendet. Birkenholz ist ein begehrtes Furnierholz und wird auch oft zu Sperrholz verarbeitet. Es besitzt keine große Tragkraft, wurde aber in Wagnereien und Tischlereien vielseitig benutzt, so wurden etwa

  • Wäscheklammern
  • Leitern und
  • Stühle

hergestellt. Traditionell wurden

aus Birkenholz gefertigt. Auch

ist das Birkenholz beliebt, da es durch ätherische Öle auch in frischem Zustand brennt. Die Rinde wurde ebenfalls vielfältig benutzt, zum Beispiel

  • zur Herstellung von Spanschachteln.

Besenbinder benutzten Zweige und Äste, um

zu fertigen. Auch im Deich- und Wasserbau fand das Birkenreisig

  • als Befestigungsmaterial

Verwendung. Das so genannte Birkenpech diente

  • als Klebstoff.

Standorte

Die Birke ist eher anspruchslos und stellt keine besonderen Anforderungen an den Standort oder das Klima. In Städten wird sie gerne als Alleenbaum gepflanzt. Sie kommt fast auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel vor. Die Birke ist eine ausgezeichnete Vogelweide, so dient sie etwa dem Birkenzeisig und dem Birkhuhn als Winternahrung. Viele Menschen reagieren auf Birkenpollen allergisch.

Inhaltsstoffe

Zu ihren Hauptbestandteilen gehören unter anderem

  • ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Harz
  • Flavone
  • Saponine
  • Terpene wie Betulin, Betulinsäure und
  • Vitamin C.

Medizinische Verwendung

Zur medizinischen Verwendung kommen die Blätter und die Blattknospen. In der Regel wird sie als Teezubereitung eingenommen, hier wirkt sie hauptsächlich

  • blutreinigend
  • anregend und
  • harntreibend,

so dass sie hervorragend bei

angewendet werden kann. Bekannt ist auch ein Anzapfen des Stammes, um den Birkensaft zu gewinnen; diesen verwendet man kurativ gegen

  • Gicht und
  • rheumatische Beschwerden.

Bei

sollen Waschungen und Bäder mit einem Birkenaufguss helfen. Birkenkohle ist in der Apotheke erhältlich und hilft bei

Kosmetische Verwendung

Auf dem Land war der Birkensaft auch ein Kosmetikum für

  • eine schöne Haut und
  • glänzendes Haar.

Zudem ist auch der Einsatz von Birkenwasser

bekannt.

Grundinformationen zur Birke

  • Die Birke in der Natur, Pflanzenheilkunde und Kosmetik

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: nature © Oleg Kapustin - www.fotolia.de

Autor:

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