Wissenswertes über Beerensaft - Herstellung, Sorten und Inhaltsstoffe

Beerensaft ist ein natürliches Getränk. Bei der ersten nachgewiesenen Produktion von Beerensaft kam es zu einem Einsatz von Holunder. Die Säfte sind prinzipiell auch relativ einfach selbst herzustellen.

Zu den beliebten Beerensorten zählen z.B. Goji-Beeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren sowie Holunder

Geschichte

Der Beginn des Einsatzes von Beeren zur Getränkeherstellung kann nicht genau datiert werden. Jedoch lassen bereits prähistorische Funde auf eine solche Nutzung schließen, da in deren direktem Umfeld oftmals auf Holundersamen gestoßen werden konnte.

Aber auch in den Jahrhunderten nach Christi Geburt spielten Beerensäfte eine wichtige Rolle. So stellten diese eine alkoholfreie Variante zum Wein dar und genossen so in manchen Gesellschaftsschichten einen besseren Ruf.

Großer Vorteil: die einfache Produktion

Daneben sorgte aber auch deren einfache Produktion dafür, dass diese auch in bäuerlichen Ständen produziert und konsumiert werden konnten. Heutzutage spielen Beerensäfte vor allem im Zuge der Wellness Bewegung eine zentrale Rolle. So werden diese selbst heute noch oftmals selbst hergestellt, wenngleich oftmals vorgefertigte Zugaben im Handel für spezielle Geschmacksvarianten sorgen.

Herstellung

Der Saft wird natürlich auch industriell hergestellt. Bei dieser Form werden große Mengen an Beeren gepresst, von etwaigen Kernen befreit und daraufhin mit Wasser und weiteren Beigaben vermengt. Daneben können aber auch Privathaushalte ihren eigenen Beerensaft herstellen.

Saftherstellung mithilfe eines Entsafters

Heutzutage bietet sich für die Saftgewinnung einerseits der so genannte Dampfentsafter an. Bei diesem wird, in der Regel unter dem Einsatz von Über- oder Unterdruck, der Saft gewonnen und daraufhin auch pasteurisiert. Das Ganze muss dann letztlich bloß noch abgefüllt werden.

Saftherstellung mithilfe eines Safttuchs

Daneben kann der Saft aber auch klassisch mit einem Safttuch gewonnen werden. Bei diesem werden die Beeren erhitzt und zerstampft, wobei diese letztlich gegen das Safttuch gepresst werden. Hierauf tritt ausschließlich der Beerensaft durch das Safttuch und kann mit einem Behälter aufgefangen werden. Dem Ganzen können daraufhin noch weitere Zutaten beigemischt werden, sodass das Endprodukt beispielsweise durch die Beigabe von Zucker süßlicher schmeckt.

Letztlich muss der Saft lediglich noch abgefüllt und fest verschlossen werden. Letzteres ist von Bedeutung, da es ansonsten zu einer starken Reduktion der Haltbarkeit des Endproduktes käme.

Beliebte Beerensorten und deren Gesundheitswert

Bei der ersten nachgewiesenen Produktion von Beerensaft kam es zu einem Einsatz von Holunder. Neben diesem genießen zum einen

eine hohe Popularität bei den Herstellern und Konsumenten. Daneben werden aber auch häufig

zur Gewinnung von Beerensäften herangezogen.

Johannisbeeren

Schwarze Johannisbeeren sind sehr Vitamin C-reich, eignen sich für einen reinen schwarzen Johannisbeersaft jedoch aufgrund ihres intensiven Geschmackes eher weniger. Meist sind die schwarzen Johannisbeeren in einem gemischten Beerensaft enthalten. Ganz anders verhält es sich hingegen bei den roten Johannisbeeren, die sich gut zur Saftherstellung eignen, wenn sie richtig reif sind.

Die Beeren zeichen sich zudem durch eine hohe Konzentration an natürlichen Farbstoffen und Eisen aus. Daneben gilt aufgewärmter Johannisbeersaft auch

da diesem eine die Atemwege beruhigende Wirkung zugeschrieben wird. Insbesondere roter Johannisbeersaft soll zudem auch

Himbeeren, Holunder und Brombeeren

Himbeeren schmecken sehr aromatisch und runden - genauso wie auch der Holunder - den Geschmack von Beerensäften perfekt ab. Die Himbeeren kann man auch im eigenen Garten anpflanzen, ohne dabei einen grünen Daumen besitzen zu müssen. Vielen Menschen schmeckt der Brombeersaft sogar besser als die puren Früchte, da das Aroma der Brombeeren erst hier richtig zur Geltung kommt.

