26. Oktober 2009
Lange Zeit verursacht eine Schilddrüsenvergrößerung keine Beschwerden. Die Diagnose stellt der Hausarzt oder Internist.
Eine vergrößerte Schilddrüse ist mit bloßem Auge zu erkennen: Die Patienten haben einen verdickten Hals, einen so genannten Kropf. Erst wenn die Schilddrüse stark vergrößert ist, haben die Patienten das Gefühl, als hätten sie einen Kloß im Hals. Dadurch bestehen auch Beschwerden beim Schlucken. Einige Patienten haben durch die stark vergrößerte Schilddrüse auch das Gefühl, sie müssten ersticken. Wird die Schilddrüsenvergrößerung auch dann noch nicht behandelt, bemerken die Patienten ein unnormales Geräusch beim Einatmen.
Wenn ein Patient seinem Arzt diese Symptome schildert, fragt der Arzt nach den genauen Beschwerden und wie sich der Patient ernährt. Dabei ist für den Arzt wichtig, wie oft der Patient in der Woche Fisch ist und ob zum Kochen jodiertes Speisesalz verwendet wird.
Der Arzt tastet anschließend den Hals von außen ab und kann dabei meist den Kropf bereits ertasten. Dabei kann der Arzt auch feststellen, ob sich Knoten im Bereich der vergrößerten Schilddrüse gebildet haben. Für die Untersuchung steht der Arzt hinter dem Patienten. Im Rahmen des Abtastens bittet der Arzt den Patienten auch zu schlucken, so dass er dabei die Bewegung des Kehlkopfes zusammen mit der Schilddrüse ertasten kann. Auch der Umfang des Halses wird gemessen. Anschließend führt der Arzt eine allgemeine körperliche Untersuchung durch und untersucht die Schilddrüse durch Ultraschall. Auch hier kann diagnostiziert werden, wie groß die Schilddrüse ist und ob sich bereits Knoten gebildet haben.
Im Rahmen der Diagnostik einer Schilddrüsenvergrößerung wird auch eine Szintigrafie angefertigt. Dadurch kann der Arzt die genaue Form der Schilddrüsenerkrankung feststellen sowie Knoten (so genannte kalte und warme Knoten) erkennen.
Zusätzlich wird auch eine Blutuntersuchung durchgeführt und die Schilddrüsenwerte bestimmt. Dadurch kann der Arzt zum Beispiel feststellen, ob eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse vorliegt.
Teilweise sind weitere Untersuchungen notwendig, bis die Diagnose Schilddrüsenvergrößerung gestellt werden kann.
Wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, kann der Arzt die Struma in verschiedene Stadien einteilen. Dabei ist entscheidend, ob und wie die Schilddrüsenvergrößerung bereits am Hals zu sehen ist oder ertastet werden kann und ob der Patient bereits weitere Einschränkungen zum Beispiel beim Atmen hat.
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21.10.11 | |
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