26. Mai 2010
Als Pheromone bezeichnet man bestimmte Duftstoffe, die zur biochemischen Kommunikation dienen. Sie üben eine Anziehungskraft auf das andere Geschlecht aus.
Unter den Pheromonen versteht man spezielle Sexual-Lockstoffe, die sich anziehend auf das andere Geschlecht auswirken. Sie dienen zur biochemischen Kommunikation zwischen Lebewesen.
Das Wort Pheromon entstammt dem Griechischen und bedeutet soviel wie übermitteln, überbringen oder erregen. Bei Pheromonen handelt es sich um organische Moleküle. Durch diese speziellen Sexual-Lockstoffe wirkt der Träger des Pheromons positiver und attraktiver auf das andere Geschlecht. Pheromone sind unsichtbar. Ihre Wirkung wird auf das Unterbewusstsein des Menschen ausgeübt. Dabei wird im Gehirn ein Reiz ausgelöst, der willentlich nicht beeinflusst werden kann. Das bedeutet, dass bei der Partnerwahl nicht nur die Augen entscheiden, sondern auch die Nase. Denn durch die Nase werden die Pheromone des Partners aufgenommen und über die Nervenbahnen zum Gehirn weitergeleitet, wo sie in Sekundenbruchteilen verarbeitet werden.
In der Natur kommen die Pheromone bei zahlreichen Tieren und Insekten vor. So dienen sie Insekten, um Geschlechtspartner aufzuspüren, Territorien zu markieren sowie Nest- und Futterplätze aufzufinden. Einige tierische Pheromone werden auch von der Kosmetikindustrie verwendet, um Parfüms herzustellen.
Ein Pheromon, das von Männern und Frauen abgegeben wird, ist das Steroid Androstenon. Dabei handelt es sich um ein Umbauprodukt des Geschlechtshormons Testosteron. Über die so genannten Duftdrüsen, die apokrinen Schweißdrüsen, gelangt das Androstenon an die Oberfläche des Körpers. In verschiedenen Versuchen konnte nachgewiesen werden, dass Androstenon, das in Maßen angewendet wird, zur Verbesserung der Attraktivität führt. Das männliche Pheromon, das leicht nach Sandelholz riecht, wird von Frauen vor allem während der Zeit des Eisprungs positiv wahrgenommen. Ebenso führen bestimmte weibliche Sexualpheromone wie Kopuline zu einer stärkeren erotischen Anziehungskraft auf Männer. Bei diesen kommt es durch den Duftstoff zu einer verstärkten Produktion von Testosteron. Während das männliche Pheromon vor allem im Achselsekret des Mannes vorkommt, treten die weiblichen Pheromone überwiegend im Vaginalbereich auf.
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