22. April 2010
Als Brustdrüse (Mamma) bezeichnet man einen Drüsenkörper in der weiblichen und männlichen Brust. Bei Frauen ist die Drüse für die Produktion von Muttermilch verantwortlich.
Die Brustdrüse (Mamma) findet man sowohl in der weiblichen als auch in der männlichen Brust. Sie liegt unterhalb der Haut auf dem großen und kleinen Brustmuskel und wird von Fett- und Bindegewebe umschlossen. Beim weiblichen Geschlecht gehört die Brustdrüse zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen. Sie entwickelt sich allerdings erst während der Pubertät durch hormonelle Einflüsse. Zwar hat die männliche Brustdrüse (Mamma masculina) im Prinzip den gleichen Aufbau wie die weibliche, kann sich jedoch aufgrund mangelnder hormoneller Faktoren nicht weiterentwickeln.
Bei erwachsenen Frauen befindet sich die Brustdrüse auf der Höhe der zweiten bis siebten Rippe und hat die Form einer Halbkugel. Nach der Geburt und mit zunehmendem Alter kommt es zu einer Lockerung der bindegewebigen Verwachsung, was ein Herabhängen der Brust zur Folge haben kann.
Wichtigste Funktion der weiblichen Brustdrüse ist das Stillen eines Säuglings mit Muttermilch. Darüber hinaus übt sie sexuelle Anziehungskraft auf einen männlichen Partner aus.
Die Form der Brustdrüse kann durch zahlreiche verschiedene Faktoren wie Hormonhaushalt, Alter, Ernährung, Körperhaltung sowie der Anzahl von Schwangerschaften und Stillzeiten beeinflusst werden. Zusammengesetzt wird die Brustdrüse aus Drüsen-, Fett- und Bindegewebe. Unterteilt wird der Drüsenkörper in fünfzehn bis zwanzig einzelne Drüsen. In diesen Drüsen liegt jeweils ein Ausführungsgang, der als Hauptmilchgang bezeichnet wird. Sämtliche Gänge münden in der Brustwarze (Mamille). Im Vorfeld der Mündung liegt der so genannte Sinus lactifer, eine Ausweitung, die während der Stillzeit die Funktion eines Milchreservoirs hat. Fixiert wird die Brust durch bandartige Strukturen an der Brustfaszie.
Die Oberfläche der Mamma wird von Haut überzogen. Zentrales Ausführungsorgan der Brustdrüse ist die Brustwarze, die von einem dunkel pigmentierten Warzenhof (Areola mammae) umgeben wird. Eingelassen in den Warzenvorhof befinden sich Talg- und Schweißdrüsen. Da die Brustwarze über eine sehr starke sensible Innervation verfügt und von glatter Muskulatur durchsetzt ist, kann sie sich bei mechanischer Stimulation aufrichten. Der Abfluss von Lymphflüssigkeit geschieht vor allem über die Achsellymphknoten.
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