MCA - Merkmale, Normwerte und Bedeutung für die Krebsdiagnostik

Es gibt verschiedene Tumormarker, die teils für die Diagnose von spezifischen Krebserkrankungen wichtig sind. Liegen erhöhte MCA-Werte vor, so kann eine Brustkrebserkrankung vorliegen. Doch auch andere, darunter auch gutartige Erkrankungen, lassen den MCA-Spiegel senken. Die Abkürzung steht für Mucin-like cancer associated antigen. Lesen Sie alles Wissenswerte über den Tumormarker MCA.

Wissenswertes zum Mucin-like cancer associated antigen

Mucin-like cancer associated antigen (MCA) - Merkmale und Bedeutung als Tumormarker

Beim MCA (Mucin-like cancer associated antigen) handelt es sich um ein Glykoprotein, also eine Eiweiß-Kohlenhydrat-Verbindung. Das Kohlenhydratantigen ist hochmolekular und weist eine hohe Anzahl geladener Gruppen auf. Zu diesen zählen

  • Galaktose
  • Galaktosamin
  • Fukose und
  • N-Acetyl-sialinsäure.

Über Serin und Threonin sind sie an eine Proteinstruktur gebunden. Das Antigen liegt in wiederholter Form auf einer Polypeptidkette vor. Sein Erkennung erfolgt durch den monoklonaren Antikörper b-12.

Dieser Antikörper erkennt normales Gewebe von Niere und Brust. Außerdem werden Adenokarzinome und Mammakarzinome erkannt.

MCA wird zu den Tumormarkern gezählt. So hilft dessen Bestimmung bei der Überwachung einer Therapie sowie bei der Verlaufskontrolle von einigen Krebserkrankungen; die Werte sind in diesem Fall verändert bzw. erhöht. Ein höherer MCA-Spigel kann aber auch bei anderen, darunter auch gutartigen Erkrankungen gemessen werden.

Bestimmung: Wissenswertes zu MCA-Werten

MCA bestimmt man vor allen Dingen bei Brustkrebspatientinnen, um die Therapie und den Krankheitsverlauf zu kontrollieren. Dabei stehen MCA-Erhöhungen in Korrelation mit

  • der Masse des Tumors
  • Krebsstadium und
  • Lokalisation der Metastasen.

Es empfiehlt sich eine Bestimmung von CEA als Zweitmarker; zu dem Antigen CA 15-3 besteht keine Komplementarität. In den meisten Fällen bestimmt man den Wert aus dem Blutserum, doch auch Liquor, Bauchhöhlen- und Rippenfellflüssigkeit sind geeignet.

MCA-Normwerte

Der MCA-Normbereich liegt bei einem Erwachsenen bei 0 - 13 U/ml. Der empfohlene Referenzbereich im Serum liegt bei bis zu 15 kU pro Liter.

Erhöhte MCA-Werte - Mögliche Erkrankungen

Der MCA-Wert kann bei unterschiedlichen Krebsarten erhöht sein. Zu diesen zählen etwa

Hinzu kommen gutartige Brusterkrankungen, wie zum Beispiel gutartige Knoten, so genannte Fibroadenome. Und auch bei gutartigen Lebererkrankungen können die MCA-Werte erhöht sein. Zu diesen zählen die Leberzirrhose oder Hepatitis, also eine Leberentzündung.

Erniedrigte MCA-Werte - Mögliche Erkrankungen

Erniedrigte MCA-Werte haben keine medizinische Bedeutung. Kommt es während der Therapie einer Krebserkrankung zum Absinken der Werte, so spricht dies für eine erfolgreiche Behandlung.

Quellen:

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  • Christoph Wagener, Oliver Müller: Molekulare Onkologie: Entstehung, Progression, klinische Aspekte, Thieme Verlagsgruppe, 2009, ISBN 3131035137
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