Body-Mass-Index als Formel zum Wohlfühlen: Bedeutung und Berechnung des BMI

Frauenfüße mit lilanem Nagellack auf einer Waage

Welchen Einfluss der BMI auf die Gesundheit hat und wie man ihn errechnet

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  • von Paradisi-Redaktion

Der BMI ist sozusagen eine Wohlfühlformel und heißt aufgelöst Body-Mass-Index. Damit errechnen Erwachsene objektiv, ob sie zu dick sind oder nicht. Ein objektives Sollgewicht ist oft entscheidend für die individuelle Lebenserwartung.

Das richtige Gewicht ist entscheidend für die Lebensqualität

Bin ich nun zu dick oder nicht? Die Frage taucht häufig auf, wenn es heißt: Pack die Badehose ein. Doch auch sonst ist es wichtig, "eine gute Figur zu machen".

Aber wie stellen Sie das fest? Häufig läuft das übers eigene Gefühl ab. Also ganz subjektiv nimmt man sich selbst noch als Vollschlanker ab, obwohl man objektiv schon zu den Dicken gehört.

Das hat grundsätzlich weniger mit Eitelkeit zu tun, sondern vielmehr mit Gesundheit und Lebenserwartung. Bekanntlich leben Menschen mit einem Sollgewicht, einem idealen Gewicht länger.

Gesünder Leben

Zuviel Fett im Alter beeinflusst das Gehirnvolumen

Kleineres Hirnvolumen bei Fettleibigkeit im Alter

Grafik weiß, menschliches Gehirn von der Seite
gehirn von der seit © fotoflash - www.fotolia.de

Wer im Alter übergewichtig oder gar fettleibig ist, bei dem ist die Größe des Gehirns kleiner als bei Menschen mit Normalgewicht, wie man aufgrund von Untersuchungen der University of Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania feststellte. Auf die grauen und weißen Hirnzellen hat die Diabetes oder der Insulinspiegel somit keinen Einfluss, mehr ist der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) der entscheidende Faktor.

Kleineres Hirnvolumen bei bestimmten BMI-Werten

Man glaubte früher an einem Zusammenhang zwischen der geistigen Fitness und der Diabetes, sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, doch zeigt die neueste Studie andere Ergebnisse. Bei Übergewicht, das entspricht einem BMI zwischen 25 und 30, fanden die Wissenschaftler in zwei Gehirnbereichen ein kleineres Volumen als normal vor.

Bei der Fettsucht, BMI von über 30, sogar in mehreren wichtigen Bereichen, so auch im Hippocampus, die zentrale Schaltstation des limbischen Systems.

Aber über die Auswirkungen eines kleineren Gehirnvolumens weiß man noch nichts Näheres, denn auch ein paar Jahre nach der Studie waren die Teilnehmer der Studie noch geistig fit.

Aber man schätzt, dass es doch einen Zusammenhang zwischen Demenz und Übergewicht gibt, denn das Gehirn wird wegen des Übergewichts nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt.

BMI-Errechnung

Übrigens erfolgt die Berechnung des BMI über die Formel: Körpergewicht in Kilogramm dividiert durch das Quadrat der Größe in Metern. Als Beispiel Usain Bolt: Gewicht 86 Kilogramm, Größe 1,96 Meter ergibt einen BMI von 86:1,96²=22,38.

Beurteilung des Sterberisikos anhand des Taillen-Hüft-Verhältnisses

Wissenschaftler der Universitiät Kalifornien führten eine Studie durch, in deren Fokus der Zusammenhang zwischen der Beurteilung eines Sterberisikos bei jüngeren und älteren Menschen mit den Maßen, die sich aus dem Verhältnis Taille zu Hüfte ergeben.

Zum Vergleich wurden auch die Daten hinsichtlich nur des Taillenumfangs und separat des BMI (Body-Mass-Index) gesammelt und zur Auswertung gebracht. Währende sich beim BMI und dem reinen Taillenumfang keinerlei Zusammenhänge zu einem Sterberisiko herausstellten, zeigt sich allerdings bei einem Taillen-Hüft-Verhältnis sehr wohl eine Verbindung.

So steigt das Sterberisiko um 30% an, wenn sich zwischen der Hüfte und der Taille eine Zunahme von einem Zehntel mehr ergibt. Bei Männern wirkt sich eine dicke Taille gegenüber einer schmaleren Hüfte noch deutlich aus, denn bei einem derartigen Körperverhältnis liegt das Risiko schon bei 75%.

Extreme BMI-Werte erhöhen das Sterberisiko

Sowohl Über- als auch Untergwicht lassen die Lebenserwartung sinken

Bauchpartie einer untergewichtigen, dünnen oder sehr schlanken Frau, die eine zu große Jeans trägt, Unterschied
get fit © Principal - www.fotolia.de

Am Body-Mass-Index (BMI) zeigt sich, ob eine Person als über-, normal- oder untergewichtig gilt. Eine Untersuchung des National Cancer Institute in Bethesda zeigte, dass extreme BMI-Werte, egal ob im Bereich der Übergewichtigkeit oder Untergewichtigkeit, das Sterberisiko signifikant erhöhen.

