23. Februar 2009
Morbus Crohn ist eine chronische Darmentzündung und äußert sich durch verschiedene Symptome. Die Diagnostik ist umfangreich.
Morbus Crohn ist eine Darmerkrankung und kann sowohl den Dünn- als auch den Dickdarm oder beide Darmabschnitte betreffen. Die Erkrankung äußert sich durch regelmäßigen Durchfall (mehrmals täglich) oder äußerst wässrigen Stuhlgang, Bauchkrämpfe (meist im rechten Unterbauch) und starke Gewichtsabnahme. Teilweise befindet sich auch Blut im Stuhlgang. Die Patienten fühlen sich durch die regelmäßigen Durchfälle ausgelaugt und müde und haben kaum Appetit. Teilweise besteht auch Fieber.
Die Diagnose stellt meist der Internist. Aus der Schilderung dieser Symptome hat der Arzt meist frühzeitig den Verdacht auf Morbus Crohn. Um seinen Diagnoseverdacht zu sichern, erfolgt eine körperliche Untersuchung. Auch eine Röntgenuntersuchung wird durchgeführt. Vor dieser Untersuchung wird dem Patienten ein Kontrastmittel gespritzt, um in der Röntgenaufnahme den Darm und mögliche Veränderungen gut sichtbar zu machen. Auch eine Ultraschalluntersuchung wird durchgeführt.
Zusätzlich erfolgt auch eine Coloskopie (Darmspiegelung). Dazu wird ein langes biegsames Endoskop in den Enddarm des Patienten eingeführt. Die Patienten erhalten vor dieser Untersuchung meist eine Beruhigungsspritze. Der Arzt schiebt das Endoskop bis zum Darm vor und führt eine feine dünne Zange ein, um Gewebeproben entnehmen zu können. Diese Proben werden anschließend histologisch untersucht.
Um auch den Magentrakt untersuchen zu können, wird meist ebenfalls eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durchgeführt. Hier wird ein biegsames Endoskop über den Mund durch die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Sollen Proben entnommen werden, führt der Arzt –wie auch bei der Darmspiegelung- eine dünne Zange über das Endoskop ein und entnimmt die benötigten Proben. Vor der Magenspiegelung erhält der Patient ein Spray, das den Rachen betäubt und so den Würgereiz hemmt. Oft wird zusätzlich auch noch eine Beruhigungsspritze verabreicht.
Da die Symptome auch für andere Erkrankungen sprechen könnten, finden noch eine Blutuntersuchung und eine Untersuchung des Stuhlgangs statt. Patienten mit Morbus Crohn haben zu viele weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und jedoch zu wenig Blutfarbstoff (Hämoglobin) im Blut.
Je nachdem, wo der genaue Sitz der Erkrankung ist, kann oftmals noch keine genaue Diagnose gestellt werden. Es muss erst der Krankheitsverlauf beobachtet werden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
23.01.12 | |
![]() | MORBUS CROHN |
21.01.12 | |
![]() | MORBUS CROHN |
13.01.12 | |
![]() | MORBUS CROHN |
![]() | MORBUS CROHN |
28.12.11 | |
![]() | MORBUS CROHN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Morbus Crohn Forum

