Body-Mass-Index als Formel zum Wohlfühlen: Bedeutung und Berechnung des BMI

Der BMI ist sozusagen eine Wohlfühlformel und heißt aufgelöst Body-Mass-Index. Damit errechnen Erwachsene objektiv, ob sie zu dick sind oder nicht. Ein objektives Sollgewicht ist oft entscheidend für die individuelle Lebenserwartung.

Welchen Einfluss der BMI auf die Gesundheit hat und wie man ihn errechnet

Das richtige Gewicht ist entscheidend für die Lebensqualität

Bin ich nun zu dick oder nicht? Die Frage taucht häufig auf, wenn es heißt: Pack die Badehose ein. Doch auch sonst ist es wichtig, "eine gute Figur zu machen".

Aber wie stellen Sie das fest? Häufig läuft das übers eigene Gefühl ab. Also ganz subjektiv nimmt man sich selbst noch als Vollschlanker ab, obwohl man objektiv schon zu den Dicken gehört.

Das hat grundsätzlich weniger mit Eitelkeit zu tun, sondern vielmehr mit Gesundheit und Lebenserwartung. Bekanntlich leben Menschen mit einem Sollgewicht, einem idealen Gewicht länger.

Der BMI

Um festzustellen, ob Sie Über-, Unter- oder Idealgewicht haben, gibt es den BMI, den Body-Mass-Index. Der BMI ist eine spezielle Maßzahl, die das Körpergewicht einer Person in Beziehung zu seiner Körpergröße bewertet Das Ergebnis ist der BMI-Wert.

Viele halten den BMI für eine Erfindung der letzten Jahre, doch entwickelt wurde diese Formel bereits 1870 von Adolphe Quetelet. Wichtig: Der BMI ist lediglich ein Richtwert; Statur und Zusammensetzung der Körpermasse werden hier nicht berücksichtigt.

Die BMI-Werte werden den Kategorien Über-, Unter- oder Idealgewicht zugeordnet. Relevant für diese Zuordnung ist weiterhin das Alter und die Körperkonstitution. Also fällt ein muskulöser Sportler aus dieser Beurteilung heraus. Ebenso ist der BMI nicht auf Personen unter 17 Jahren anzuwenden, da diese sich noch im Wachstum befinden.

Die Formel zur Berechnung des BMI lautet:

Körpergewicht in Kilogramm : (Körpergröße in Metern)²

Demnach hat ein 74 Kilogramm schwerer Mann im Alter von 49 Jahren bei einer Körpergröße von 1,71m einen BMI von 25,31 und liegt somit im Normalbereich.

Laut der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt der ideale BMI:

  • bei Frauen zwischen 19 und 24
  • bei Männern zwischen 20 und 25

Mit zunehmendem Alter kann der BMI steigen, um noch als Normalgewicht zu gelten; ältere Normalgewichtige können also einen höheren BMI haben als jüngere Normalgewichtige.

Spezielle Berechnungen des BMIs

Der Body Mass Index kann auch für Kinder herangezogen werden. Sind die Kinder unter 25 Monate alt, so wird meist die Länge im Liegen als Bemessungsgrundlage verwendet. Diese kann um bis zu 0,7 Zentimeter länger sein als die Länge des Kindes, wenn es steht.

Auch für Menschen mit fehlenden Gliedmaßen gibt es eine spezielle Berechnung. Wenn eine Amputation vorliegt, so wird vor der Errechnung des BMI die fehlende Gliedmaße zum Körpergewicht dazugerechnet, um zu einem aussagekräftigen Wert zu kommen.

Interpretation des BMIs

Anhand des errechneten Wertes kann man auch sehen, ob Untergewicht oder Übergewicht vorliegen. Personen, die einen Wert unter 16 haben, haben starkes Untergewicht, sollten also unbedingt auf eine gute und vor allem regelmäßige Ernährung achten. Mäßiges Untergewicht hat man mit einem Wert von 16 bis 17, leichtes Untergewicht bei einem Wert bis zu 18,5.

Menschen, die bei der Errechnung des Body Mass Index eine Zahl zwischen 25 und 30 herausbekommen, haben Übergewicht. Ab 30 leidet man unter starkem Übergewicht, auch Adipositas genannt. Es gibt drei Stadien von Adipositas. Liegt der Wert über 40, so leidet man an starker Adipositas, welche ebenfalls behandlungsbedürftig ist.

Verfälschte Ergebnisse

Der Body Mass Index berücksichtigt weder Muskelmasse noch die restliche Zusammensetzung des Körpers. Deshalb kann es durchaus zu einem verfälschten Ergebnis kommen, etwa bei Menschen, die viel Sport betreiben und einen hohen Anteil an Muskelmasse haben.

Der BMI sollte daher nicht als alleiniges Urteil verwendet werden, denn ob man Übergewicht hat oder nicht, hängt alleine vom Fettanteil des Körpers ab.

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