Bei Extremwerten erhöhtes Sterberisiko

Für die Untersuchung wurden die Daten von fast 1,5 Millionen Erwachsenen, die in verschiedenen Studien im Durchschnitt zehn Jahre lang betreut wurden, mit deren BMI-Werten verglichen. In den zehn Jahren starben 160.087 der Studienteilnehmer.

Generell betrachtet erkannten die Forscher, dass bei den Teilnehmern, die einen BMI von 18,5 bis 19,9 hatten, also als untergewichtig eingestuft wurden, ein 1,14 mal höheres Sterberisiko bestand als bei normalgewichtigen Personen.

Bei den übergewichtigen Teilnehmern mit einem BMI zwischen 25 und 29,9 bestand ein 1,13 mal höheres Sterberisiko. Bei den extrem Untergewichtigen Teilnehmern (BMI zwischen 15 und 18,4) war die Mortalitätsrate sogar um 47% erhöht und bei den extrem Übergewichtigen (BMI zwischen 40 und 49,9) sage und schreibe um 151%.

Ursachenforschung

Bei der Untersuchung lag das Augenmerk der Forscher nicht nur auf der allgemeinen Sterberate, sie betrachteten auch die Art und Weise, wie die Personen verstarben und verglichen sie mit deren BMI-Werten. Dabei stellte sich heraus, dass die untergewichtigen Patienten hauptsächlich an Krankheiten verstarben, die durch ihr Untergewicht bedingt waren.

Die stark untergewichtigen und auch stark übergewichtigen Personen starben vor allem an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zudem zeigte sich, dass schlanke Personen, die regelmäßig Sport treiben, ein deutlich geringeres Sterberisiko haben, als Menschen, die nicht sportlich aktiv sind, egal ob sie nun schlank oder übergewichtig sind.

Wer außerhalb des normalen BMI liegt, hat ein erhöhtes Sterberisiko

Kleine Abweichungen des normalen BMIs können Sterberisiko um die Hälfte erhöhen

Mandarinen und Maßband auf Kalender: Abnehmen, Vorsatz
Ab heute gesund! © Kathrin39 - www.fotolia.de

In einer aktuellen Studie betrachtete man die aus älteren Studien stammenden Daten von insgesamt 1,5 Millionen Menschen, die zehn Jahre medizinisch begleitet worden waren. 160.087 davon starben in jenen zehn Jahren. Als die aktuelle Studie nun die Daten zum BMI der Lebenden und Verstorbenen betrachtete, erkannte sie einen interessanten Zusammenhang.

Abweichungen in beide Richtungen erhöhen Sterberisiko

Demnach steigt das Sterberisiko tatsächlich, wenn man sich außerhalb des gesunden BMI bewegt. Der gesunde Body Mass Index liegt bei Männer zwischen 20 und 25 und bei Frauen zwischen 19 und 24. Je weiter man sich außerhalb dieser Grenzen bewegt, desto größer wird das Risiko.

Wer beispielsweise einen BMI zwischen 15 und 18.4 hat, der hat im Vergleich zu einem Menschen mit normalen BMI ein fast doppelt so großes Risiko (47 Prozent). Bei den Übergewichtigen sieht dies ähnlich aus. Wessen BMI zwischen 40 und 40,9 liegt, besitzt ein Risiko von 51 Prozent.

Gerade bei den Untergewichten zeigte sich, dass schlank sein nicht dasselbe ist, wie fit sein. Diese Menschen waren oft an Krankheiten verstorben, die auf ein durch Gewichtsmangel geschwächtes Immunsystem zurückgeführt werden konnten. Die Übergewichtigen dagegen waren vor allen Dingen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschieden.

Asiatische Studie zeigt Zusammenhang zwischen Sterberisko und dem BMI

BMI außerhalb des Normbereichs kann schwere Auswirkungen auf Sterberisiko haben

Damenfüße auf einer hellblauen, analogen Waage
Woman legs with scales on isolated background © Izaokas Sapiro - www.fotolia.de

Der Body-Mass-Index, kurz einfach BMI genannt, ist eine Maßzahl, die das Verhältnis der Körpergröße zum Körpergewicht, wiedergibt. Aufgrund dieser Maßzahl wird entschieden, ob ein Mensch ein normales Gewicht hat oder Unter- oder Übergewicht hat. Wenn ein bestimmter Wert sogar noch überschritten wird, so handelt es sich dann um eine Fettleibigkeit (Adipositas).

Jetzt wurde in Asien eine groß angelegte Studie gemacht, an der über eine Million Asiaten beteiligt waren. Dabei ging es also um den Einfluss des BMI auf das Sterberisiko. Als Endergebnis stellten die Wissenschaftler fest, dass Menschen mit einem Normalgewicht auch das geringste Sterberisiko aufwiesen, das heißt bei einem BMI von 22,6 bis 27,5.

Dagegen war aber ein extrem niedriger BMI um die 15, also großes Untergewicht, sogar noch schlimmer als ein Übergewicht mit einem BMI von 35. Aber dieser Zusammenhang besteht auch bei Krankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Bluthochdruck und Altersdiabetes (Diabetes Typ 2).

