Feuchtes Klima in der Windel - Pflegetipps für den Babypo

Babys Po ist die sensibelste Stelle am Körper und benötigt besondere Pflege

Baby in rosaner Kleidung liegt auf dem Rücken

Schmusezarte Babyhaut ist so weich wie ein Pfirsich. Die Haut ist so zart, weil sie noch ganz dünn ist. Besonders empfindlich ist Babys Po, denn in der Windelzeit gerät kaum Luft an die Haut, durch Feuchtigkeitsstau können Rötungen, Ausschlag und Entzündungen entstehen. Deshalb braucht der Babypo eine intensive Pflege.

Babyhaut fehlt die natürliche Hautschutzbarriere

Die weiche Haut von Babys ist erheblich dünner als bei Erwachsenen und hat noch keine natürliche Hautschutzbarriere. Die oberste Hornschicht ist empfindlich und durchlässig. Auf Kinderhaut befinden sich kleinere Hautzellen, die Feuchtigkeit noch nicht gut speichern können. Durch die größeren Lücken zwischen den noch lockeren Zellen können Bakterien leichter eindringen und sich ausbreiten. Während Erwachsenenhaut robuster ist und einen sauren pH-Wert von ungefähr 5,5 aufweist, liegt der pH-Wert von Babyhaut bei 7, und damit im neutralen Bereich.

Vor allem der Babypo ist durch das feuchtwarme Klima empfänglich für Keime, Pilze und andere Krankheitserreger, die wunde Hautstellen verursachen können. Der Babypopo kommt ständig mit Urin, Stuhl und Cremes in Berührung, wodurch ein regelrechtes Treibhausklima entsteht. Der mangelnde Luftaustausch trägt ebenfalls zur Bildung wunder Hautstellen bei. Es entstehen Rötungen und Entzündungen, die oft eine hartnäckige Windeldermatitis auslösen.

Reinigung und Pflege bei wunden Stellen

Ein wunder Babypo entsteht fast immer durch die Feuchtigkeit in Windeln oder Babyhöschen. Gerade der Kontakt mit ätzendem Urin kann auf zarter Kinderhaut einen Ausschlag verursachen. Daneben strapazieren die im Stuhl enthaltenen Enzyme und die Reibung mit dem Windelmaterial die weiche Kinderhaut. In der feuchtwarmen Windelzone finden Pilze und Keime den optimalen Nährboden zur Vermehrung.

Ein wunder Babypo zeigt sich durch Hautrötungen und Empfindlichkeit. Babys fühlen sich nicht wohl, schreien häufiger und weinen, wenn der Windelbereich gewaschen wird.

Die Haut am Babypo sollte nicht mit Seifen oder anderen Waschsubstanzen in Berührung kommen. Es genügt, die Windelzone mit warmem Wasser und einem Mulltuch zu reinigen. Effektiven Schutz bieten Wundsalben mit entzündungshemmenden Wirkstoffen, die beim Windelwechsel dünn aufgetragen werden. Inhaltsstoffe wie Dexpanthenol und Zinkoxid unterstützen den Heilungsprozess, lindern Rötungen und Juckreiz, bauen die Schutzfunktion der Haut auf und verhindern das weitere Austrocknen.

Die Verwendung von Feuchttüchern mit Duftstoffen ist für die Babypo-Reinigung nicht empfehlenswert. Neben Mulltüchern eignen sich auch weiche Papiertücher ohne Zusätze. Reinigungsmilch enthält häufig Alkohol, der wunde Haut zusätzlich reizt.

Auf ausreichende Luftzirkulation achten

Bei einem wunden Babypo ist eine ausreichende Luftzirkulation besonders wichtig. Auch die Lockerung der Windel bringt Linderung.

Wenn Babys schlafen, kann die Windel auch mal ganz weggelassen werden, stattdessen kann das Kleine auf einem Handtuch liegen. Dadurch trocknet die Babyhaut schneller, wodurch das Risiko für Infektionen durch Pilze eingedämmt wird. Windelfreiheit beim Krabbeln und Strampeln ist für Babys außerdem das reinste Vergnügen.

Pflegeprodukte

Alle Baby-Pflegeprodukte mit körperfremden Inhaltsstoffen belasten die Haut. Geeignet sind dermatologisch getestete Mittel ohne Farb- und Konservierungsstoffe, Weichmacher oder Parfümzusätze. Chemische Zusätze in Babypflege erhöhen zudem das Risiko für Allergien.

Medizinische Behandlung bei schlecht heilender Windeldermatitis

Heilt eine Windeldermatitis nicht aus, bilden sich Entzündungen und schuppige Hautstellen mit Ekzemen oder Pickeln, sollten Eltern einen Kinderarzt aufsuchen. Ein wunder Babypo mit offenen und blutigen Hautpartien muss behandelt werden, um Pilzinfektionen zu verhindern. Für die Kleinen ist eine stark ausgeprägte Windeldermatitis außerdem sehr schmerzhaft. Der Kinderarzt kann bei schweren Verläufen ein Antibiotikum verschreiben.

Nicht immer sind Kot, Urin oder Pflegeprodukte die Ursache für eine Windeldermatitis. Wenn Bakterien die Auslöser sind und sich Eiterbläschen, schorfige Hautstellen oder nässende Pusteln bilden, kann es sich um Windelsoor handeln, eine Infektion mit dem Hefepilz Candida albicans. In diesem Fall ist immer eine medizinische Behandlung nötig.

Normales Wundsein lässt sich dagegen mit der richtigen Reinigung und Pflege gut selbst in den Griff bekommen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: baby girl © Slawomir Jastrzebski - www.fotolia.de

Autor

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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