8. Juli 2009
Man unterscheidet verschiedene Formen und Schweregrade der Abszesse. Meist kann der Arzt die Diagnose aufgrund der geschilderten Beschwerden und dem Inspizieren der betroffenen Stelle festlegen.
Ein kleiner Abszess sieht wie ein roter Pickel aus, der mit Eiter gefüllt ist. Dabei können Abszesse unterschiedlich groß sein, Pickel gehören zu den kleinen und harmlosen Abszessen. Der gelbe Eiter befindet sich abgegrenzt im Abszess und kann sich im Normalfall nicht in das umliegende Gewebe verteilen. Der sich im Abszess befindliche Eiter besteht aus Bakterien und toten Zellen.
Die meisten Abszesse entstehen im Bereich der Schweißdrüsen, zum Beispiel in den Achselhöhlen. Sie können jedoch auch in den Talg- oder Schleimhautdrüsen entstehen. Einen Perianalabszess, einen Abszess am Enddarm, erkennt man an geröteter Haut und einer schmerzenden Verhärtung an dieser Stelle. Diese Form des Abszesses geht oft auch mit Fieber und Schüttelfrost einher. Zusätzlich verursacht ein Abszess am After auch starke Beschwerden beim Sitzen und Gehen. Abszesse können sich nur in der Nähe der Hautoberfläche bilden.
Der Betroffene spürt selbst bei einem harmlosen Pickel ein Spannungsgefühl, das erst nachlässt, wenn der Eiter abfließt. Zusätzlich ist die Stelle sehr schmerzempfindlich. Handelt es sich um einen komplizierten Abszess, der sich im Inneren des Körpers befindet und demnach nicht sichtbar ist, kann der Betroffene auch "nur" Fieber verspüren. Jedoch auch schwerwiegende Symptome wie Schock oder Kreislaufversagen können Symptome eines Abszesses sein.
Die Diagnose stellt der Arzt, indem er sich die entzündete Hautstelle ansieht. Innere Abszesse werden durch eine Ultraschalluntersuchung oder eine Computertomografieaufnahme diagnostiziert.
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