Folgen von Übergewicht in der Welt unterschiedlich

Weltweit leiden nach Schätzungen der World Health Organization (WHO) mehr als eine Milliarde Menschen an Übergewicht, wobei etwa 300 Millionen sogar eine Fettleibigkeit aufweisen. Was aber die Studie auch zeigte, ist die Tatsache dass es hierbei keinen Unterschied zwischen Chinesen, Japanern und Koreanern zu anderen Gruppen der Weltbevölkerung gab.

So war das Sterberisiko bei einem BMI um die 35 jeweils um 50 Prozent höher, doch bei der Bevölkerung von Bangladesch und Indien traf dies nicht zu, so dass es wohl unterschiedliche Folgen durch einen zu hohen BMI bei den einzelnen Völkern gibt. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Menschen, die Übergewicht haben, in diesen Ländern auch einen höheren sozialen Status besitzen und sich somit eine bessere ärztliche Versorgung leisten können.

Übrigens wird der BMI folgendermaßen berechnet: das Körpergewicht in Kilogramm wird durch das Quadrat der Körpergröße in Metern dividiert. Also beispielsweise ein Mann ist 180 Zentimeter groß und wiegt 80 Kilogramm, so hat er einen BMI von 24,69.

Studie: Wer in der Jugend normalgewichtig ist hat später höheres Diabetesrisiko

Auch normalgewichtige Jugendliche haben ein erhöhtes Risiko zu erkranken

Frau steht auf Waage und hält Kopf in Händen
Top view of a female holding head and checking out weight © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Die israelische Armee prüft die Gesundheit ihrer Rekruten und hat sie lange Zeit unter Beobachtung. Daher konnte Amir Tirosh von der Harvard Medical School in Boston auf einen riesigen Datensatz zurückgreifen, der insgesamt 650.000 Patientenjahre umfasst.

Die Rekruten werden von ihrem 17. Lebensjahr bis weit ins mittlere Alter datentechnisch erfasst. Tirosh hat nun im "New England Journal of Medicine" eine Studie vorgelegt, die den Body Mass Index (BMI) mit späteren Diabetes-Typ-2 und koronaren Herzeerkrankungen in Beziehung setzt.

Studienergebnisse

Die Studie heißt "Metabolic Lifestyle, and Nutrition Assessment in Young Adults" - abgekürzt: MELANY. Sie besagt, dass Erwachsene jedes Jahr zunehmen. Der BMI steigt im Erwachsenenalter pro Jahr im Schnitt um den Faktor 0,2 bis 0,3.

Wenn der BMI um den Faktor 1 zunimmt, steigt das Diabetesrisiko um 10 und das Riskio koronarer Herzkrankheiten um 12 Prozent. Das bedeutet, dass Menschen im Alter von 17 Jahren bereits ab BMI 23,4 ein Diabetesrisiko und ab BMI 20,9 ein Herzrisiko haben. Diese BMI-Werte gelten noch nicht als Übergewicht, sondern als Normalgewicht.

Tiroshs Studie ist deshalb so beunruhigend, weil diese BMI-Zahlen bei heutigen Jugendlichen fast schon Normalzustand sind. Daraus folgt, dass die Zahl der Diabetes-Typ-2 und koronaren Herzkrankheiten in den nächsten Jahrzehnten noch viel stärker zunehmen werden als man bisher annahm.

Mit Übergewicht zu einem längeren Leben? Auf den BMI kommt es an

Laut einer Studie leben Menschen mit einen BMI zwischen 25 und 30 länger

Ausschnitt Frauenfüße stehen auf einer Waage im Badezimmer
woman on a scale © Daniel Krylov - www.fotolia.de

Der Body-Mass-Index (BMI) gilt schon lange als wichtigste Richtlinie für die Bestimmung des gesunden Normalgewichtes. Eine neue Studie aus den USA führt nun möglicherweise dazu, dass diese Richtlinie überdacht werden muss.

Studie mit eingeschränkter Aussagekraft

Eine Studie der Behörde CDC unter Leitung von Katherine Flegel fand nämlich heraus, dass Menschen, die einen BMI zwischen 25 und 30 hatten, im Durchschnitt länger lebten als Menschen, deren BMI niedriger lag. Und bislang galten Menschen mit einem BMI zwischen 25 und 30 als "leicht übergewichtig".

Allerdings sind die Ergebnisse der Studie nicht besonders aussagefähig, da außer dem BMI und der Lebenserwartung keine weiteren Sterbefaktoren berücksichtigt wurden. Untersucht wurden die Daten von insgesamt 2,88 Millionen Menschen, die teilweise über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten an 100 Studien teilgenommen hatten. Auch wurde nicht zwischen Männern und Frauen und unterschiedlichen Altersgruppen unterschieden.

Leichtes Übergewicht förderlich?

Nur eines zeigte die Studie: Lediglich "leichtes Übergewicht" bis zu einem BMI von 30 führte zu einer längeren Lebenserwartung. Wer darüber lag und damit im Bereich der "Fettleibigkeit", hatte schon wieder ein um 29% gesteigertes Sterblichkeitsrisiko.

