14. Juni 2008
Von Sandra Spönemann
Politiker, Schauspieler, Manager – viele Vertrauen in Sachen Gesundheit auf die berühmte F.X.-Mayr-Fastenkur. Warum erfreut sich diese Art des Fastens so großer Beliebtheit und wie unterscheidet sich die Kur von den vielen Anderen, die überall in Zeitschriften und im Fernsehen angepriesen werden?
Die F.X.-Mayr-Kur wurde in Österreich (Obersteiermark) vor ca. 100 Jahren entwickelt. Ein auf dem Land aufgewachsener Kurarzt stellte fest, dass sich die vielen kleinen Wehwehchen der Patienten auf eine ungesunde Lebensweise zurückführen lassen. Da sich Kuren immer größer werdender Beliebtheit erfreuten und die Gesundheit bekanntermaßen im Darm beginnt, entwickelte er ein ganzheitliches Ernährungskonzept, das zur gesundheitlichen Regeneration beitragen sollte.
Fasten trägt positiv zur Besserung bei folgenden Beschwerden bei: Kopfschmerz, Schlaf, Depression, Leistungstief, Nervosität, usw. Neben dem Hautbild verbessert sich der Stoffwechsel und abgelagerte Stoffwechselendprodukte werden ausgespült. Trotz der geläufigen Annahme, dass Fasten zur Gewichtsabnahme führt, sollte erwähnt werden, dass es hauptsächlich um die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden geht und die Kilos Berichten zu Folge nach dem Ende der Kur schnell wieder da sind. Teilnehmer berichten aber von gestärktem Selbstbewusstsein und geschärften Sinnen.
Heute wird die F.X.-Mayr-Kur in vielen zertifizierten Kurstätten weltweit angeboten. Das Programm dauert mindestens drei Wochen (eine Woche Vorkur, dann zwei intensive Fastenwochen) und beginnt mit einem Gesundheits-Check-Up. Positiv hervorzuheben ist, dass der Kurplan individuell auf den Patienten abgestimmt wird und verschiedene Variationen bietet. Es geht nicht nur um Ernährung, auch Bewegung und psychotherapeutische Gespräche runden die Kur ab. Ein sehr bekanntes Detail ist der Verzehr von Milch und Semmeln in den ersten Tagen, um den Körper langsam auf den Verzicht von fester Nahrung vorzubereiten. Das Fasten soll den Darm von Giftstoffen befreien (das sogenannte "Entschlacken"), weshalb zu Beginn der Therapie eine Darmentleerung durch den Einsatz von kleinen Hilfsmitteln hervorgerufen wird. Neben dem Einlauf gibt es noch angenehmere Möglichkeiten wie z.B. die Einnahme von Rizinusöl, Glaubersalz, Pflaumensaft usw.
Doch nicht jeder kann sich Kururlaub leisten, sodass sich zahlreiche Literatur zum eigenständigen Durchführen eines Fastenprogramms nach F.X.-Mayr finden lässt.
Hinweis: Bei Herz-Kreislauf-Problemen, Einnahme von Medikamenten, Essstörungen, Schwangerschaft, Tuberkulose, Magengeschwüren, Altersschwäche, Krebserkrankungen, kurz nach Operationen und bei einer Überfunktion der Schilddrüse sollte vor dem Beginn einer Fastenkur (egal welcher Art) unbedingt ein Arzt konsultiert werden.
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Von dem Autor Harald Stossier der Ratgeber Handbuch zur F. X. Mayr-Kur.