Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Viruserkrankung und wird durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht. Die Infektion kann über Speichelkontakt oder Tröpfcheninfektion erfolgen.
Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Viruserkrankung. Hervorgerufen wird es durch den Epstein-Barr-Virus, der zu den Herpesviren zählt. Infektionen mit dem Virus sind relativ häufig, allerdings bricht die Krankheit nicht immer aus. Bei Kindern unter 10 Jahren verläuft eine Erkrankung meist symptomfrei, ansonsten zeigen sich grippeähnliche Symptome sowie oftmals geschwollene Lymphdrüsen.
Gängige Übertragungsarten sind Tröpfchen- und Schmierinfektionen, also zum Beispiel Übertragungen durch Niesen, sowie durch das Berühren kürzlich vom Infizierten angefasster Gegenstände. Da Speichel den Hauptübertragungsweg darstellt, hat sich im Volksmund für das Pfeiffersche Drüsenfieber die Bezeichnung "Kusskrankheit" eingeprägt. Aufgrund der sehr allgemeinen, an Grippe oder Grippalen Infekt erinnernden Symptome, ist die Diagnose auf Pfeiffersches Drüsenfieber nicht ganz leicht zu stellen. Neben den genannten Anzeichen kann auch chronische Müdigkeit auf einen Ausbruch der Krankheit hinweisen.
Eine eindeutige Diagnose erfolgt durch Nachweis des Virus im Blut. Bei gewöhnlichem Verlauf bricht das Pfeiffersche Drüsenfieber nach einer Inkubationszeit von 7 - 30 Tagen aus, und klingt nach etwa 2 Wochen wieder ab. Neben hohem Fieber, Halsentzündungen und allgemeiner Schwäche, kann es zu Vergrößerungen der Leber oder auch der Milz kommen. Wurde die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt, kann es hierbei zu Komplikationen kommen.
Selten ist auch ein chronischer Verlauf des Pfeifferschen Drüsenfiebers zu beobachten. Wie bei allen Herpesviren ist eine Reaktivierung des Epstein-Barr-Virus möglich, die Krankheit verläuft dann in schwächerer Form. Normalerweise allerdings garantiert die einmalige Infektion eine lebenslange Immunität. Impfstoffe oder spezielle Medikamente existieren nicht.
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