Hyperhidrose Artikel

Schwitzen im Gesicht - Hyperhidrosis facialis

Unter Hyperhidrosis facialis versteht man übermäßiges Schwitzen im Gesicht. Diese Hyperhidrose-Form tritt oftmals zusammen mit Erythrophobie (Angst vor dem Erröten) auf.

Mann mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte pustet durch und wischt sich mit der Hand über die Stirn

Hyperhidrose ist ein medizinischer Sammelbegriff für übermäßiges Schwitzen. Es gibt unterschiedliche Formen von Hyperhidrose, zu denen auch die Hyperhidrosis facialis gehört.

Symptome der Hyperhidrose

Typisch für eine Hyperhidrose im Gesicht sind starke Schweißausbrüche auf der Nase, der Stirn, über den Lippen und in anderen Bereichen des Gesichts. Zum Schwitzen kommt es selbst dann, wenn gar kein Grund dafür vorhanden ist.

Eigentlich ist es ganz normal, wenn Menschen im Gesicht schwitzen. Vor allem bei ausgeprägten körperlichen Aktivitäten wie Sport schwitzt der gesamte Körper von Kopf bis Fuß. Dabei handelt es sich jedoch um einen natürlichen Vorgang des menschlichen Organismus. So wird als Reaktion auf die Anstrengung vom Gehirn der Befehl gegeben, den Körper durch das Schwitzen abzukühlen.

Schwitzt man allerdings schon bei geringer Anstrengung, kann dies ein Hinweis auf Hyperhidrosis facialis sein.

Symptome einer Erythrophobie

Schweißausbrüche im Gesicht sind den Betroffenen meist ziemlich peinlich, da sie zudem häufig auch noch im Gesicht erröten. Dieses Rotwerden bzw. die Angst davor, bezeichnet man in der Medizin als Erythrophobie.

Es ist ein Hinweis für eine übermäßige Aktivität des sympathischen Nervensystems. Dabei kommt es zu einem Erröten der Gesichtshaut, das von den Betroffenen nicht kontrolliert werden kann.

Darüber hinaus erwärmen sich bestimmte Partien des Gesichts. Auch Hitzewallungen sind im Bereich des Möglichen.

Das Rotwerden im Gesicht und die Hyperhidrosis facialis stehen eng miteinander in Zusammenhang, denn beide Erscheinungen erfolgen durch das sympathische Nervensystem. In den meisten Fällen machen sich Schweißausbrüche im Gesicht und Erröten erstmals im späten Teenager-Alter bemerkbar. Ausgelöst werden die Erscheinungen oftmals durch soziale Kontakte, wenn zum Beispiel der Betroffene mit jemandem redet und dabei aufgeregt ist.

Bei den meisten Menschen verschwindet das Problem von selbst, wenn sie älter werden. In manchen Fällen kommt es jedoch weiterhin beim Kontakt mit anderen Menschen zum Erröten und Schwitzen. Führt dies zu psychischen Problemen, ist es besser, professionelle Hilfe zu suchen.

Ursachen

Die Ursachen für Schwitzen im Gesicht und Erröten sind oft sehr verschieden. Auslöser können zum Beispiel mentale Probleme sein wie Angst, Nervosität oder Anspannung, emotionale Schwankungen wie Depressionen oder auch große Glücksgefühle sowie Probleme im zentralen Nervensystem.

Behandlung

Um sowohl die Hyperhidrosis facialis als auch die Erythrophobie wirkungsvoll behandeln zu können, ist es wichtig die genaue Ursache zu kennen. Treten die Erscheinungen immer nur dann auf, wenn man bestimmte Gefühle durchlebt, empfiehlt es sich einen Psychologen zu konsultieren, mit dem man über seine Emotionen sprechen kann.

Ist die Ursache körperlich, können verschiedene Cremes, die meist in Apotheken und Drogerien erhältlich sind, angewandt werden.

Außerdem gibt es diverse Therapien, mit denen sich starkes Schwitzen im Gesicht in den Griff bekommen lässt. Dazu gehören unter anderem Akupunktur bzw. Akupressur, eine Iontophorese oder eine medikamentöse Therapie mit Beruhigungsmitteln oder Beta-Blockern.

Bringen die konservativen Maßnahmen keine Besserung, kann auch ein operativer Eingriff vorgenommen werden, den man als Sympathektomie bezeichnet. Wegen der niedrigen Erfolgsaussichten und den möglichen unangenehmen Nebenwirkungen, wird dieses Verfahren bei einer Hyperhidrosis facialis jedoch nur noch selten durchgeführt.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: it's a hard job © bsilvia - www.fotolia.de

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