Wissenswertes zum Cognac - Geschichte, Herstellung und Verwendung im Cocktail

Nahaufnahme Glas mit Whiskey und Eiswürfeln

Die verwendeten Rebsorten müssen aus bestimmten Regionen Frankreichs stammen

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Bei Cognac handelt es sich um eine bekannte Spirituose aus Frankreich. Aufgrund des intensiven Geschmacks nutzen ihn viele Menschen auch als Zutat für einen Cocktail.

Geschichte

Die Geschichte des Cognac ist eng verbunden mit der Geschichte des Weines und Weinbrands in Frankreich. So begannen die Franzosen bereits im Mittelalter mit der Herstellung verschiedener Weinbrände. Auf diesem Gebiet verfügte man zudem über breit gefächerte Kenntnisse, welche für den Weinanbau und die Verarbeitung derartiger Getränke relevant waren.

Der Versuch, Wein auf Schiffen länger haltbar zu machen

Der Grund für die Herstellung der ersten Weinbrände war dabei die Schifffahrt. Da Wein eine relativ kurze Haltbarkeit aufwies und die Matrosen und Exportländer trotzdem nicht auf dieses Genussmittel verzichten wollten, begann man im 15. Jahrhundert damit, Wein zu destillieren.

Bereits in den folgenden Jahrzehnten stellte man dabei fest, dass die Lagerung des Destillats in Holzfässern dessen geschmackliche Qualität entscheidend verbessert. Die erste Produktion von Cognac ließ dann bis zum Jahre 1715 auf sich warten, in welchem der Hersteller Martell zum ersten Mal dieses Kultgetränk produzierte und vertrieb.

Festlegung bestimmter Kriterien

Gesetzlich verankert war das Getränk Cognac damals aber noch nicht. Dies geschah erst im Jahre 1909. So wurden nun Grenzen des Cognac-Gebietes und dessen genauer Produktionsprozess festgelegt. Von da an durfte kein Weinbrand als Cognac bezeichnet werden, welcher diese Kriterien nicht erfüllte. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Cognac in ganz Europa stetig beliebter und wird heutzutage fast weltweit exportiert.

Herstellung und Verarbeitung

Cognac ist ein klassischer Weinbrand, bei dessen Herstellungsprozess es nichtsdestotrotz einiges zu beachten gilt. Doch worin liegen die Feinheiten in der Produktion eines Cognacs, welche diesen so besonders machen?

Anbau der Reben

Zunächst einmal dürfen die Reben, welche für die Herstellung des Cognacs herangezogen werden, nur aus einer Reihe von Gebieten in Frankreich stammen, welche, wie bereits erwähnt, im Jahre 1909 festgelegt wurden.

Namentlich handelt es sich hierbei um die

  • Bois Ordinaires
  • Bons Bois
  • Fins Bois
  • Borderies
  • Petite Champagne und
  • Grande Champagne.

Hinsichtlich der Rebsorten wird dabei vor allem Trebbiano angebaut. Die restlichen 10 Prozent der Anbaufläche teilen sich der Folle Blanche und der Colombard.

Verarbeitung

Aus diesen Rebsorten wird daraufhin zunächst ein gewöhnlicher Wein mit etwa 8 Prozent Alkoholgehalt gewonnen. Dieses Getränk bildet daraufhin die Grundmasse für den weiteren Verarbeitungsprozess.

Dabei wird der Wein zunächst in eine Brennblase gegeben, welche etwa 3000 Liter fassen und in welchen die erste Destillation des Weines erfolgt. Dabei ist zu beachten, dass trotz der 3000 Liter Fassungsvermögen nur circa 2400 Liter Wein in die Brennblase gefüllt werden. So wird ein Überschäumen im Zuge der hitzebedingten Ausdehnung des Weines verhindert.

Nach der ersten Destillation wird der Wein in der Brennblase belassen, um diesen Vorgang nach einem Tag noch einmal zu wiederholen. Während dieser Erhitzungsprozesse wird der verdampfende Alkohol in einem kühlen Rohrsystem aufgefangen und gesammelt.

Während beim ersten Destillationsprozess lediglich ein trüber Rohbrand mit circa 30% Alkoholanteil aufgefangen werden kann, handelt es sich beim zweiten Durchgang schon um den wasserklaren Feinbrand, für welchen ein Alkoholgehalt von über 60 Prozent charakteristisch ist. Die zurückbleibende Menge ist wiederum ungenießbar und wird dementsprechend nicht weiter verarbeitet.

