Arbeitsmediziner

Behandeln die Wechselbeziehungen zwischen beruflicher Arbeit und Gesundheit

Die Arbeitsmediziner befassen sich mit arbeitsbedingten Erkrankungen, Gesundheitsschäden, Berufskrankheiten, Arbeitsschutz und Unfallschutz. Zusätzlich integrieren sie chronisch Kranke und behinderte Menschen in den Arbeitsprozess.

Arzt in weißem Kittel sitzt in Büro am Computer und lacht in Kamera
doctors office © william CASEY - www.fotolia.de

Einteilung der Kategorie Arbeitsmediziner

Ein weiteres Fachgebiet der Medizin ist die so genannte Arbeitsmedizin. Sie beschäftigt sich mit den Wechselbeziehungen zwischen

  • Anforderungen, Organisation und Bedingungen der Arbeit sowie
  • dem Menschen und seiner Gesundheit, seinen Krankheiten, seiner Arbeits- und Beschäftigungsfähgikeit.

In Forschung, Lehre und Praxis befasst sich die Arbeitsmedizin mit der

  • Untersuchung
  • Bewertung
  • Beeinflussung und
  • Begutachtung

dieser Themen.

Ausbildung

Der Arbeitsmediziner muss über

  • ein abgeschlossenes Medizinstudium

verfügen, das in der Regelstudienzeit 12 Semester und 3 Monate dauert. Die

beträgt regulär weitere 60 Monate und ist nur in von der Ärztekammer ermächtigten Weiterbildungsstätten gültig. 24 Monate müssen in der Inneren Medizin und Allgemeinmedizin, 36 Monate in der Arbeitsmedizin geleistet werden.

Bestandteile

Im Weiterbildungsprogramm des Arbeitsmediziners ist ein 360 Stunden umfassender Kurs zu speziellen Themen wie

  • Berufskrankheiten
  • Ergonomie
  • Sozialversicherungswesen und
  • Arbeitspsychologie

enthalten.

Aufgabenfelder

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeitsmedizin ist

  • die Diagnostik und Prävention arbeits- und/oder umweltbedingter Gesundheitsschäden und von Erkrankungen,

die möglicherweise auf die Ausübung eines bestimmten Berufes unter bestimmten Bedingungen zurück zu führen sind. Ein weiteres und sehr großes und bedeutsames Aufgabengebiet von Arbeitsmedizinern ist

Damit kann vielen chronischen Erkrankungen vorgebeugt werden. Auch

  • die sinnvolle und zumutbare Integration von chronisch Erkrankten

- zum Beispiel an Rheuma, Epilepsie, Diabetes Mellitus - und von behinderten Menschen in den Arbeitsalltag obliegen den Arbeitsmedizinern.

Oftmals in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten werden Arbeitsprozesse entwickelt. Hier kommen

  • Organisationspsychologie
  • Sozialmedizin
  • Unfallverhütung und
  • versicherungsrechtliche Themen

zum Tragen. Damit wird die Arbeitsmedizin zum klassischen ärztlichen Fachgebiet der Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation. Als beratende Medizin hat die Arbeitsmedizin einen kurativen Auftrag und ist auf den Dialog mit der Zielgruppe ausgerichtet.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Grundinformationen zu Arbeitsmedizinern

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