Verwendung und Ausführungen von Weinkaraffen

Junges Paar sitzt am Küchentisch und stößt mit Rotwein an

Besonders, um Rotwein zu lagern, werden Karaffen gerne verwendet

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  • von Paradisi-Redaktion

Unter Weinkaraffen versteht man Karaffen zum Dekantieren von Wein. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen.

Bei Karaffen oder Weinkaraffen handelt es sich um dickbäuchige Tafelgefäße, die eine flaschenähnliche Form aufweisen. Sie bestehen aus geschliffenem Glas oder Bleikristall. Die meisten Karaffen haben ein Volumen von ca. einem Liter. Eine bestimmte Norm für Weinkaraffen gibt es jedoch nicht.

Verwendung von Weinkaraffen

Weinkaraffen verwendet man zum Lagern von Wein. Vor allem Rotwein kommt in Karaffen gut zur Geltung. Die dickbäuchigen Gefäße haben aber auch Auswirkungen auf den Geschmack des Weines. So ist es üblich, einen Rotwein in eine Weinkaraffe zu füllen, damit er besser atmen kann.

Zur vollen Entfaltung kommt das würzige oder fruchtige Aroma eines Rotweins nämlich erst durch die Verbindung mit Sauerstoff. Um den vollen Rotweingeschmack zum Tragen zu bringen, lässt man den Wein für einige Stunden in der Weinkaraffe. Dabei kann er sich auch von unerwünschtem Bodensatz befreien. Unter Weinkennern ist es üblich, Rotwein nur aus Karaffen zu servieren, was man als Dekantieren oder Kredenzen bezeichnet.

Verschiedene Ausführungen

Glaskaraffen gibt es heutzutage in zwei Ausführungen. So dienen sie entweder

Darüber hinaus werden auch Krüge für alkoholfreie Getränke wie Limonaden angeboten, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen.

Erhältlich sind Weinkaraffen

  • als schlichte Gebrauchsgegenstände oder
  • als aufwendig verzierter Tafelschmuck.

Als besonders anspruchsvolle Exemplare gelten Karaffen aus mundgeblasenem oder geschliffenem Glas. Dabei handelt es sich oftmals um Kristallglas, welches mit echtem Silber oder einer versilberten Montierung ausgestattet ist. Karaffen mit Silbermontierung waren vor allem zwischen 1830 und 1930 sehr begehrt.

Bei einer Montierung handelt es sich um die Einfassung des Karaffenhalses sowie einen Deckel und einen Griff. Karaffen dieser Art haben den Vorteil, dass sie nicht tropfen, denn der Metallrand schneidet die Tropfen ab. Da diese Weinkaraffen nach 1930 jedoch aus der Mode kamen, sind sie heutzutage begehrte und seltene Sammlerstücke.

Weinkaraffe reinigen

Damit eine Weinkaraffe dem Wein auch ein anregendes Aussehen verleihen kann, sollte sie regelmäßig gereinigt werden. Das ist schon deswegen wichtig, weil Rotwein den pflanzlichen Gerbstoff Tannin enthält. Dadurch kommt es jedoch am Boden der Karaffe zur Ablagerung eines hartnäckigen braunen Belags.

Dieser ähnelt den Belägen von Kaffee oder Tee und ist nicht leicht zu entfernen. Vor allem, wenn der Belag schon längere Zeit an der Karaffe haftet, reicht ein herkömmliches Spülmittel zu seiner Entfernung nicht mehr aus.

Reiniung mit Backpulver

Als sanft und schonend gilt die Anwendung von Backpulver, das mit 2 Esslöffeln Wasser vermischt wird. Zuerst gibt man das Backpulver in die Weinkaraffe. Anschließend folgt das Wasser.

Das Backpulver enthält Natron und Säuerungsmittel. Aufgrund der Feuchtigkeit kommt es zu einer Reaktion dieser beiden Komponenten, was die Freisetzung von Kohlenstoffdioxid und das Aufsteigen von Gasbläschen bewirkt, die den Belag zersetzen.

Reinigung mit Essig und Salz

Eine weitere bewährte Reinigungsmethode ist die Verwendung von Weinessig und Meersalz. Diese vermischt man in der Weinkaraffe miteinander und lässt sie rund 60 Minuten in ihr einwirken.

Dabei werden die lästigen Beläge von den Meersalzkristallen auf sanfte Weise gelöst. Die Methode hat den Vorteil, dass keine unschönen Kratzer zurückbleiben, wie oftmals bei herkömmlichen Reinigungsmitteln.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: young couple in their kitchen © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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