Von der Kakaobohne zum Kakaogetränk und zur Schokolade

Glastasse mit Kakao, lächelnde frau hält sie auf Höhe des Mundes

Kakaobohnen werden vor allem in Südamerika und Afrika angebaut

Wir verstehen unter Kakao meist das fertige Getränk. Zunächst ist Kakao aber der Samen des Kakaobaumes, die Kakaobohnen. Kakao dient zur Gewinnung des Kakaopulvers, um Kakaogetränke herzustellen, ist aber auch unverzichtbar zur Schokoladenherstellung.

Wie und wo wächst Kakao?

Schokolade wird aus den Früchten des Kakaobaumes gemacht, die einerseits an den Ästen und andererseits am Stamm der großen Kakaobäume wachsen. Je nach Sorte sind sie unterschiedlich gefärbt und erstrahlen in sattem Gelb und Orange oder auch in violett.

Kakao wird in den Ländern um den Äquator angebaut, da die Pflanze ein warm-feuchtes Klima benötigt. Die meisten Kakaobäume wachsen in

Die Geschichte des Kakaos geht bis 1200 vor Christus zurück; bei den Mayas waren Kakaobohnen ein Zeichen von Reichtum und zeitweise sogar ein Zahlungsmittel.

Der weite Weg bis zur Schokolade

Reife Kakaobohnen werden per Messer vom Baum getrennt. Wenn man die einzelnen Früchte öffnet, sieht man im Inneren bis zu 60 Kakaobohnen, die eigentlich die Samen des Kakaobaums sind.

Sie werden von der so genannten Fruchtpulpe umgeben, welche sehr süß schmeckt. Kakaobohnen und Pulpe werden aus den Früchten gelöst und in kleine Trockenkästen gegeben. Nun findet die Fermentation statt. Der enthaltene Zucker gärt und im Laufe der Zeit entsteht der typische Kakao-Geschmack.

Weiterverarbeitet werden die Kakaobohnen meist nicht im Produktionsland, sondern in Deutschland und anderen Ländern.

Schokoladenproduktion

In den Schokoladenfabriken werden die Kakaobohnen zu

  • Kakaopulver
  • Instantpulver zur Herstellung von kalten und warmen Kakaogetränken und natürlich zu
  • Schokolade.

weiterverarbeitet.

Herstellung von Schokolade

Zur Herstellung von Schokolade benötigt man

  • Kakaomasse und
  • Kakaobutter.

Beides wird aus den Kakaobohnen gewonnen. Sobald die Bohnen in den Verbraucherländern ankommen, werden sie erst einmal maschinell gereinigt und von der Schale befreit. Anschließend werden die Bohnen in Kakaomühlen zermahlen. Dabei entsteht ein dickflüssiger Brei.

Presst man diesen Brei, so kommt die wertvolle Kakaobutter zum Vorschein. Was vom Pressen übrig bleibt, nennt man Presskuchen. Dieser harte Presskuchen wird anschließend zu feinem Kakaopulver gemahlen.

Je nach Rezept und Sorte werden Kakaomasse, Kakaobutter, Zucker und andere Zutaten vermengt. Für Milchschokolade kommen typischerweise Milchpulver und Sahnepulver hinzu. Durch langes Rühren der Schokoladenmasse entsteht schließlich zart schmelzende Schokolade.

Damit die Schokolade so aussieht, wie wir es gewohnt sind, wird sie in Formen abgefüllt und darf anschließend abkühlen. Nach dem Abkühlen wird die glänzende und herrlich schmeckende Schokolade aus der Form gelöst, verpackt und verkauft.

Mittlerweile gibt es neben Milch- und Zartbitterschokolade noch unzählige andere Sorten, die sich bei uns größter Beliebtheit erfreuen. Derzeit sind vor allem gewagte Sorten mit außergewöhnlichen Zutaten der Renner.

Herstellung von Kakao

Um ein Kakaogetränk herzustellen, wird heute meistens Instantpulver verwendet. Das Pulver ist bereits fertig gesüßt und löst sich in kalter und warmer Milch recht gut auf. Das reine Kakaopulver muss erst angerührt und dann in heiße Milch eingerührt werden. Heute wird reines Kakaopulver meistens für Kuchen und Soßen verwendet.

Kakao - nicht nur etwas für Willy Wonka

Kakao enthält viele wichtige sekundäre Pflanzenstoffe, die in letzter Zeit dazu beigetragen haben, den Ruf von Schokolade deutlich zu bessern. So geht man davon aus, dass die enthaltenen Flavonoide

Weiterhin sind Polyphenole enthalten, die eine antioxidative Wirkung haben. Somit kann Kakao auch

mal ganz davon abgesehen, dass Schokolade

Beim Kaufen von Schokolade und Kakao sollte man unbedingt auf das "fair trade" Siegel achten. In den Ländern, in denen Kakao angebaut wird, sind die Löhne normalerweise weit unter dem Existenzminimum und auch oft mit Kinderarbeit verbunden, bis hin zu Kinderhandel und Sklaverei in Westafrika.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: cioccolata © olly - www.fotolia.de

Autor:

R. Bachmann - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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