20. Dezember 2007
Von R. Bachmann
Wir verstehen unter Kakao meist das fertige Getränk. Zunächst ist Kakao aber der Samen des Kakaobaumes, die Kakaobohnen. Kakao dient zur Gewinnung des Kakaopulvers, um Kakaogetränke herzustellen, ist aber auch unverzichtbar zur Schokoladenherstellung.

Kakao wird in den Ländern um den Äquator angebaut, da die Pflanze ein warm-feuchtes Klima benötigt. Die Geschichte des Kakaos geht bis 1200 vor Christus zurück, bei den Mayas waren Kakaobohnen ein Zeichen von Reichtum und zeitweise waren sie sogar ein Zahlungsmittel. Die Kakaobohnen werden nach einem Verfahren, dass sich bis heute nur unwesentlich von dem der Azteken unterscheidet, fermentiert und getrocknet. Normalerweise werden die Bohnen dann verschifft und in die Schokoladenfabriken nach Europa und Amerika geliefert. Die wenigsten Bohnen werden im Anbauland weiterverarbeitet.
In den Schokoladenfabriken werden die Kakaobohnen weiterverarbeitet zu Kakaopulver, Instantpulver zur Herstellung von kalten und warmen Kakaogetränken und natürlich zu Schokolade.
Um ein Kakaogetränk herzustellen wird heute meistens Instantpulver verwendet. Das Pulver ist bereits fertig gesüßt und löst sich in kalter und warmer Milch recht gut auf. Das reine Kakaopulver muss erst angerührt und dann in heiße Milch eingerührt werden. Heute wird reines Kakaopulver meistens verwandt für Kuchen und Soßen.
Kakao enthält viele wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, die in letzter Zeit dazu beigetragen haben den Ruf von Schokolade deutlich zu bessern. So geht man davon aus, dass die enthaltenen Flavonoide die Gefäßwände elastisch halten und somit einem Infarkt entgegenwirken. Weiterhin sind Polyphenole enthalten, die eine antioxidative Wirkung haben. Somit kann Kakao auch dazu beitragen, das LDL, das schlechte Cholesterin, zu bremsen. Mal ganz davon abgesehen, dass Schokolade den Serotoninspiegel ansteigen lässt und von daher glücklich macht.
Beim kaufen von Schokolade und Kakao sollte man unbedingt auf das fair trade Siegel achten. In den Ländern in denen Kakao angebaut wird sind die Löhne normalerweise weit unter dem Existenzminimum und auch oft mit Kinderarbeit verbunden, bis hin zu Kinderhandel und Sklaverei in Westafrika.
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