25. Oktober 2008
Von K. Schumann
Die Entzündung der Hornhaut des Auges wird medizinisch als Keratitis bezeichnet. Verursacht wird sie meist durch Bakterien.
Der Augapfel wird von der weißen Lederhaut (Sklera) umhüllt. Vorne geht die Sklera in die lichtdurchlässige Hornhaut über. Die Hornhaut spielt eine wichtige Rolle bei der Lichtbrechung und ist somit maßgeblich am Sehvorgang beteiligt.
Die Ursachen für eine Entzündung der Hornhaut sind vielfältig. In 90% der Fälle sind Bakterien für die Hornhautentzündung verantwortlich. Zu den häufigsten Erregern zählen hier Staphylococcus aureus und Streptokokken. Doch auch Viren (vor allem Herpes Viren), Pilze oder andere Erkrankungen wie HIV oder Diabetes mellitus können eine Keratitis verursachen. Die Erreger gelangen meist über kontaminierte Flüssigkeiten (z.B. im Schwimmbad) oder durch Fremdkörper ins Auge. Vor allem Kontaktlinsenträger sind durch das lange Tragen der Linsen oder durch ungenügende Pflege gefährdet. Kontaktlinsen benötigen spezielle Pflegemittel und dürfen keinesfalls mit Leitungswasser gespült werden. Leichte Hornhautentzündungen können auch durch eine Überanstrengung der Augen hervorgerufen werden.
Bei einer Hornhautentzündung vermindert sich das Sehvermögen. Die Lichtempfindlichkeit hingegen ist gesteigert. Die Hornhaut wirkt getrübt und die Bindehaut ist gereizt. Der Patient hat Schmerzen. Ist der Erreger tiefer eingedrungen kann es innerhalb weniger Stunden zu einer Geschwürbildung oder sogar einer Hornhautperforation kommen. Typisch für diese schwere Form der Hornhautentzündung ist eine sichtbare Eiteransammlung in der vorderen Augenkammer.
Beim geringsten Verdacht auf eine Hornhautentzündung sollte sofort ein Augenarzt aufgesucht werden. Dort wird das Auge mithilfe einer Spaltlampe untersucht. So können zum Beispiel Hornhauttrübungen oder -verletzungen festgestellt werden. Zur Erregerbestimmung werden Horn- und Bindehautabstriche genommen.
Je nach Erreger werden zur Therapie unterschiedliche Medikamente eingesetzt. Hornhautentzündungen können auch ohne Behandlung folgenlos abheilen. Bei einer nicht behandelten Hornhautentzündung besteht jedoch immer die Gefahr der Narbenbildung oder der Ablösung der Hornhaut. Die Folge wären ein eingeschränktes Sehvermögen oder sogar Blindheit.
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26.09.11 | |
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