20. Dezember 2010
Den Babypopo zeichnet nicht nur seine sprichwörtliche Weichheit aus, sondern er ist - wie die gesamte Kinderhaut - sehr sensibel. Bei vielen Babys und Kleinkindern kommt es daher zu einer sogenannten Windeldermatitis.
Sieben von zehn Kindern leiden in ihren ersten 12 Lebensmonaten mindestens einmal an Windeldermatitis, also einer Entzündung der Haut im Windelbereich. Meist fängt die Entzündung mit einer recht harmlosen Rötung an, später können allerdings auch Blasen und Schwellungen hinzukommen. Wenn noch andere Erreger - zum Beispiel Pilze - im Spiel sind, können blutige und offene Stellen entstehen. Später beginnt die Haut, sich zu schuppen.
Für das betroffene Baby ist das natürlich schmerzhaft und unangenehm. Entsprechend ist es unruhiger als sonst, schläft nicht gut, weint und quengelt vermehrt. Wenn die Symptome nicht behandelt werden, kann die Entzündung sich verschlimmern und weiter ausbreiten.
Die Babyhaut ist noch sehr empfindlich und empfänglich für Entzündungen. Gerade der Po ist oft einer großen Belastung ausgeliefert, da Kot und Urin in der Windel die Haut aufquellen lassen und ihren ohnehin noch nicht stabilen Säureschutzmantel aufbrechen. Das feucht-warme Klima lässt Bakterien und Pilze gedeihen.
Um vorzubeugen, hat neben dem selbstverständlichen häufigen Windelwechsel auch die Hautpflege des Babys obere Priorität. Hier ist allerdings weniger manchmal mehr, denn wer sein Baby zu häufig wäscht, greift in die natürlichen Schutzmechanismen der Haut ein, kann die Haut reizen und verletzen. In den ersten Lebensmonaten ist ein sanftes Bad mit babygerechtem Waschgel dreimal die Woche ausreichend. Ebenso sollten die Cremes frei von Zusatzstoffen und abgestimmt auf die empfindliche Babyhaut sein.
Zu beachten ist außerdem, dass auch bei falscher Ernährung und häufigem Durchfall die Gefahr einer Windeldermatitis steigt.
Wenn es doch so weit gekommen ist, dass Babys Po rot ist und offensichtlich juckt, helfen spezielle Cremes, die gegen Pilze und Erreger wirken und gleichzeitig die Wundheilung der Haut fördern. Ein hoher Zinkanteil in der Salbe entzieht Hefepilzen nicht nur die Lebensgrundlage, sondern fördert auch die Selbstheilungskräfte der Haut und stoppt den Juckreiz. Entsprechende Salben erhält man rezeptfrei in der Apotheke.
Sollte die Symptomatik über eine Rötung hinausgehen, ist es allerdings empfehlenswert, einen Kinderarzt aufzusuchen.
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