Faktoren, die die Hautelastizität beeinflussen und wie man diese erhalten kann

Junge Frau vor Spiegel trägt Gesichtscreme aus grünem Döschen auf

Umweltfaktoren wie UV-Strahlen und ein ungesunder Lebensstil können einen vorschnellen Abbau der Hautfasern begünstigen

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Grad der Hautelastizität ist eine der Kenngrößen ihrer Jugendlichkeit. Klar, denn je elastischer unsere äußere Hülle ist, desto weniger Chancen haben Krähenfüße, Knitterfältchen und Co.

Faktoren, die die Hautelastizität beeinflussen

Die Elastizität der Haut lässt mit zunehmendem Alter allmählich nach. Man kann aber einiges dafür tun, um diesen Prozess zu verlangsamen und die Hautelastizität zu erhalten. Diese wird nämlich mehrheitlich von ihrem Kollagengehalt bestimmt.

Die Kollagenfasern unserer Haut sind es, die wie ein Stützkorsett auf die Zellen wirken – sie sorgen dafür, dass die Haut nach mimischen Aktivitäten wie Lachen oder Stirnrunzeln wieder in ihren glatten Ausgangszustand zurückfedert.

Leider können Kollagenfasern mit der Zeit, wie häufig benutzte Gummibänder, ausleiern. Zudem produziert der Körper schon ab Mitte zwanzig weniger elastische Fasern.

Umweltfaktoren wie Sonneneinstrahlung, aber auch der Lebensstil (Stichwort Ernährungsgewohnheiten und Stresslevel) können einen vorschnellen Abbau der elastischen Hautfasern bedingen. Nicht zuletzt nimmt der Kollagenabbau in den Wechseljahren zu.

Die Gesichtskonturen verändern sich, die Haut wirkt, als könne sie der Schwerkraft kaum joch Widerstand leisten. Falten und Fältchen zeichnen sich ab.

Die innere Uhr tickt auch bei Hautkrankheiten - Regeneration hängt von der Tageszeit ab

Nahaufnahme weiße Uhr mit schwarzem Ziffernblatt zeigt vier Sekunden vor Zwölf
clock at midnight © Andres Rodriguez - www.fotolia.de

Menschen mit einer Neurodermitis oder Leiden wie der Schuppenflechte bekommen von Dermatologen verschiedene Therapiekonzepte angeboten. Oft wird mit Medikamenten zur Einnahme und Salben für die Haut gearbeitet, damit Reizungen abklingen und die Hautzellen sich regenerieren können. In Zukunft müssen die Ärzte dabei auch vermehrt die aktuelle Tageszeit in die Planung einbeziehen, denn eine Studie hat nun ermittelt, dass auch bei Hautkrankheiten die innere Uhr eine ganz wesentliche Rolle spielt.

Forscher aus Deutschland haben die Haut von Probanden gezielt dabei beobachtet, wie und wann sie sich von Schäden heilt. Dafür entnahm man den Teilnehmern zu verschiedenen Zeiten einige Hautzellen der oberen Schicht. Diese Zellen werden Keratinozyten genannt. Im Labor nun wurde schnell deutlich, dass ebenso wie für den Rest des Körpers hier ein fester Tag-Nacht-Rhythmus gilt. Der Mensch lebt in einem Zyklus von 24 Stunden. Der Stoffwechsel, samt aller Hormonproduktionen, Nährstoffverwertung und Organaktivität ist darauf eingestellt. Auch den Genanalyse der Hautzellen förderte diese Ausrichtung der Aktivitäten zu Tage. So bremst zu bestimmten Zeiten der Faktor "Klf9" die Zellteilung der Keratinozyten. Folglich verlangsamt sich in diesem Zeitfenster ihre Vermehrung. Griff man im Labor hier auf die zuständigen Gene zurück und drehte damit an der inneren Uhr, so wurde auch die Teilungsrate angekurbelt.

Dieses Wissen könnte man sich in der Therapie zu Nutze machen. Ähnliches fiel bei dem Hormon Cortisol auf. Dieses Stresshormon war tagsüber besonders aktiv und wirkte so auf die Zellen. Könnte man auch hier an der Uhr drehen, wären stressbedingte Neurodermitis und Schuppenflechte leichter zu kontrollieren.

Hormone können die Haut von Schwangeren schöner machen

Schwangere Frau mit weißem BH und Slip hält sich den Bauch
pregnant lady © memo - www.fotolia.de

Überraschende Veränderungen erleben Schwangere oft mit ihrer Haut: Häufig wird sie schöner, nämlich fester und glatter, berichtet das Apothekenmagazin Baby und Familie.

Ursache ist das Hormonhoch des Körpers. Es führt zu strafferem Bindegewebe und zu einer besseren Durchblutung. Außerdem speichert die Haut jetzt mehr Feuchtigkeit. Gelegentlicher Nachteil: Bei Frauen mit entsprechender Veranlagung zeigen sich jetzt manchmal unschöne, rote Äderchen. Durch eine verminderte Talgproduktion normalisiert sich sonst fettige Haut häufig, kann aber auch zur Trockenheit neigen.

