Hippocampus

Bestandteil im Gehirn, der Informationen aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis überträgt

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  • von Paradisi-Redaktion
Model menschliches Gehirn, bunt, beschriftet
Model Brain © Karen Roach - www.fotolia.de

Der Hippocampus beschreibt einen Teil des Großhirns und besteht aus mehreren Strukturen, weshalb er auch als Hippocampus-Formation bezeichnet wird. In diesem Teil des Gehirns kommen Informationen aus verschiedenen sensorischen Systemen zusammen, die verarbeitet und vom Kurzzeit- zum Langzeitgedächtnis übertragen werden. Der Hippocampus ist somit sehr wichtig für die Festigung der Informationen in unserem Gedächtnis.

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Im menschlichen Gehirn befindet sich in jeder Gehirnhälfte ein so genannter Hippocampus. Der Hippocampus dient im Gehirn dazu, Informationen vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis zu verlagern, so dass sich der Mensch einige Dinge auf lange Zeit merken kann. Sind die beiden Hippocampi aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalles nicht mehr leistungsfähig, so kann sich der Mensch zwar oftmals an Dinge erinnern, die längere Zeit zurückliegen, jedoch kann er sich keine aktuellen Geschehnisse mehr merken. Diese Patienten können bei fortgeschrittener Erkrankung auch die jetzigen Eindrücke nicht mehr verarbeiten, was auf die mangelnde Leistungsfähigkeit der beiden Hippocampi zurückzuführen ist. Besonders bei neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer bzw. Demenz ist der Hippocampus geschädigt.

Mediziner haben auch herausgefunden, dass übermäßiger Alkoholkonsum in der Jugend den Hippocampus dauerhaft schädigen kann. Dies äußert sich in späteren Jahren durch Orientierungslosigkeit und massive Vergesslichkeit. Der Hippocampus kann zudem von Mensch zu Mensch unterschiedlich groß sein. Menschen, die sich beispielsweise aus beruflichen Gründen viele Dinge merken müssen, haben meist einen größeren Hippocampus als andere Menschen. Lässt diese geistige Beanspruchung nach, so verkleinert sich der Hippocampus wieder. Je kleiner der Hippocampus ist, desto weniger Zellen beinhaltet er und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Demenzerkrankung entwickelt.

Der Hippocampus kann durch Untersuchungen wie eine Magnetresonanztomografie sichtbar gemacht und detailliert untersucht werden.

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