18. August 2011
Das Pfeiffer'sche Drüsenfieber zählt zu der Gruppe der Herpesviren. Wer einmal mit dem sogenannten Epstein-Barr-Virus in Kontakt kommt, trägt ihn ein Leben lang in sich und das sind in etwa 95% der Bevölkerung, weiß Professor Barbara Gärtner von der Universitätsklinik des Saarlandes.
Ein Ausbruch des Pfeiffer'schen Drüsenfiebers äußert sich in der Regel in einer starken Schwellung der Lymphknoten im Hals-, Nacken- und Kieferbereich. Hinzu kommen Symptome wie Schluckbeschwerden, Halsschmerzen, Fieber und allgemeine Angeschlagenheit. Ob es sich tatsächlich um das Drüsenfieber handelt, kann allerdings erst eine Blutuntersuchung zweifelsfrei nachweisen. Eine wirksame medikamentöse Behandlung gibt es bislang nicht.
Meist werden die Beschwerden mit Hilfe von Antibiotika bekämpft, sodass die Infektion in der Regel nach spätestens zehn Tagen strikter Bettruhe abgeklungen ist. Wie Studien zeigen, erhöht eine Infektion mit dem Pfeiffer'schen Drüsenfieber auch das Risiko an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken. An einem wirksamen Imstoff gegen den Epstein-Barr-Virus wird derzeit eingehend geforscht.
Antibiotika gegen das Drüsenfieber einzusetzen, wird nicht viel bringen. Schließlich handelt es sich um ein Virus, nicht um Bakterien.
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