Lagerung und Reifungsprozess

Der trübe Rohbrand und der wasserklare Feinbrand werden daraufhin vermengt und in Holzfässer gegeben. Dabei handelt es sich in der Regel um Eichenfässer, welche bis zu 300 Liter fassen können. Die Lagerdauer ist dabei je nach Hersteller unterschiedlich, wobei eine Reifezeit mindestens vier Jahre betragen muss.

Während des Reifeprozesses verdunstet natürlich auch ein Teil des Fassinhalts, wodurch es auch zu einer Reduktion des Alkoholanteils kommt. Die Hersteller gleichen den Flüssigkeitsverlust dieses so genannten Schwunds durch gezielte Zuckerwasserbeigaben aus. Letztlich wird der nun fertige Cognac den Fässern entnommen und in Flaschen abgefüllt.

Sorten

Der Cognac kann auf eine lange Geschichte und Tradition zurückblicken. Doch welche Hersteller haben sich im Laufe der zeit etabliert und bieten diese tatsächlich Cognacsorten an, welche sich merklich voneinander unterscheiden?

Insgesamt unterscheiden sich die Produkte der verschiedenen Handelshäuser nur geringfügig. Diese Differenzen sind primär auf die Lagerzeit und das Mischungsverhältnis der verwendeten Reben zurückzuführen. In diesem Zusammenhang sind

  • Courvoisier
  • Hennesy
  • Meukow und
  • Pitaud

als die größten Handelshäuser zu nennen. Erwähnenswert sind noch hochwertige Cognacvariationen, welche zu Preisen im 1.000 Euro-Bereich angeboten werden. Bei diesen handelt es sich um sonst klassische Cognacs, welche allerdings anteilig aus Destillaten bestehen, die bereits im 18. Jahrhundert verarbeitet und seitdem gelagert wurden.

Verwendung im Cocktail

Wem der Cognac zu intensiv schmeckt, der sollte einmal einen Cocktail mit Cognac probieren. Diese kann man ganz leicht zu Hause zubereiten und den Gästen oder auch sich selbst servieren.

Einfacher Cognac-Cocktail

Ein ganz besonders einfach zuzubereitender Cocktail entsteht aus Cognac und Mineralwasser. In ein schönes Cocktailglas gibt man

Dann kommt der Cognac hinzu, den man über den Rücken eines Löffels in das Glas laufen lässt. Fertig ist dieser Cocktail, bei dem der Cognac weniger intensiv schmeckt als beim puren Genuss.

Fruchtiger Cocktail mit Cognac

Zum Cognac-Geschmack passt auch sehr gut eine fruchtige Note. Dazu werden Cognac,

zusammen mit einigen Eiswürfeln im Shaker gemischt und dann in ein Cocktailglas gefüllt.

Cognac-Cocktail mit Sahne

Werden

und Cognac zusammen mit

  • zerkleinerten Eiswürfeln

gemixt, so gibt dies einen Cocktail, der nur wenig aufwändig ist, aber durchaus etwas hermacht. Perfekt wird dieser Cocktail, wenn man kurz vor dem Servieren noch

darüber streut.

Cocktail mit Cognac und Espresso

Wer sowohl Cognac als auch Espresso mag, der sollte diesen Cocktail einmal probieren: Zusammen mit mehreren Eiswürfeln werden Cognac,

  • Espresso
  • Kakaolikör
  • Sirup und
  • Zitronensaft

vermischt und der Cocktail mit einer Zitronenscheibe am Cocktailglas serviert. Der Phantasie sind beim Mixen von Cocktails keine Grenzen gesetzt. Cognac passt geschmacklich zu vielen unterschiedlichen alkohol- und nichtalkoholhaltigen Zutaten, so dass man immer wieder neue Cocktails mixen kann.

Gesundheitswert

Cognac ist ein Getränk, welches vor allem in Kneipen oder als Aperitif in Gaststätten serviert wird. Doch stellt der Konsum dieses Getränks nicht eine hohe gesundheitliche Gefahr dar?

Prinzipiell ist Cognac eine gewöhnliche Spirituose, welche aufgrund ihres Alkoholgehalts nur maßvoll und überlegt konsumiert werden sollte. Daneben wird diesem Weinbrand aber auch jener gesundheitlicher Vorteil zugeschrieben, welcher auch beim Weintrinken eine Rolle spielt.

So soll sich der regelmäßige Konsum kleiner Mengen positiv auf das Herz- Kreislaufsystem auswirken. Studien konnten nachweisen, dass es tatsächlich zu einer Art Reinigungsprozess innerhalb des Gefäßsystems kommt. Von einem täglichen Konsum über 0,2 cl ist allerdings dennoch abzuraten.

Grundinformationen zu Cognac

  • Wissenswertes zum Cognac - Geschichte, Herstellung und Verwendung im Cocktail

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Kategorien:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: whiskey © Mor Arditi - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema