28. April 2009
Von Viola Reinhardt
Influenza, Epidemie, Pandemie. Derzeit durchlaufen diese Begriffe sämtliche Medien, rufen Spekulationen hervor und manchmal auch fast schon eine Panik. Doch was sich genau hinter diesen Begriffen verbirgt wissen die wenigsten Menschen und was man nicht weiß macht Angst. Hier eine kleine Aufklärung zu diesem aktuellen Thema.
Zunächst einmal zur Influenza. Die Grippe gehört zu den Viruserkrankungen, die sich durch zahlreiche Subtypen kennzeichnet. Ob Vogelgrippe oder Schweinegrippe, den auslösenden Viren ist eines gemeinsam: Sie sind veränderlich. Dieser Umstand führt zum Beispiel dazu, dass man sich zwar gegen die Influenza impfen lassen kann, aber dies auch keine Garantie dafür ist, dass man nicht doch erkrankt. Ähnlich verhält es sich mit dem derzeit aktuell grassierenden Schweinevirus.
Diese Virusart gehört zu den Subtypen H1N1 und zeichnet dadurch aus, dass die eigentlich eine akut verlaufende Atemwegserkrankung bei den Hausschweinen ist. Wird der Mensch damit infiziert, kommt es in der Folge eigentlich nur zu leichten Formen einer Grippe. Anders bei dem derzeitigen Virus, der merkwürdigerweise nicht bei Schweinen selbst festgestellt werden konnte, aber doch als Schweinevirus tituliert wird. Die tatsächliche Infektionsquelle scheint momentan noch im Dunkeln zu schweben. Da eines von acht Genomsegmenten dem des Schweinevirus ähnelt, wird deshalb derzeit der Begriff Schweine-Influenza verwendet.
Tatsache ist allerdings, dass es bei einer Infektion zu einem hohen Fieber und einer Lungenentzündung kommen und die durchaus einen tödlichen Verlauf nehmen kann. Tödliche Verläufe einer ähnlich gelagerten Erkrankung bzw. Pandemie traten im Jahr 1918/1919 bzw. 1988 auf. Besonders im Jahr 1988 wurden zwar 500 Personen mit dem Virus infiziert, aber selbst damals konnte die eigentliche Infektionsquelle nicht ausfindig gemacht werden. Auch heute und somit ganz aktuell durchstreifen viele Spekulationen die Medien. Doch ob man bereits von einer Pandemie sprechen kann, wie nun zu lesen ist, sei dahin gestellt. Denn: Ob sich momentan die "Schweinegrippe" tatsächlich so extrem stark über die Grenzen der Länder und Kontinente bewegt, ist noch gar nicht sichergestellt. Übrigens: Eine Epidemie beschränkt sich nur innerhalb eines Landes.
Als Gegenmaßnahme existiert für diese Virusart allerdings kein Impfstoff, weshalb so genannte antivirale Medikamente momentan die einzige "Waffe" in Sachen Schweineinfluenza darstellen. Von derartigen Arzneistoffen gibt es aber auch in Deutschland genügend Vorräte. Auch die Frage nach den Symptomen der "Schweinegrippe" wird laut. Diese unterscheiden sich kaum von denen einer herkömmlichen Grippe: Plötzlich auftretendes Fieber, eine allgemeine Schwäche, Husten, Appetitlosigkeit, sowie in der Folge nach einigen Stunden Durchfall, Erbrechen, Schnupfen, Übelkeit und Halsschmerzen. Verfügt ein Mensch über ein geschwächtes Immunsystem, kann es zudem im weiteren Verlauf zu einer Lungenentzündung kommen, die mitunter tödlich enden kann.
Da die Übertragung auch dieser Virusart durch Tröpfchen erfolgt, gelten zur Vorbeugung die gleichen präventiven Maßnahmen wie bei der alljährlich auftretenden "Wintergrippe". So sollte man sich öfter die Hände waschen, ein Küssen von Fremden oder auch Händeschütteln vermeiden. Evt. kann auch ein Mundschutz zum Einsatz kommen, was allerdings bei der derzeitigen Lage in Deutschland nicht wirklich nötig ist. Da selbst die deutsche Regierung noch keine Reisewarnung für Mexiko ausgesprochen oder weitere schützende Maßnahmen ergriffen hat, sollte man sich eines zu Herzen nehmen: Panik ist total unangebracht!
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
08.02.12 | |
![]() | GRIPPE |
09.01.12 | |
![]() | GRIPPE |
05.12.11 | |
![]() | GRIPPE |
27.11.11 | |
![]() | GRIPPE |
26.11.11 | |
![]() | GRIPPE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Grippe Forum


Zu der Erkrankung Grippe der Ratgeber Schnelle Hilfe bei Erkältung und Grippe von Hannes Konnerth und Lena Brax.