16. September 2009
Charakteristisch für diese Pflanze ist der bittere Geschmack, wie ihre Name schon vermuten lässt, spielte sie in der Klostermedizin eine große Rolle.
Zu seinen Hauptbestandteilen gehören vor allem Bitterstoffe, darunter das Cnicin und ätherisches Öl. Zur medizinischen Verwendung kommen die Blätter und die blühenden Zweigspitzen. Die Bitterstoffe fördern die Magensaftsekretion, weshalb es bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit eingesetzt wird. Es beruhigt den Magen, wirkt schweißtreibend und hilft gegen Mundtrockenheit, da es den Speichelfluss anregt. In der Regel wird das Benediktenkraut als Teezubereitung eingenommen, die zwei bis dreimal täglich eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten ungesüßt getrunken werden soll.
Benediktenkraut ist in einigen Teemischungen und Fertigarzneien enthalten, die bei Leber- und Gallebeschwerden eingesetzt werden. Es soll nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden. Bei lang anhaltenden Beschwerden ist ein Arzt zu Rate zu ziehen. Bei Magen- und Darmgeschwüren ist das Benediktenkraut kontraindiziert, da hier eine gesteigerte Magensaftproduktion unerwünscht ist. Wie bei allen Korbblütengewächsen besteht auch bei dem Benediktenkraut eine erhöhte Allergiebereitschaft. Bei einer bekannten Überempfindlichkeit darf man das Bedediktenkraut nicht anwenden. In zu hoher Dosierung kann das Benediktenkraut Erbrechen auslösen.
Benediktenkraut ist in einigen magenberuhigenden Likören enthalten, beispielsweise im Benediktiner.
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