Der BMI ist egal - KHK-Patienten können trotz Normalwerte ungesund fett sein

Schon länger wird in der Medizin diskutiert, ob der BMI wirklich ein gutes Mittel ist, um das Gewicht eines Menschen einzuschätzen. Viele nutzen heutzutage lieber den WHR, den „Waist to hip ratio“. Dieser misst zum einen den Taillenumfang und zum anderen den Hüftumfang. Ja nachdem in welchem Verhältnis die beiden Ergebnisse dann zueinander stehen, kann man einschätzen, ob der Betroffene ein gutes oder schlechtes Körpergewicht hat.

Wie egal der BMI wirklich sein kann, zeigt auch eine aktuelle Studie mit KHK-Patienten. Die Forscher wollten wissen, inwiefern das Körpergewicht etwas über das Sterberisiko dieser Menschen mit der koronaren Herzkrankheit aussagen kann. Dabei zeigte sich, dass der Body-Mass-Index keine nutzbaren Ergebnisse brachte. Selbst Patienten, die nach diesem Maßstab her ein normales Gewicht hatten, besaßen ein hohes Sterberisiko. Anders war dies, wenn man statt des BMI nun den WHR zu rate zog. Nun fielen die Ergebnisse eindeutiger aus.

Insgesamt arbeitete man mit den Daten von 15.547 KHK-Patienten. Diese stammten aus fünf älteren Studien zum Thema. Insgesamt starben während der durchschnittlichen Studienlaufzeit von 4,7 Jahren 4.699 Menschen. War dieses Risiko durch BMI oder WHR abschätzbar gewesen?

Wer einen normalen BMI hatte, dessen Sterberisiko war dennoch um 60 Prozent erhöht gewesen. Dieses Paradoxon entstand allerdings nicht, wenn man nur auf den WHR schaute. Denn trotz scheinbar normalen Gewicht war das Verhältnis von Hüfte zu Taille bei diesen Menschen ungesund gewesen. Der WHR hatte sie also durchaus vor dem Risiko gewarnt. Die Forscher raten daher Medizinern an, künftig mehr auf den WHR zu vertrauen und entsprechend Diäten zu empfehlen.

Body-Mass-Index sagt wenig über Gesundheitsrisiken – Mediziner fordern bessere Messmethode

Seit Jahrzehnten gilt der Body-Mass-Index (BMI) als Richtlinie für ein gesundes Gewicht. Amerikanische Forscher wollen die Messmethode jedoch abschaffen, denn Übergewichtige leben länger als die Berechnung angibt. Kritische Stimmen gibt es schon länger: die Mediziner weisen zum Beispiel darauf hin, dass der BMI nicht die Fettverteilung am Körper beurteilt. Gerade diese sei aber für die Gesundheit entscheidend.

Eine epidemiologische Meta-Analyse zeigt außerdem, dass leichtes Übergewicht die Lebenszeit sogar verlängern kann. Das sogenannte Adipositas-Parodoxon besagt, das ausgerechnet Bauchfett vor Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen kann.

Ein hoher BMI hat also wenig Voraussagekraft. Statt einer simplen Gewichtsformel schlagen die Forscher deshalb neue Methoden vor, um die Gesundheitsrisiken zu beurteilen. Sinnvoll ist etwa die kombinierte Berechnung von Gewicht, Körpergröße und Taillenumfang. Zusätzlich bräuchte man Stoffwechseldaten.

Ist der BMI ein verlässlicher Faktor beim Bemessen des Herzinfarktrisikos?

Bislang galt der Body Mass Index (kurz: BMI) als ein zuverlässiger Maßstab zur Ermittlung des Übergewichts.

Der BMI berechnet sich folgendermaßen: Körpergewicht in kg/Körpergröße in Metern zum Quadrat. Wenn der BMI zwischen 19 und 25 liegt, gilt man als normalgewichtig. Ab einem Wert von 30 besteht ein Übergewicht und damit verbunden ein erhöhtes Herzinfarktrisiko.

Demgegenüber haben nun Studien gezeigt, dass nicht der Fettanteil des Körpers, sondern der Sitz des Fettes ausschlaggebend für die Gefahr ist, einen Infarkt zu erleiden. Laut Wissenschaftlern habe sich gezeigt, dass das Fett am Bauch eine schädlichere Wirkung besitzt als das Fett an Hüfte oder Oberschenkel.

Enger Zusammenhang von Sport und Diät gegen Diabetes und Herzkrankheiten

Um den Zusammenhang zwischen Diabetes und dem Body Mass Index herauszufinden, wurden in Boston 38.000 Frauen von Ärzten des Brigham and Women’s Hospital beobachtet.

Bei den übergewichtigen Personen lag die Zahl der Erkrankungen deutlich höher, doch konnten Sportler das Erkrankungsrisiko gegenüber Nichtsportlern nur geringfügig senken. Das Ergebnis bei einer anderen Untersuchung mit 900 Frauen, die an Gefäßkrankheiten litten, war genau umgekehrt.

Eine Diät ohne Sport ist laut dem Cooper-Institut in Dallas nicht besonders Erfolg versprechend, besser ist eine Kombination zwischen den beiden.

Der BMI

Um festzustellen, ob Sie Über-, Unter- oder Idealgewicht haben, gibt es den BMI, den Body-Mass-Index. Der BMI ist eine spezielle Maßzahl, die das Körpergewicht einer Person in Beziehung zu seiner Körpergröße bewertet Das Ergebnis ist der BMI-Wert.

