3. November 2008
Von Andreas Hadel
Wenn Sie schon einmal bei einem Smoothie-Stand angestanden haben, sind Sie in den Genuss von Amerikas neuesten und derzeit am schnellsten wachsenden Fitness-Trend gekommen, der sich nun auch immer mehr in Deutschland und Europa verbreitet.

Richtig gesund und günstig ist der Smoothie nur, wenn Sie ihn selbst zubereiten
Smoothies sind eine Kombination aus Säften, Früchten, Milch, gefrorenem Yoghurt, Sorbet und, das ist die Hauptzutat, Zusätzen von Kräutern, Ballaststoffen, Vitaminen und anderen Substanzen.
Smoothies werden meistens mit allerlei Wirkungen angepriesen: Erhöhen die Energie, hellen die Stimmung auf, schärfen den Verstand, bauen Stress ab, helfen beim Abnehmen, unterstützen das Immunsystem. Das sind eine ganze Menge an Versprechungen, die die Frucht-Yoghurt-Mixtur da erfüllen muss.
Die sogenannten Zusätze gehören unter anderem Aloe Vera, Blütenstaub, Roter Sonnenhut, Ginkgo, Johannisbeerkraut, Chrom, Grüner Tee Extrakt, Carnitin und viele mehr. Obwohl die Zusätze nicht immer automatisch Bestandteil der Smoothies sind, sagen viele Kunden auf Nachfrage der netten Thekenbedienung meistens ja. Aber wie viel von den jeweiligen Zusätzen bekommen Sie eigentlich und können diese wirklich das bewirken, was die Werbeaussagen versprechen?
Momentan gibt es weder in Amerika noch in Europa wirklich einheitliche Standards, die definieren, was und wie viel davon in ein Smoothie gehört. Solange man nicht wirklich erwartet, dass die überhöhten Behauptungen über Smoothies wahr sind, gibt es nichts zu befürchten, obwohl sich in letzter Zeit die Stimmen mehren, dass man nicht wisse, wie einige der zugesetzten Substanzen wirken, wenn man sie über einen längeren Zeitraum in hoch dosierter Form zu sich nimmt. Deshalb raten Experten Schwangeren und Personen mit einer Immunschwäche zur Vorsicht. Das gilt auch für Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen.
Doch abgesehen davon bieten Smoothie jede Menge Gründe für einen kräftigen Schluck. Sie werden in der Regel aus Mangos, Beeren, Melonen, Rote Beete, Möhren und anderen Früchten gemacht und sind auch ohne künstliche Zusätze enorm reich an Vitaminen, Mineralien, Isoflavonen und Ballaststoffen. Deshalb können sie ohne Probleme als eine der drei Früchteportion angerechnet werden, die Sie laut Expertenmeinung täglich essen sollten.
Smoothies enthalten neben den unterschiedlichen Früchten auch Milch und Yoghurt, was ihnen ein ansprechend hohen Proteingehalt beschert. Dennoch sollte man beachten, dass Smoothies nicht gerade wenig Kalorien haben. Einige Drinks sind mit 480 Kalorien ein echtes Schwergewicht und müssten fast als Mahlzeitenersatz bewertet werden.
Da Smoothies im Schnitt drei bis fünf Euro kosten, zählen sie auch nicht gerade zu den preiswerteren Lebensmitteln.
Deutlich billiger kommen Sie davon, wenn Sie Smoothies zu Hause selbst zubereiten.
Dazu brauchen Sie eine angemessen große Küchenmaschine oder Mixer. Kombinieren Sie je eine Frucht, eine Flüssigkeit, einen Süßungsstoff und ein Gewürz von der folgenden Aufzählung. Dann erhalten Sie einen Smoothie mit ca. 230 Kalorien.
Früchte: Mango, Banane, Erdbeeren, Pfirsiche, Ananas
Flüssigkeit: Fettarmer Yoghurt, Buttermilch, entrahmte Milch, Sojamilch
Süßungsstoffe: Honig, Ahornsirup, Zuckeraustauchstoff
Gewürze: Zimt, Muskat, Ingwer
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