Die richtige Pflege für Babys Po

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  • von Paradisi-Redaktion
Baby in rosaner Kleidung liegt auf dem Rücken
baby girl © Slawomir Jastrzebski - www.fotolia.de

Frischluft und häufiger Windelwechsel gegen Windeldermatitis.

(pgk) Während der gesamten Wickelzeit ist der Po im wahrsten Sinne des Wortes Babys wunder Punkt. Kein Wunder – die zarte Haut ist den ganzen Tag unter Verschluss und bekommt keine Luft. So bildet sich in der weichen und dünnen Babyhaut schnell ein warmes, feuchtes Klima – selbst bei hochwertigen modernen Windeln. Keime und Krankheitserreger – Bakterien und Pilze, vor allem der Hefepilz Candida albicans – haben ein leichtes Spiel. Hinzu kommt, dass der Windelbereich unweigerlich mit ätzenden Substanzen, nämlich mit Stuhl, Urin und Seifenresten, in Berührung kommt. Die häufige Folge: Rötungen, Hautreizungen und Entzündungen, kurz Windeldermatitis.

Leichtere Formen, bei denen der kleine Po nur ein wenig gerötet ist, können Eltern mit wundheilungsfördernden und entzündungshemmenden Salben oder Cremes aus der Apotheke gut selbst behandeln. Sie sorgen – in Kombination mit viel Frischluft und häufigem Windelwechsel etwa alle zwei bis drei Stunden und natürlich nach jedem größeren Geschäft – dafür, dass die Reizung innerhalb weniger Tage wieder verschwindet. Als Grundlage haben sich Wundschutzpasten mit Dexpanthenol, Zink- oder Lebertranzusatz bewährt. Häufig eingesetzte Wirkstoffe sind zum Beispiel Nystatin und Clotrimazol. Creme nie zu dick auftragen, da sonst die Hautporen verstopfen. Beim Windelwechsel gilt: Den Po mit warmem Wasser waschen, keine Seife oder andere Badezusätze verwenden, denn sie entfetten die Haut, und am besten ohne Windeln "lufttrocknen", bevor das Kind neu gewickelt wird. Stoffwindeln haben sich als eine nicht sehr zielführende Alternative herausgestellt, im Gegenteil: Die Reibung des Stoffes trägt zur Entstehung oder Verschlimmerung von Windeldermatitis bei.

Bei schlechter Heilung, starker Entzündung, wenn die Haut schuppt, Pickelchen oder Ausschlag sogar offen sind und bluten, sollte der Kinderarzt aufgesucht werden. Dies ist auch wichtig, um schmerzhafte Folgeerkrankungen, wie beispielsweise Pilzinfektionen, Ekzeme oder bakterielle Entzündungen, zu vermeiden oder eventuelle Allergien zu erkennen.

So oft wie möglich sollte das Baby die Chance bekommen, ohne Windel zu strampeln. Denn frische Luft ist Balsam für den empfindlichen Po. Und nicht nur das: Unten ohne zu strampeln, zu krabbeln und zu spielen ist für den Nachwuchs ein herrliches Vergnügen.

Quellenangaben

  • DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
  • Bildnachweis: baby girl © Slawomir Jastrzebski - www.fotolia.de

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