Viele halten den BMI für eine Erfindung der letzten Jahre, doch entwickelt wurde diese Formel bereits 1870 von Adolphe Quetelet. Wichtig: Der BMI ist lediglich ein Richtwert; Statur und Zusammensetzung der Körpermasse werden hier nicht berücksichtigt.

Die BMI-Werte werden den Kategorien Über-, Unter- oder Idealgewicht zugeordnet. Relevant für diese Zuordnung ist weiterhin das Alter und die Körperkonstitution. Also fällt ein muskulöser Sportler aus dieser Beurteilung heraus. Ebenso ist der BMI nicht auf Personen unter 17 Jahren anzuwenden, da diese sich noch im Wachstum befinden.

Die Formel zur Berechnung des BMI lautet:

Körpergewicht in Kilogramm : (Körpergröße in Metern)²

Demnach hat ein 74 Kilogramm schwerer Mann im Alter von 49 Jahren bei einer Körpergröße von 1,71m einen BMI von 25,31 und liegt somit im Normalbereich.

Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt der ideale BMI:

  • bei Frauen zwischen 19 und 24
  • bei Männern zwischen 20 und 25

Mit zunehmendem Alter kann der BMI steigen, um noch als Normalgewicht zu gelten; ältere Normalgewichtige können also einen höheren BMI haben als jüngere Normalgewichtige.

Streitpunkt BMI - Wie sinnvoll ist es, sich an dem Körpermaß-Index zu orientieren?

Damenfüße auf einer hellblauen, analogen Waage
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Der Body-Mass-Index, kurz BMI, wird genutzt, um das Idealgewicht des Menschen zu berechnen. Der Körpermaßindex - so die deutsche Übersetzung - stammt schon aus dem Jahr 1832 und drückt das Gewicht in Relation zur Körpergröße aus. Auf der ganzen Welt dient dieser Wert Medizinern als Orientierung.

Kritiker weisen immer wieder darauf hin, dass der BMI eine mathematische Größe darstellt und als solche nicht messen kann, ob ein Mensch sich wohl in seiner Haut fühlt und wie sich das Gewicht am Körper verteilt. Es sei deswegen wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass der BMI als alleiniges Instrument nicht ausreiche, um etwa eine Essstörung zu diagnostizieren.

Nicht mit in den BMI eingerechnet sind übrigens das Geschlecht, die Statur sowie das Verhältnis zwischen Muskelmasse und Fettgewebe im Körper. Die Zuordnung zu den Kategorien Unter-, Normal- und Übergewicht sowie Adipositas sollte man also Ernst nehmen, doch besonders in Grenzfällen auch andere Faktoren mit einbeziehen.

Spezielle Berechnungen des BMIs

Der Body Mass Index kann auch für Kinder herangezogen werden. Sind die Kinder unter 25 Monate alt, so wird meist die Länge im Liegen als Bemessungsgrundlage verwendet. Diese kann um bis zu 0,7 Zentimeter länger sein als die Länge des Kindes, wenn es steht.

Auch für Menschen mit fehlenden Gliedmaßen gibt es eine spezielle Berechnung. Wenn eine Amputation vorliegt, so wird vor der Errechnung des BMI die fehlende Gliedmaße zum Körpergewicht dazugerechnet, um zu einem aussagekräftigen Wert zu kommen.

Normgewicht des Body-Mass-Index ist bei Kindern deutlich niedriger als bei Erwachsenen

Kinderarzt wiegt ein lachendes Baby in Windel auf einer modernen Waage
Measuring smiling beautiful comfortable little baby © didesign - www.fotolia.de

Für Kinder gelten andere Regeln beim Body-Mass-Index als für Erwachsene. Die Normalwerte für Kinder liegen fast alle deutlich niedriger, berichtet die Apotheken Umschau. Nach Berechnungen von Dr. Katrin Kromeyer-Hauschild von der Universität Jena und der Arbeitsgemeinschaft Adipositas gilt zum Beispiel für ein sechsjähriges Mädchen der Bereich zwischen 15,4 und 18,0 als Normalgewicht. Mit einem BMI von 19,7 wäre dieses Mädchen schon "adipös", das heißt krankhaft dick.

Erwachsene lägen mit diesem Wert im unteren Normalbereich, denn ihr BMI sollte zwischen 18,5 und 25 liegen. Der weithin akzeptierte Body-Mass-Index errechnet sich aus der Formel Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Die Infografik der "Apotheken Umschau" zeigt die ausführliche Tabelle der Jenaer Forscher für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren.

Bestimmung des Body-Mass-Index bei Kindern schwierig

Ob ein Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit vorliegt, ist bei Erwachsenen mittels des BMI (Body-Mass-Index) deutlich leichter zu bestimmen als bei Kindern. Bei Jugendlichen ändert sich schneller das Gewicht und somit auch der BMI. Bei Erwachsenen gilt man mit einem BMI von mehr als 25 als übergewichtig, ab 30 beginnt die Fettleibigkeit.

Bei Kindern gelten die zehn Prozent mit dem größten BMI als übergewichtig. Rund drei Prozent aller Kinder sind fettsüchtig. Kürzlich haben Gesundheitsexperten ihre Erkenntnisse jedoch relativiert. Demnach seien lediglich die Fettleibigen tatsächlich therapiebedürftig.

