Merkmale, Verwendung und Vorteile des Korkens

Eine weitere Variante zum Verschließen von Flaschen ist der Korken. Man verwendet ihn vor allem für Wein- und Sektflaschen.

Die Korken werden aus der Rinde der Korkeiche hergestellt

Bei einem Korken handelt es sich um einen elastischen Flaschenverschluss, der sowohl wasser- als auch gasdicht ist. Zur Anwendung kommt er in erster Linie für

  • Sektflaschen
  • Weinflaschen und
  • Obstbrandflaschen.

Geschichte

Der Korken kann auf eine lange Tradition zurückblicken. So benutzten schon die alten Griechen Korkpfropfen zum Verschließen ihrer Amphoren. Bis ins 17. Jahrhundert griff man jedoch eher auf Holzstopfen zurück, die in Öl eingetaucht und mit Hanf umwickelt wurden.

Als der französische Mönch Pierre Perignon (1638-1715) im Jahr 1680 die Unzuverlässigkeit der Holzstopfen bei längeren Transporten von Schaumweinflaschen feststellte, verwendete er stattdessen lieber Korkstopfen. Es dauerte nicht lange, bis diese Verschlussmethode auch von bekannten Champagnerherstellern übernommen wurde.

Bis der Korken als gängiger Verschluss von Wein- und Sektflaschen seinen Durchbruch erreichte, dauerte es jedoch noch bis 1890. Danach kam es zu einem erheblichen Aufschwung der Korkproduktion.

Merkmale

Die Herstellung eines Korkens erfolgt aus der Rinde der Korkeiche, die im Mittelmeerraum verbreitet ist. Erst wenn der Baum wenigstens 25 Jahre alt ist, lässt sich seine Rinde ernten.

Schälungen finden in der Regel alle neun bis zehn Jahre statt.

  • Pro Hektar Baumbestand erntet man durchschnittlich ca. 150 Kilogramm Kork.

Größter Korkenproduzent der Welt ist Portugal.

Ablauf des Verkorkens

Das Verkorken der Flaschen führen die Hersteller maschinell durch.

  • Dabei wird der Korken zunächst mit einer konischen Presse zusammengedrückt.

Auf diese Weise erhält er einen Durchmesser, der etwas unter dem Durchmesser des Flaschenhalses liegt.

  • Danach bringt man ihn mit hoher Geschwindigkeit in den Flaschenhals ein.
  • Nach dem Wegfallen des Pressdrucks kommt es zur Ausdehnung des Korkens, der sich an die Innenseite des Flaschenhalses presst.

Sektkorken werden zusätzlich mit einer Agraffe befestigt. Im Durchschnitt erreicht ein Korken eine Länge zwischen 38 und 60 Millimetern. Um die Flasche zu öffnen und den Korken zu entfernen, ist der Einsatz eines Korkenziehers erforderlich.

Nachteile

Naturkorken haben gegenüber anderen Flaschenverschlüssen einige Nachteile.

  • So kann Naturkork beim Öffnen der Flasche leicht brechen.
  • Außerdem besteht das Risiko, dass es beim Wein zu Korkgeschmack kommt.

Das heißt, dass der Wein einen bitteren Geschmack aufweist und muffig riecht. Verantwortlich dafür sind Trichloranisol-Spuren. Dieses Problem kann sowohl bei Presskorken als auch bei hochwertigen Naturkorken vorkommen.

Aus diesem Grund versehen immer mehr Weinhersteller ihre Flaschen mit leicht zu handhabenden Drehverschlüssen. Darüber hinaus sind Drehverschlüsse, Kronkorken oder Stopfen aus Kunststoff kostengünstiger für die Hersteller.

Die alternativen Verschlüsse sind unter Weinliebhabern allerdings umstritten. So gelten Weine, die mit Korken verschlossen werden, als hochwertiger als Weine mit Schraubverschlüssen.

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