24. Juni 2010
Als Riechen bezeichnet man die Wahrnehmung von unterschiedlichen Gerüchen und Düften. Es wird durch die Nase ermöglicht.
Unter dem Riechen, das man auch als Olfaktorische Wahrnehmung oder Geruchssinn bezeichnet, versteht man die Wahrnehmung von verschiedenen Gerüchen oder Düften.
Verantwortlich für das Riechen ist die Nase, die sich in der Mitte des Gesichts befindet. Die Nase hat von Mensch zu Mensch unterschiedliche Formen und Größen, was sich aber nicht auf den Geruchssinn auswirkt. Ermöglicht wird das Riechen durch die Riechzellen der Nasenschleimhaut. Beim Atmen oder beim bewussten Wittern, gelangen die Duftstoffe, die sich in der Luft befinden, in die Nasenhöhle und somit zur Riechschleimhaut. Dort kommt es zu einer Lösung von Geruchsmolekülen. Diese können dadurch von den Riechzellen chemisch registriert werden. Es gibt ca. 350 unterschiedliche Rezeptortypen zu diesem Zweck. Jeder Rezeptortyp spricht nur auf eine bestimmte Gruppe von Duftmolekülen an. Durch die Zusammenwirkung der Rezeptoren in den Riechzellen entsteht eine Geruchsmischung.
Der Mensch ist in der Lage bis zu zehntausend verschiedene Gerüche wahrzunehmen. Schon bei der Geburt kommt es zu einer vollständigen Ausreifung des Geruchssinns. Allerdings ist es nicht möglich die vielen unterschiedlichen Gerüche zu benennen, weshalb man sie in verschiedene Kategorien einteilt. Zu diesen Grundkategorien gehören Ätherisch, Beißend, Blumenduftartig, Faulig, Kampferähnlich, Mentholartig und Moschusartig.
Die Fläche der Riechschleimhaut entspricht auf jeder Nasenseite ungefähr der Große einer Centmünze. Aus den Zellen der Schleimhaut ragen kleine Fortsätze heraus, die man als Stereozilien bezeichnet und die die Geruchsrezeptoren enthalten. Empfängt ein Geruchsrezeptor ein Duftmolekül, das zu ihm passt, kommt es zur Auslösung eines Aktionspotentials, bei der ein Nervenreiz von der Riechzelle über deren Axon zum Riechkolben weitergeleitet wird. Der Riechkolben hat die Aufgabe, die Atemorgane und den gesamten Organismus vor schädlichen Gasen zu schützen. Dabei kann er auch Brechreiz auslösen. Bei angenehmen Gerüchen regt er dagegen den Speichelfluss an. So ist das Riechen eng mit dem vegetativen Nervensystem verbunden, von dem die inneren Funktionen des Körpers gesteuert werden. Da die Riechzellen chemisch stark beansprucht werden, kommt es alle sechzig Tage zu einer Erneuerung aus Basalzellen.
Wichtig ist der Geruchssinn auch für das Erkennen von Geschmacksrichtungen. So unterstützt die Nase die Geschmacksknospen im Mund, indem sie den Geruch von Speisen aufnimmt. Durch bestimmte Krankheiten, wie z.B. eine Erkältung, kann der Geruchssinn jedoch beeinträchtigt werden.
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