Himbeeren sorgen für einen hohen Rutin und Biotin Gehalt des Beerensaftes. Diese Nährstoffe sind vor allem bei der Zellbildung der Haut beteiligt und sollen somit auch

Daneben gilt Himbeersaft aufgrund des hohen Mineralgehaltes auch

Letztere können somit starke Mineralverluste, welche vor allem durch ein ausgeprägtes Schwitzen provoziert werden, schnell wieder ausgleichen.

Letztlich ist noch der klassische Holunder zu nennen. Dieser enthält auch eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralien.

In diesem Zusammenhang ist es allerdings noch erwähnenswert, dass dieser niemals in größeren Mengen konsumiert werden sollte. So sorgt dessen Bestandteil Sambunigrin in größeren Konzentrationen zu Übelkeitsgefühlen, welche insbesondere bei Kindern auch im Auftreten eines Brechreizes resultieren können. Im Falle des Holunderbeersaftes lautet die Devise deshalb Klasse statt Masse.

Goji-Beere

Goji-Beeren können frisch oder getrocknet pur gegessen oder auch als Saft getrunken werden. Bei uns erhält man den Goji-Saft sehr häufig in Bio-Qualität. Dies hat den Vorteil, dass der Saft nicht mit Pestiziden belastet ist, da die Früchte aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.

Meist wird der Saft sogar erst in Deutschland in Glasflaschen umgefüllt und dann an Reformhäuser, Apotheken und an den Internethandel verschickt.

Goji-Beerensaft in Bio-Qualität enthält in der Regel keine Konservierungsstoffe, dafür ist er allerdings auch nicht so lange haltbar wie entsprechend behandelte Säfte.

Der Saft enthält viel Vitamin C und

Besonders in der nasskalten Jahreszeit kann das regelmäßige Trinken des Goji-Beeren-Saftes dazu beitragen, dass man weniger krank oder schneller wieder gesund wird. Wenn man sich gesund ernähren möchte, so sollte man etwa 60 bis 90 ml Goji-Saft trinken bzw. verzehren. Ob man den Saft

  • mit dem Müsli mischt
  • zusammen mit anderen Säften trinkt oder
  • eine Schorle aus Wasser und Goji-Saft mixt,

ist jedem selbst überlassen. Der Saft aus reifen Goji-Beeren schmeckt also nicht nur sehr gut, er ist auch noch gesund und stärkt die Abwehrkräfte.

Beim Kauf sollte man außerdem darauf achten, ob der Beerensaft ausschließlich aus Goji-Beeren gepresst wurde oder ob noch andere Zutaten beigefügt wurden. Besonders gesund und aromatisch ist nur der reine Goji-Beerensaft.

Tipps zur Herstellung

Wer Beerensaft selbst herstellen möchte, benötigt dazu Beeren, die sauber gewaschen und reif sind. Sie sollten nach dem Pflücken sofort verarbeitet werden, da Beeren schnell verderben. In jedem Fall enthalten die Beerensäfte sehr viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Wer ungern Obst isst, kann guten Gewissens auf Beerensäfte zurückgreifen. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass ein Beerensaft mehr Kalorien enthält als das pure Obst.

Beim Kauf auf die Inhaltsstoffe achten

Gekaufter Beerensaft kann auch noch

enthalten. Hier sollte man die Inhaltsangaben genau durchlesen. Ob Zucker enthalten ist oder nicht, kann man auch durch die Angaben "mit Zucker" oder "gesüßt" erkennen. "Ohne Zuckerzusatz" hingegen garantiert dem Verbraucher, dass in dem Beerensaft wirklich nur der Fruchtzucker aus den Beeren enthalten ist.

Am gesündesten ist auch immer ein hundertprozentiger Fruchtsaft, da dieser keinerlei Wasser oder Zucker und auch keine Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe enthalten darf. Vorsicht hingegen ist beim Fruchtnektar oder einem Fruchtgetränk geboten, da hier der Beerensaft mit Wasser, Zucker und anderen Zusatzstoffen gemischt wird.

Wer den Beerensaft nicht pur trinken möchte, soll ihn lieber selbst zu Hause mit Wasser mischen. So ist der Saft wesentlich gesünder. Beim Genuss von Beerensäften sollte man trotzdem immer im Hinterkopf behalten, wie kalorienreich diese sind, auch wenn es sich um reine Fruchtsäfte handelt.

Bedenken sollte man jedoch auch, dass Beerensaft abführend wirken kann. Zu viel sollte man also nicht davon trinken, wenn man eine empfindliche Verdauung hat.

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