5. Juni 2009
Raucher unterliegen bei dem Auftreten zahlreicher Erkrankungen einem deutlich erhöhten Risiko. Hierzu zählt auch der Blasenkrebs, der sehr oft bei Männern ab etwa 60 Jahren diagnostiziert wird, wobei allerdings auch Frauen von diesem Tumor betroffen sein können. Ein erster Hinweis kann hier ein durch Blut gefärbter Urin sein. Vielfach hat ein Betroffener in diesem Stadium noch keine Schmerzen, sollte allerdings umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn sich Blut im Urin zeigt.
Der Berufsverband der Deutschen Urologen sieht überwiegend im Rauchen die Ursache, doch auch in Regionen mit viel chemischer Industrie konnte eine Zunahme der Blasentumore beobachtet werden. Bei den ersten Verdachtsmomenten werden die Blase und die Harnwege mit relativ einfachen Methoden untersucht. Eine Blasenspiegelung gibt ebenso Aufschluss über den Krankheitszustand als auch ein Frühtest namens "NMP22-Test", mit dessen Hilfe der Urin gezielt auf ein Eiweiß-Molekül untersucht werden kann. Ebenfalls sehr gut bei der Diagnosestellung ist ein Blasenkrebs-Screening, dass allerdings von dem Patienten selbst bezahlt werden muss (rund 30 €).
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