Schwangere sollen ihren Teint aus all diesen Gründen deshalb gut beobachten und die Pflege anpassen. Das gilt besonders bei bestehenden Hautleiden. Akne zum Beispiel bessert sich meist. Wenn nicht, muss mit dem Arzt die weitere Therapie besprochen werden, denn etliche Akne-Medikamente sind nun tabu. Manche Frauen reagieren in der Schwangerschaft auch extrem lichtempfindlich. Betroffene sollten vorbeugen und schon morgens eine Gesichtscreme mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 30) auftragen.

Mit der perkutanen Kollageninduktion zu einer schönen Haut

Laser: Gesichtspflege einer jungen Frau im Kosmetiksalon
Young woman getting skin cleaning at beauty salon (shallow dof) © Dmitrijs Dmitrijevs - www.fotolia.de

In der Schönheitschirurgie gibt es mittlerweile eine riesige Anzahl an Möglichkeiten, um zu einem jüngeren Aussehen zu gelangen oder bestimmte Schönheitsmakel zu beseitigen. Mit der perkutanen Kollageninduktion hat sich darunter eine neue Variante gemischt.

Das auch als Microneedling bekannte Verfahren dient dazu, die Haut von bestimmten Problemen zu befreien, wie beispielsweise Aknenarben, Pigmentflecken, Schwangerschaftsstreifen oder auch Falten. Dabei wird mit dem so genannten Dermaroller, ein Gerät welches Nadeln unterschiedlicher Länge aufweist, über die gereinigte und mit einer Salbe betäubten Haut gefahren und somit die Kollagenproduktion angeregt. Auf diese Weise können Hautveränderungen entfernt werden - ohne Nebenwirkungen oder Schmerzen.

Einziger Nachteil der perkutanen Kollageninduktion ist, dass das Ergebnis erst nach mehreren Monaten sichtbar wird, auch wenn es dann für eine lange Zeit anhält.

Dornröschenteint dank gutem Stoffwechsel

Portrait einer schwarzhaarigen und schwarzgeschminkten Frau, trägt Halskette und dicken Ring, hält die Hand vor dem Auge
Beautiful mysterious brunette lady portrait © Subbotina Anna - www.fotolia.de

Unsere Haut ist das größte (und vor allem nach außen hin sichtbare) Organ des Menschen. An ihr lassen sich unser Lebensstil, das geschätzte Alter und unsere Erlebnisse wie auf einer Landkarte ablesen. Von daher ist es beinahe selbstverständlich, dass wir - aber besonders Frauen - auf sie achten. Doch worin liegt der Schlüssel zu scheinbar ewiger Jugend?

Die Antwort lautet: im Stoffwechsel. Dieser benötigt, um saure Rückstände abbauen zu können, basische Stoffe, wie sie in Obst und Gemüse anzutreffen sind. Wichtig ist, dass man sie dem Körper über die Nahrung zuführt, da dieser nicht in der Lage ist, Basen eigenständig zu produzieren. Besonders in der heutigen Zeit, in welcher der Körper einer erhöhten Säurezufuhr ausgeliefert ist, sind präventative Maßnahmen im Rahmen einer gesunden und ausgewogenen Ernährung, reichlich Bewegung und Entspannungstechniken von großer Bedeutung, um langfristig ein schönes Hautbild zu garantieren.

Mittel zur Unterstützung der Hautelastizität

Da Sonneneinstrahlung die hauteigenen Kollagenfasern richtiggehend "verkleben" lässt, gilt sie neben dem natürlichen Alterungsprozess als schlimmster Kollagenkiller. Kosmetikerinnen können es gar nicht oft genug betonen: auch in unseren Breiten sollte man täglich, auch im Winter, einen Lichtschutzfaktor verwenden.

Äußere Faktoren

Mittlerweile sind viele Tagescremes und sogar Make-ups erhältlich, die über einen "eingebauten" Lichtschutzfaktor verfügen. Ein zusätzlicher Pflegeschritt ist dann gar nicht nötig – einzig beim Einkaufen ist darauf zu achten, dass nur Produkte mit UV-Filter in den Einkaufskorb kommen.

Auch Cremes, die das hauteigene Coenzym Q10 enthalten, können den Zellstoffwechsel anregen und dadurch auch die Kollagenfasern der Haut kräftigen. Öle, wie beispielsweise Traubenkernöl, enthalten Fettsäuren, die die Kollagenfasern ebenfalls stärken können.

Die in Cremes enthaltene Vitamine A und C wiederum wirken als Antioxidantien, also als Fänger freier Radikale, und verlangsamen damit den – Umwelteinflüssen geschuldeten - Abbau an elastischen Fasern. Darüber hinaus können sie die natürliche Kollagenproduktion anregen.

Darüber hinaus wirkt sich alles, was durchblutungsfördernd wirkt, steigernd auf die Elastizität der Haut aus, also beispielsweise Massagen oder Wechselduschen. Ebenfalls wird die Elastizität der Haut durch alles gestärkt, was ihre Feuchtigkeit erhöht, denn Hautfeuchtigkeit ist eine Voraussetzung für Hautelastizität. Wirkstoffe wie Aloe Vera oder Hyaluronsäure, die in vielen Cremetöpfen stecken, sind hier wichtige Verbündete.