Interpretation des BMIs

Anhand des errechneten Wertes kann man auch sehen, ob Untergewicht oder Übergewicht vorliegen. Personen, die einen Wert unter 16 haben, haben starkes Untergewicht, sollten also unbedingt auf eine gute und vor allem regelmäßige Ernährung achten. Mäßiges Untergewicht hat man mit einem Wert von 16 bis 17, leichtes Untergewicht bei einem Wert bis zu 18,5.

Menschen, die bei der Errechnung des Body Mass Index eine Zahl zwischen 25 und 30 herausbekommen, haben Übergewicht. Ab 30 leidet man unter starkem Übergewicht, auch Adipositas genannt. Es gibt drei Stadien von Adipositas. Liegt der Wert über 40, so leidet man an starker Adipositas, welche ebenfalls behandlungsbedürftig ist.

Verfälschte Ergebnisse

Der Body Mass Index berücksichtigt weder Muskelmasse noch die restliche Zusammensetzung des Körpers. Deshalb kann es durchaus zu einem verfälschten Ergebnis kommen, etwa bei Menschen, die viel Sport betreiben und einen hohen Anteil an Muskelmasse haben.

Der BMI sollte daher nicht als alleiniges Urteil verwendet werden, denn ob man Übergewicht hat oder nicht, hängt alleine vom Fettanteil des Körpers ab.

Wiegen Muskeln mehr als Fett? - Der Body-Mass-Index (BMI) ist nicht aussagekräftig

Junge Frau beisst in grünen Apfel, trägt Waage
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Ein Kilogramm Muskeln wiegt logischerweise genauso viel wie ein Kilo Körperfett. Allerdings gibt es Unterschiede im Volumen. Die Dichte von Muskeln liegt mit 1,05 Gramm pro Kubikzentimeter etwas höher als die von Fett mit 0,94 Gramm. Ein Kubikzentimeter Muskelgewebe ist daher rund 15 bis 20 Prozent schwerer als ein Kubikzentimeter Fett.

Fakten über den Aufbau von Fett- und Muskelmasse

Trotz gezielten Krafttrainings lassen sich Fettzellen nicht in Muskelzellen umwandeln. Die Zellen behalten ihre Eigenschaft. Fettzellen können eine Menge Fett aufnehmen und dadurch an Größe zunehmen. Dies lässt häufig gerade den Bauchumfang anwachsen.

Wer regelmäßig seine Muskeln beansprucht, kann diese Zellen jedoch ebenfalls wachsen lassen. Zudem lässt sich durch Muskelaufbau der Grundumsatz eines Menschen erhöhen. Dabei handelt es sich um die Energie, die der Körper im Ruhezustand verbraucht.

Allerdings ist Aufbau von Muskelmasse ein langwieriger Prozess. Für zwei bis drei Kilo mehr Muskeln ist hartes Krafttraining über wenigstens ein Jahr erforderlich. Zudem sind die Menschen auch beim Aufbau von Muskelmasse unterschiedlich veranlagt.

Body-Mass-Index nicht aussagekräftig

Der Body-Mass-Index (BMI), der das Körpergewicht eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße setzt, berücksichtigt nicht die individuelle Zusammensetzung der Körpermasse aus Fett- und Muskelgewebe eines Menschen. So besitzen austrainierte Kraftsportler ohne viel Körperfett allein aufgrund ihrer Muskelmasse einen hohen BMI.

Zweifel am Nutzen des Body-Mass-Index - BMI für Sportler nur bedingt geeignet

BMI für die Allgemeinbevölkerung weiterhin das Mittel der Wahl

Seitenansicht männlicher Oberkörper mit dickem Bauch, Übergewicht
Übergewicht © PeJo - www.fotolia.de

Der Body-Mass-Index (BMI) legt fest, welcher Mensch übergewichtig ist. Mit ihm lässt sich das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße berechnen. Bei einem Wert zwischen 18,50 und 24,99 gelten Menschen als normalgewichtig, Übergewicht beginnt bei 25,00.

Alternativen zum BMI

Alter und Geschlecht werden beim BMI zwar berücksichtigt, nicht jedoch der Anteil von Muskelmasse. So gilt Box-Champion Wladimir Klitschko mit einem Gewicht von 112 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,98 Metern als übergewichtig, da sein BMI bei 28,6 liegt.

Alternativen zum BMI sind bereits längst vorhanden, etwa die Waist-to-Height-Ratio, bei der der Taillenumfang durch die Körpergröße geteilt wird. Der ABSI ("A Body Shape Index") bezieht nicht nur Größe und Gewicht mit ein, sondern darüber hinaus auch den Bauchumfang.

Der BMI korreliert mit gesundheitlichen Risiken

Obgleich der BMI immer wieder in der Kritik steht, findet er bei nicht nur bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Berücksichtigung, sondern auch bei der Einstufung durch private Krankenversicherer.

Da sich laut Statistik mit steigendem BMI auch die Risiken für Krankheiten wie Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Leiden erhöhen, werden höhere Beiträge fällig. Dies gilt auch für Menschen, die regelmäßig Sport treiben und fit sind.

