3. April 2004
Auch wenn Autismus – die Unfähigkeit zu sozialen Beziehungen – häufiger ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerät, ist die Zahl der Erkrankten nicht tatsächlich gestiegen. Zugenommen hat die Anzahl der sicher diagnostizierten Betroffenen. Autisten sind in aller Regel von Kindesbeinen an unfähig, in sozialen Zusammenhängen zu denken. Das Leiden wurde erst 1943 als eigenständige Krankheit erkannt.
Auf der Suche nach der Ursache tappten Ärzte lange im Dunkeln. Heute sind sie sicher, das rund 90 Prozent des Erkrankungsrisikos auf genetische Faktoren zurückzuführen ist, berichtet das Apothekenmagazin Gesundheit. Die Suche nach einem seelischen Trauma als Ursache bleibt vergeblich. Wenn etwa eineiige Zwillinge erkranken, dann sehr oft beide. Vermutlich sind bis zu dreißig Gendefekte beteiligt.
Eine ursächliche Therapie ist bis heute nicht möglich. Dafür haben Verhaltenstherapien für Autisten Fortschritte gemacht.
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Der Ratgeber Ich Igelkind zu der Erkrankung Autismus von der Autorin Katja Rohde.