Der perfekte Filterkaffee - Hinweise zur richtigen Dosierung des Kaffeepulvers

Nahaufnahme grüne Tasse Kaffee mit pinker Blüte

Die richtige Dosierung des Kaffeepulvers ist entscheidend für den einmaligen Geschmack des Heißgetränks

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  • von Paradisi-Redaktion

Filterkaffee ist eine von mehreren Zubereitungsarten des Kaffees. Im Gegensatz zum Direktaufguss auf den gemahlenen Kaffee wird beim Filterkaffee tropfenweise heißes Wasser auf das Kaffeepulver gegossen, das sich in einer Filtertüte befindet. Das mit dem Kaffeepulver versetzte Wasser fließt als Filterkaffee durch den Filter hindurch in die darunter befindliche Kaffeekanne.

Der Unterschied zwischen Bohnenkaffee und Ersatzkaffee

Der Kaffee ist seit jeher ein ebenso anregendes wie beliebtes Heißgetränk. Seine Grundlage sind die koffeinhaltigen Kaffeebohnen, die geröstet und gemahlen werden. Umgangssprachlich wird dieser koffeinhaltige Kaffee auch als Bohnenkaffee bezeichnet. Damit wird auf die Kaffeebohne als das Ursprungsprodukt abgehoben.

Das Gegenteil davon ist der sogenannte Ersatzkaffee als eine Mischung aus unterschiedlichen Getreidesorten. Er enthält kein Koffein und wird regional auch Muckefuck, Getreidekaffee oder Landkaffee genannt.

Er ist ein Heißgetränk für Kinder, die an einer Kaffeetafel der Erwachsenen teilnehmen. Sie möchten auch gerne eine Tasse schwarzen heißen Kaffee trinken, wobei die Erzieher absichtlich den anregenden Koffeingehalt ausklammern. Die Kleinen kennen den Unterschied (noch) nicht und erfreuen sich an ihrer Tasse frischen Kaffee.

Erfindung des Filterkaffees

Erfinderin des Kaffeefilters und umgekehrt auch des Filterkaffees ist Auguste Amalie Melitta Bentz geborene Liebscher. Sie wurde im Januar 1873 in Dresden geboren. Als Hausfrau und Mutter versuchte sie, bei der Kaffeezubereitung den bis dahin üblichen Kaffeesatz in der Kaffeekanne zu vermeiden.

Das Ergebnis ihrer Experimente mit Löschblättern in einem Messingtopf war der Vorgänger des heutigen Kaffeefilters. Im Juni 1908 erhielt ihre Erfindung vom kaiserlichen Patentamt einen Gebrauchsmusterschutz, und ein halbes Jahr später wurde das Unternehmen Melitta in das Handelsregister eingetragen.

Heutzutage ist die Melitta Unternehmensgruppe Bentz KG ein weltweit verbreitetes und namhaftes Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern. Melitta Kaffeefilter sind jedem Kaffeeliebhaber ein gängiger Begriff.

Dosierung des Kaffeepulvers

Damit der gefilterte Kaffee den buchstäblich richtigen Geschmack erhält, muss das Kaffeepulver dementsprechend dosiert sein. Etwa sechzig Gramm gemahlener Kaffee entsprechen einem Liter Filterkaffee.

Handgefilterte Variante

Wenn der Filterkaffee handgefiltert wird, dann ist die Füllmenge der Kaffeekanne entscheidend, in die der gefilterte Kaffee hineinfließt. Für eine 0,75-Liter-Kanne sind also maximal fünfzig Gramm Kaffeepulver ausreichend. Bei einer höheren Menge wird der Kaffe, wie es heißt, zu stark, und umgekehrt bleibt er eher wässrig.

Kaffeemaschine

Kaffee kann sowohl manuell, also von Hand, als auch maschinell gefiltert werden. Der Filtervorgang als solcher ist in beiden Fällen derselbe. Die bekannten Kaffeemaschinen sind mit einem Durchlauferhitzer ausgestattet.

Im Gegensatz zum manuellen Kaffee filtern bei einer Wassertemperatur ab neunzig Grad Celsius reicht die Temperatur beim maschinellen Kaffeefiltern von achtzig Grad Celsius bis deutlich über den Siedepunkt. Kaffeemaschinen sind mit einer Warmhalteplatte versehen, die den gefilterten Kaffee bei einer gleichbleibenden Temperatur warmhält.

Der Aufguss, also das Wasser, darf während des Filtervorganges perlen, jedoch nicht sprudeln. Das ist der Unterschied zu einem Heißwassergerät, mit dem Wasser siedend heiß gekocht wird.

Qualität ist entscheidend

Doch für den Kaffeegeschmack ist nicht nur die Quantität, sondern auch und in erster Linie die Qualität des Kaffeepulvers mitentscheidend. Die Kaffeebohnen sollten erst kurz vor dem Filtervorgang zu Pulver vermahlen werden.

Durch das Kaffeemahlen verflüchtigt sich das Kaffeearoma. Das bleibt also umso länger erhalten, je kürzer der Zeitabstand zwischen Mahlvorgang und Kaffeefiltern ist. Vor diesem Hintergrund sollte auf den Kauf von abgepacktem Kaffeepulver verzichtet werden.

Frischer Kaffee zum Kuchen

Für den Kaffeeliebhaber geht bei einer Kaffeetafel am Samstag- oder Sonntagnachmittag nichts über einen frisch gefilterten Kaffee - den frischgebrühten Kaffee aus früheren Jahrzehnten. Der Bohnenkaffee eines der namhaften Anbieter wird in Bohnenform frisch aus der Vakuumverpackung entnommen und mit der manuellen, wahlweise auch maschinellen Kaffeemühle gemahlen.

Direkt danach wird das Kaffeepulver in den Kaffeefilter ein-, und dann das brühend heiße Wasser aufgefüllt. In die unter dem Kaffeefilter befindliche Kaffeekanne tropft der frische Bohnenkaffee. Er wird heiß serviert, und in den nächsten ein, zwei Stunden wird bedarfsweise frischer Bohnenkaffee nachgefiltert.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: tasse kaffee © Hannes Eichinger - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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