Andere Berechnungsmethoden für Übergewicht

Das Verhältnis von Taille-Hüfte ist dreimal genauer als der alte BMI

Abnehmen - Frau misst sich mit Maßband den Bauchumfang
waist measurement © Marc Dietrich - www.fotolia.de

Die Fettleibigkeit soll nicht über den Body Mass Index oder BMI ermittelt werden, so eine Untersuchung aus Kanada, die das Verhältnis von Taille und Hüfte als Beurteilung empfiehlt. Einen gleichen Body Mass Index können nämlich ein gut gebauter und muskulöser Mann und ein fettleibiger Mann haben. Weiterhin sei das neue Verfahren für die Vorhersage eines Herzinfarktes dreimal genauer.

Für diese Studie wurden rund 27.000 Menschen aus 52 Ländern herangezogen. Die neue Berechnungsformel ist einfach: der Taillenumfang wird durch den Hüftumfang dividiert. Das Ergebnis sollte bei einer Frau unter 0,85 und beim Mann unter 0,9 liegen. Werte für Kinder liegen bislang noch nicht vor.

BMI ist out - "Waist-to-Height-Ratio" ist in

Der so genannte Body-Mass-Index (BMI) entspricht nicht mehr dem neuesten Stand der medizinischen Forschung. Forscher der Universität München erklären: "Der BMI spielt für das Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Todesrisiko eines Menschen keine Rolle." Entscheidend sei nicht das Verhältnis zwischen Größe und Körpergewicht, das der BMI angibt, sondern das Verhältnis zwischen Taillenumfang und Körpergröße.

Aus letzterem ergibt sich die so genannte "waist-to-height-ratio", kurz WHR. Mit diesem Gradmesser lasse sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wesentlich besser vorhersagen als mit dem BMI. Die Münchener Wissenschaftler hatten in einer Langzeitstudie 11.000 Teilnehmer über mehrere Jahre beobachtet. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich das Risiko eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalls nicht mit dem BMI, wohl aber mit dem WHR relativ zuverlässig errechnen lässt.

Anstelle des Body-Mass-Index gibt es jetzt eine neue Formel WHtR

Taille-zu-Höhe-Verhältnis löst Body-Mass-Index bei der Berechnung des Idealgewichts ab

Maßband auf Waage, Übergewicht, Diät, Abnehmen
scale libra measurement tape diet © picsfive - www.fotolia.de

Die alte Berechnung des Body-Mass-Index (BMI) hat nach Meinung von Wissenschaftlern ausgedient, wie auch das Apothekenmagazin "Apotheken Umschau" schreibt. Bei der bisherigen Berechnung wurden das Körpergewicht, sowie die Größe und das Alter der betroffenen Person herangezogen, wobei man dann das Ergebnis mit einer Tabelle vergleichen konnte. Lag der Wert unter 23, so liegt ein Untergewicht, zwischen 28 und 30 Übergewicht und bei über 30 eine Fettleibigkeit vor.

Taille-zu-Höhe-Verhältnis

Nun haben also deutsche Wissenschaftler bei einer Studie, wobei 11.000 Teilnehmer untersucht wurden, festgestellt, dass der BMI nicht das eigentliche Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfall darlegt. Besser sei die neue Berechnungsformel (WHtR) über den Bauchumfang dividiert durch die Körpergröße, wobei das "WHtR" eine Abkürzung aus dem Englischen ist für waist-to-height-ratio (Taille-zu-Höhe-Verhältnis).

Je größer der Wert ist, desto höher liegt das Risiko für eine Erkrankung und auch das Sterberisiko. So gelten folgende Werte für unter Vierzigjährige ist ein Wert über 0,5 kritisch, bei den Älteren über fünfzig Jahre darf der Wert bis 0,6 und für die übrige Altersgruppe dazwischen liegen.

Der Body-Adiposity-Index ist nicht besser als der BMI

Auch die neue Methode aus den USA hat sich in neuesten Studien nicht wirklich bewähren können

Maßband auf Waage, Übergewicht, Diät, Abnehmen
scale libra measurement tape diet © picsfive - www.fotolia.de

Möchte jemand wissen, ob das aktuelle Körpergewicht noch als gesund gilt, nutzt er oder sie den bekannten BMI. Die Abkürzung steht für den Body-Mass-Index. Hinter diesem steckt eine Formel, mit der man errechnen kann, wie gut oder schlecht es um die eigene Körperfülle bestellt ist. In letzter Zeit war der BMI in die Kritik gekommen, da er bei vielen Menschen keine aussagekräftige Antwort liefern kann. Daher waren mehr Menschen auf den BAI, den Body-Adiposity-Index, umgestiegen.

Studie zu BMI und BAI

Diese neue Rechnung setzt den Hüftumfang in Relation zur Körpergröße und errechnet daraus die individuelle Gefahr für Fettleibigkeit. Diese Methode aus den USA hat sich aber in neuesten Studien auch nicht wirklich bewähren können. Mediziner haben dem BAI ebenso wenig Genauigkeit abgewinnen können wie dem BMI.