Die richtigen Cremes können helfen
Die richtigen Cremes können helfen

Innere Faktoren

Natürlich kann man die Radikalfänger nicht nur cremend von außen, sondern auch von innen über die Nahrung zuführen. Grüntee ist ein wirksamer freier Radikalenfänger. Nicht zuletzt beeinflusst ein ausgeglichener Lebenswandel mit

die Hautelastizität positiv. Pflanzenhormone im Rahmen der Phythoöstrogentherapie können ebenfalls dazu beitragen, den Kollagenabbau der Haut zu verlangsamen.

Gesunde Ernährung

Besonders die Ernährung hat einen großen Einfluss auf unsere Haut. Wer etwas für die Hautelastizität tun möchte, sollte besonders Lebensmittel essen, die reich an Vitamin A, C und E sind. Sie reparieren Zellgewebe, hemmen den Alterungsprozess und kurbeln die Produktion von Kollagen an.

Die empfohlene Menge an Vitamin C beträgt täglich 75 bis 90 Milligramm. Enthalten ist dieses Vitamin beispielsweise ein

Vitamin C-Lieferanten

Täglich 15 Milligram sollten es am Tag an Vitamin E sein. Enthalten ist es in

Vitamin E-Lieferanten

Zu den Nahrungsmitteln, in denen viel Vitamin A - 700 bis 900 Milligramm täglich werden empfohlen - enthalten ist, zählen

Vitamin A-Lieferanten

Ratgeber: Die richtige Pflege auf den jeweiligen Hauttypen abgestimmt

Alle verschiedenen Hauttypen benötigen einen unterschiedlichen Sonnenschutz

Frau mit Sonnenhut und weißem Bikini cremt sich mit Sonnencreme ein
woman applying sunblock © Christian Wheatley - www.fotolia.de

Dass keine Haut der anderen absolut gleicht ist keine neue Erkenntnis, doch gerade in Anbetracht der richtigen Pflege kann man sich etwas an den Einstufungen der einzelnen Hauttypen orientieren, um somit die bestmögliche Versorgung des größten menschlichen Organs zu erreichen.

Keltischer Hauttyp

Der keltische Hauttyp zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass er eine sehr helle Haut und auch rötliche oder hellblonde Haare hat. Empfindlich auf Sonnenlicht, heißt es für diesen Typen für einen ausreichenden Hautschutz zu sorgen, denn die Eigenschutzzeit beträgt maximal zehn Minuten. Produkte mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 15 sollten hier fast schon Pflicht sein, sowie möglichst der Aufenthalt im Schatten.

Der nordische Hauttyp

Der nordische Hauttyp verfügt zwar auch über eine hellere Haut und blonde bis hellbraune Haare, zeigt allerdings einen leichten braunen Touch an den Brustwarzen. Die Eigenschutzzeit beträgt bei diesem Hauttyp bis zu 20min und damit ein ausreichender Sonnenschutz besteht, sollte man zu einem Sonnenschutzprodukt mit dem Faktor 10-15 greifen.

Der Misch-Hauttyp

Beim Misch-Hauttyp können sowohl helle als auch dunkle Haare vorkommen, seltener Sommersprossen und die Brustwarzen zeigen eine gute Pigmentierung auf. Dieser Hauttyp bräunt relativ rasch und auch gut und die Eigenschutzzeit liegt bereits bei bis zu 30min. Die richtige Sonnenschutzwahl ist beim Mischtyp der Faktor 10-15.

Der mediterrane Hauttyp

Zu guter Letzt bleibt noch der mediterrane Typ: Braune bis schwarze Haare, dunkle Augen und Brustwarzen, sowie kaum Sommersprossen sind hier die Merkmale. Einen Sonnenbrand bekommen die wenigsten Menschen mit diesem Hauttyp und auch die Eigenschutzzeit liegt mit bis zu 35min höher als bei den anderen Hauttypen.

Sonnenschutz gilt für alle Hauttypen

Doch auch wenn man nicht so anfällig für einen Sonnenbrand ist, sollte man gerade in den Bergen oder am Meer trotz allem zu einem guten Sonnenschutzmittel mit dem Faktor 10 greifen. Denn bei allen Hauttypen gilt: Nicht nur einem Sonnenbrand gilt es vorzubeugen, sondern auch einem Austrocknen der Haut.

Grundinformationen zur Haut

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Quellenangaben

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  • Bildnachweis: applying face-cream © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Citrus slice © Marek Kosmal - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Brokuly na bialym tle © ellaa44 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Nahaufnahme von frischen Tomaten © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: blumenkohl © Uschi Hering - www.fotolia.de
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  • Bildnachweis: fresh mango fruit with cut and green leafs isolated © Yasonya - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: junge, schöne Frau hält zwei Tomaten zu ihren Augen © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: papayas © soschoenbistdu - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: orange essen © Maria.P. - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: spinach © nata_vkusidey - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: close-up of orange halloween pumpkin with green stalk © Anette Linnea Rasmus - www.fotolia.de
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