5. Januar 2009
Von K. Schumann
Die weibliche Brust gehört zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen. Zu Beginn der Pubertät bildet sich die weibliche Brustdrüse aus. Sie ist eine der größten Hautdrüsen des menschlichen Körpers.

Grafik der weiblichen Brust
Die Brustdrüse besteht aus ungefähr zwanzig Drüsenlappen, die durch Bindegewebe voneinander getrennt sind. Eingebettet in Fettgewebe, das der Brust auch ihre Form und Größe gibt, ist sie gut geschützt. Die kleinste Baueinheit der Brustdrüse sind die Milchbläschen. Diese stellen auch die eigentliche funktionelle Einheit der Brustdrüse während der Stillzeit dar. Hier wird die Muttermilch in die Milchausführungsgänge, die sternförmig auf die Brustwarze zulaufen und dort nach außen münden, produziert.
Genau diese Ausführungsgänge stellen auch einen Eingang für potentielle Erreger dar. Besonders während der Stillzeit ist die Gefahr einer Brustdrüsenentzündung, einer so genannten Mastitis, durch eingedrungene Erreger gegeben. Eine Brustentzündung, die während der Stillzeit auftritt, wird auch als puerperale Mastitis bezeichnet. In den meisten Fällen kommen zur Behandlung einer solchen Mastitis Anitibiotika zum Einsatz. Schmerzlindernd können kühlende Quarkwickel wirken.
Brustdrüsengewebe kann natürlich auch entarten, so dass es zu einem Tumor kommen kann. Brustkrebs, das so genannte Mammakarzinom, ist der häufigste bösartige Tumor der Brustdrüse. 30% aller Krebsneuerkrankungen sind Brustkrebsfälle. In der westlichen Welt gilt Brustkrebs sogar als die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 30 und 60. Mehr als die Hälfte aller Tumore befindet sich im oberen äußeren Quadranten der Brust. Die meisten Knoten werden von den Betroffenen selbst zufällig entdeckt. Der Knoten ist nicht druckschmerzhaft und unverschieblich.
Bei Verdacht auf Brustkrebs sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Dort werden meist eine Ultraschalluntersuchung und eine Mammographie durchgeführt um Klarheit zu gewinnen. Wenn möglich wird bei Feststellung eines bösartigen Tumors eine brusterhaltende OP durchgeführt. Ist dies nicht möglich, wird die gesamte Brust entfernt. Etwa 60-70% der Patientinnen überleben die ersten fünf Jahre nach Therapiebeginn.
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