Eistee, Früchtetee und Säfte - Säureattacke auf sensible Kinderzähne

Babys saugen liebend gerne an Nuckelflaschen, die mit Säften oder Eistee befüllt sind, doch viele Getränke enthalten Zitronensäure, die Kinderzähnen schadet. Viele Teesorten und Säfte sind für Säuglinge und Kleinkinder ungeeignet, denn sie bergen die Gefahr, dass Zähne brechen oder sich sogar auflösen.

Zahnmediziner schlagen Alarm: Die in vielen Getränken enthaltene Zitronensäure E 330 greift die Zahngesundheit an

Saure Trinkbomben schädigen Zahnsubstanz

Der enthaltene Zucker in Säften oder Eistee ist nicht das einzige Problem für Kinderzähne, sondern die enthaltene Zitronensäure macht aus den Getränken saure Trinkbomben, die die Zahnsubstanz nachhaltig schädigen.

Zum Beispiel ist Eistee oft mit Schwarztee vermengt, der zu Verfärbungen auf der Zahnoberfläche führt. Auch das Koffein in Schwarzem Tee ist für Babys und Kleinkinder nicht empfehlenswert, da es Schlafstörungen auslösen kann.

Eistee wird mit Zitronensäure versetzt. Wie stark diese Säure ist, zeigt die Nutzung zum Entkalken von Heißwassergeräten. Untersuchungen haben ergeben, dass fast alle Eistees bis zu 2.500 Milligramm der Säure E 330 enthalten.

Zudem enthält Eistee hohe Dosen an Fluorid. Der Mineralstoff dient eigentlich der Zahnhärtung, doch große Fluoridmengen können die sich bildenden Zähne im Kiefer von Säuglingen angreifen. Im schlimmsten Fall verändert sich die Zahnform durch Risse und Splitterungen im Zahnschmelz.

Auch Früchtetees wie Himbeere oder Pfirsich greifen den Zahnschmelz an und sind laut Studien weitaus schädlicher als Orangensaft.

Hohes Risiko für Nuckelflaschen-Karies

Das ständige Nuckeln an der Flasche kann für Kinderzähne äußerst schädlich sein. Süße und säurehaltige Getränke in der Babyflasche sind häufig Auslöser für die "Nuckelflaschen-Karies". Eine besonders zerstörerische Kariesart, die sehr schmerzhaft sein kann und eine ernsthafte Gefahr für die Zahngesundheit im Kleinkindalter ist. Eltern sollten möglichst überhaupt keine Getränke wie Eistee, Säfte oder Früchtetees in Nuckelflaschen reichen.

Flaschen mit Sauger eignen sich generell nicht zum Dauernuckeln, sondern nur für den kurzfristigen Einsatz zum Durstlöschen. Durch ständiges Saugen an der Babyflasche kommen die Kinderzähne pausenlos mit Zitronensäure in Kontakt, wodurch der säureneutralisierende Speichel die Zähne nicht erreichen kann.

Tipps, die eine Gewöhnung an die Nuckelflasche verhindern:

  • Kinder so früh wie möglich zum Trinken aus einer Tasse oder einem Becher animieren
  • Von Anfang an ungesüßte Getränke wie stilles Wasser sowie zucker- und säurefreie Teesorten reichen
  • Dem Kind Babyflaschen nur zu bestimmten Mahlzeiten geben, um Dauernuckeln zu verhindern
  • Nuckelflaschen nicht als Beruhigungsmittel zum Schlafen nutzen
  • Spätestens ab dem zweiten Lebensjahr sollten Kinder nicht mehr aus Saugflaschen trinken
  • Auch keine verdünnten Eistees und Fruchtsäfte in Babyflaschen füllen

Geeignete Durstlöscher für die Kleinen

Gerade in den Sommermonaten ist es nötig, Babys und Kleinkinder mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Als Durstlöscher eignet sich trägerstofffreier Fencheltee, der besonders gründliche Qualitätskontrollen durchläuft. Reine Fenchel-Konzentrate können etwa zweimal am Tag in einer Nuckelflasche gereicht werden, allerdings nicht mehr als 200 ml pro Füllung.

Fruchtsäfte, Eistee und Saftschorlen führen schnell zu einem übermäßigen Verlangen nach Süßem. Je eher Kinder an ungesüßte Kräutertees oder Wasser ohne Kohlensäure gewöhnt werden, desto einfacher ist die Umstellung. Ältere Babys lassen sich nicht so schnell überzeugen, wenn sie vorher viel Eistee und Fruchtsaft getrunken haben.

Die Dosierung von Getränken und die Verabreichungshäufigkeit spielt eine wesentliche Rolle. Dauernuckeln ist jedoch immer zahnschädlich - gleich, ob es sich um Saft, Tee oder Milch handelt. Kinder sollten so früh wie möglich lernen, Flüssigkeit über eine Trinklerntasse aufzunehmen.

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  • baby girl with bottle © Jaimie Duplass - www.fotolia.de

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