29. Juni 2010
Sportmediziner behandeln Patienten mit Sportverletzungen. Diese Fachärzte können sowohl angestellt als auch selbstständig sein.
Die Sportmedizin stellt eine Zusatzbezeichnung für verschiedene Fachärzte dar. So können z.B. Allgemeinärzte, Chirurgen, Hals-Nasen-Ohrenärzte, Internisten, Kinderärzte und Orthopäden Sportmediziner sein.
Ein Sportmediziner ist ein Facharzt für die Behandlung von Verletzungen und Erkrankungen, die während einer sportlichen Betätigung entstanden sind. Auch die Vorbeugung vor Sporterkrankungen und die Betreuung von Patienten, die sich nach einer ausgeheilten Sportverletzung in der Rehabilitationsphase befinden, gehört zum Aufgabengebiet des Sportmediziners.
Sportmediziner diagnostizieren und behandeln Sporterkrankungen wie z.B. den so genannten Tennisarm, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Knochenbrüche, Verrenkungen, Bänder- und Sehnenverletzungen oder –risse sowie Muskelverletzungen.
Der Sportmediziner fragt den Patienten beim ersten Arzt-Patienten-Kontakt, unter welchen Beschwerden er genau leidet und bei welcher Bewegung diese entstanden sind. Im Rahmen seiner Diagnostik ist es für den behandelnden Sportmediziner auch wichtig, ob der Patient Grunderkrankungen hat, Medikamente einnimmt, welche Sportarten er betreibt und wie lange er dies bereits tut.
Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt untersucht die Stelle, die dem Patienten Beschwerden bereitet und bewegt sie vorsichtig. Je nach Art der Verletzung benötigt der Sportmediziner auch eine Röntgenaufnahme oder eine Computertomografieaufnahme um die Diagnose stellen zu können.
Im Rahmen seiner Behandlung verordnet der Sportmediziner Schmerzmittel, wenn der Patient große Schmerzen hat. Diese beheben jedoch die Ursache nicht. Um eine Extremität ruhig zu stellen, legt der Sportmediziner einen festen Verband oder Gips an. Teilweise wird auch eine Schiene benutzt. Je nach Art der Verletzung streicht der Sportmediziner vor Anlegen des Verbandes auch eine entzündungshemmende Salbe auf die schmerzende Stelle. Teilweise muss zuerst auch eine Operation erfolgen, bis ein Verband angelegt werden kann. Dies geschieht z.B. bei komplizierten Knochenbrüchen, die zuerst operativ korrigiert werden bevor ein Gips angelegt wird.
Einige Sporterkrankungen kann der Sportmediziner auch durch Akupunktur behandeln. Dazu sticht er dünne Nadeln in bestimmte Punkte des Körpers und regt so den Energiefluss an.
Häufig muss der Sportmediziner auch physikalische Therapien wie z.B. Krankengymnastik, Massage oder Fango verordnen. Viele Sportmediziner beschäftigen in ihrer Facharztpraxis Physiotherapeuten, die dann umgehend die Behandlungen beim Patienten ausführen können.
Sportmediziner informieren ihre Patienten auch darüber, wie wichtig es ist, sich vor dem Sport aufzuwärmen und welche Übungen sich dafür eignen. Durch konsequentes Aufwärmen können viele Sportverletzungen vermieden werden.
Sportmediziner sind auch Ansprechpartner für Leistungssportler. Sie informieren sie, welche Ernährung für sie geeignet ist und welche Auswirkungen Doping auf den Körper und die Karriere hat. Sportmediziner lernen im Rahmen ihrer Weiterbildung, welche Dopingmittel wie auf den Körper einwirken und wie Doping festgestellt werden kann.
Je nach Art ihrer Facharztausbildung behandeln Sportmediziner sowohl Kinder als auch Erwachsene.
Sportmediziner arbeiten als selbstständige Fachärzte in einer Arztpraxis oder haben eine Gemeinschaftspraxis zusammen mit einem Facharztkollegen. Sportmediziner können jedoch auch in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken oder Kureinrichtungen sowie bei großen Sportvereinen angestellt sein.
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