Untersucht wurden in einer Studie 222 Frauen und 138 Männer. Bei jedem von ihnen nutzte man beide Messmethoden und am Ende zusätzlich ein MRT. Durch dieses kann man nämlich den wahren Anteil des Fettes im Körper sehr genau bestimmen.

Body-Adiposity-Index nicht im Vorteil

Die Ergebnisse von BMI und BAI wurden dann mit den richtigen Werten verglichen und es zeigte sich, dass der Body-Adiposity-Index nicht wie erwartet die Nase vorn hatte. Eigentlich im Gegenteil: bei vielen Probanden waren die Ergebnisse des BMI deutlich näher an der Wahrheit.

ABSI statt BMI: Neue Formel für bessere Gewichtskontrolle entwickelt

Nahaufnahme Jeans wird zugemacht, darüber übergewichtiger Bauch
overweight woman © Laurin Rinder - www.fotolia.de

In den letzten Jahren häufen sich die Kritiken am sogenannten Body-Mass-Index (BMI), der von Medizinern und Ernährungswissenschaftler als Maßstab für die Beurteilung von Übergewicht gilt. Unter anderem wird kritisiert, dass der BMI nicht konkret berücksichtigt, wie sich das Fett am Körper verteilt, denn Bauchfett gilt als weit gefährlicher als Hüftspeck oder ein dickes Hinterteil.

Konsequenzen eines zu hohen Bauchfettanteils

So kann eine "Birnenform" trotz eines BMI von über 25 gesund sein, während der klassische Bierbauch (die "Apfelform") schon mit einem BMI von unter 25 gefährlich werden kann.

Dies liegt daran, dass sich Fett im Bauchraum an den inneren Organen ansammelt und diese dadurch leichter Entzündungsfaktoren und Hormone aufnehmen. Dies begünstigt wiederum die Entstehung von Diabetes und Arteriosklerose.

Bessere Beurteilungsmöglichkeiten durch Berücksichtigung des Bauchumfangs

Der amerikanische Forscher Nir Krakauer hat daher den "ABSI" (A Body Shape Index) entwickelt, der dieses Problem in Zukunft berücksichtigen soll. Dabei fließt neben Größe und Gewicht auch der Bauchumfang in die Bewertung der Gesundheit ein.

Erste Studien ergaben, dass sich der ABSI tatsächlich besser zur Beurteilung eines höheren Sterberisikos eignet als der BMI. Ob er sich durchsetzen wird, bleibt noch abzuwarten.

Wer seinen ABSI selbst berechnen will, kann dies auf dieser Seite tun: http://www-ce.ccny.cuny.edu/nir/sw/absi-calculator.html

Gesundes Körpergewicht: Statt BMI besser ABSI nutzen

Neben der Körpergröße und dem Gesamtgewicht, spielt auch der Taillenumfang eine große Rolle für die Gesundheit

Frau misst mit Maßband ihren Bauchumfang
girl measuring her waist © ZM Photography - www.fotolia.de

Fast jeder hat schon einmal vom BMI, dem Body Maß Index, gehört, doch die Abkürzung ABSI sagt kaum jemanden etwas. Dabei ist "A Body Shape Index" deutlich sinnvoller, um das Körpergewicht richtig einzuschätzen.

Nachteile der BMI-Berechnung

Der BMI sagt nämlich nur etwas über das Gesamtgewicht in Relation zur Körpergröße aus. Dabei wird überhaupt nicht beachtet, wie hoch der Fettanteil und wie groß die Muskelmasse ist. Daher kann ein relativ schlanker Mensch mit viel Körperfett bereits ungesund leben, obwohl der BMI im Normalbereich ist. Gleichzeitig kann ein gesunder Sportler laut BMI übergewichtig sein, da er überdurchschnittlich viel Muskelmaßsse hat.

Körpergröße, Gesamtgewicht und Taillenumfang

ABSI achtet neben der Körpergröße und dem Gesamtgewicht auch auf den Taillenumfang. In der Medizinwelt ist inzwischen bekannt, dass kleine Fettpolster an den Beinen (Stichwort Reiterhosen), ein etwas zu dicker Po und das berühmte Hüftgold bei Weitem für die Gesundheit nicht so bedenklich sind wie Fett an de Taille.

Wer hier richtige Fetteinlagerungen sammelt, der lebt definitiv ungesund. ABSI geht auf diesen Aspekt ein, indem zur Berechnung einmal der Taillenumfang gemessen werden sollte.

ABSI-Rechner oder Hausarzt

Genau an dieser Stelle wird die Berechnung durch den Laien aber kompliziert. Viele Internetseiten bieten die Berechnung des ABSI an, sodass niemand selbst die komplizierte Formel anwenden muss. Doch man muss selbst die gefragten Werte eintragen und daher selbst messen. Wer einmal genau wissen will, an welcher Stelle das Maßband um den Körper gelegt werden muss, fragt idealerweise den Hausarzt.

Die übrigen Daten sind einfach: Man muss das Alter und Geschlecht angeben, das aktuelle Gesamtgewicht und die Körpergröße. Das Ergebnis der Rechnung zeigt, wie gesund man aktuell lebt und wie hoch das Sterberisiko ist.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Weight Loss © Jason Stitt - www.fotolia.de

Autor:

Andreas Neubert - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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