Hinweise zur Regulierung des Wasserverbrauchs bei der Klospülung

Einsicht modernes Badezimmer
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  • von Paradisi-Redaktion

Als Toilette, Wasserklosett oder kurz Klo wird sowohl der abgetrennte Raum als auch die sanitäre Vorrichtung als solche bezeichnet. Im hiesigen Kulturraum werden alle Körperausscheidungen und das in dem Zusammenhang benutzte Toiletten- oder Klopapier mit Wasser in den Abfluss gespült, also abgeleitet. Wasser ist teuer, und so wird versucht, auch bei der Klospülung zu sparen.

Der englische Mathematiker und Mechaniker Alexander Cumming gilt als der Erfinder, sozusagen Konstrukteur des Wasserklosetts, dem Vorläufer der heutigen Toilette mit Toilettenspülung. Das von ihm Mitte der 1770er Jahre entwickelte S-Rohr, der Siphon wurde als ein Gasverschluss von Rohren auf seinen Namen patentiert.

Die untere Rohrbiegung bleibt dauerhaft mit Wasser gefüllt und erschwert den Durchlass von Gasen nach oben, ermöglicht gleichzeitig aber auch das Abfließen von Wasser nach unten.

Heutzutage ist die Toilettenspülung direkt an die Kanalisation angeschlossen. Wenn das nicht der Fall ist, dann wird von einem nicht erschlossenen Grundstück gesprochen. In diesem Falle führt die Toilettenspülung in eine Sickergrube.

Vom sogenannten Plumpsklo wird gesprochen, wenn die Körperausscheidungen ohne Toilettenspülung, also direkt dort hinterlassen werden.

Funktionsweise verschiedener Spülsysteme

Die Toilettenspülung ist unmittelbar mit dem Toilettenbecken verbunden. Die heutzutage gängigen Bauarten sind der Flachspüler, die Hocktoilette und der Tiefspüler. Bei den Spülsystemen wird in das Druck- und in das Kastenspülen unterschieden.

Beim Druckspülen gelangt das Wasser direkt aus der Leitung der Hauswasserversorgung in das Toilettenbecken. Es läuft ungebremst und solange, wie buchstäblich gedrückt wird.

Der Wasserverbrauch ist weder messbar noch kontrollierbar. Vor dem Hintergrund von Hygiene und Sauberkeit wird erfahrungsgemäß eher länger als kürzer gedrückt.

Das ist beim Kastenspüler ganz anders. Der Spülkasten ist oberhalb der Toilettenschüssel montiert. Über ein Füllventil wird das Auf- und Nachfüllen des Spülkastens reguliert. Er fasst üblicherweise zehn Liter Wasser. In Deutschland ist es Leitungswasser, also gereinigtes Trinkwasser.

Über einen Druckauslöser wird der Wasseraustritt freigegeben. Durch eine direkte Zuleitung gelangt das Wasser mit einem druckvollen Schwung in die Toilettenschüssel und schwemmt den Inhalt durch den Siphon hindurch weiter in das Abflussrohr. Das Nachfüllen des Spülkastens geschieht automatisch im direkten Anschluss an das Leeren.

Den Wasserverbrauch regulieren

Mit der Kastenspülung lässt sich die verbrauchte Wassermenge regulieren und in etwa ausrechnen. Um direkten Einfluss auf den Wasserverbrauch zu nehmen, bieten sich die moderne Zwei-Mengen-Spültechnik oder die Spül-Stopp-Funktion an. Der Toilettenbenutzer kann sich für die geringere Wassermenge mit etwa drei Litern entscheiden oder für die gesamte Füllmenge des Spülkastens mit bis zu zehn Litern.

Ein Nachspülen ist auf dieselbe Weise über beide Spülkammern möglich. Die Spül-Stopp-Funktion wird in öffentlichen Gebäuden vielfach mit einer Automatik versehen. Die Füllkammern werden sehr sparsam auf- und nur langsam mit Wasser nachgefüllt.

Als ein Nachteil erweist sich die Anfälligkeit der häufig betätigten Automatik. Wenn sie defekt ist, dann gilt das für den gesamten Spülgang; die Toilette ist aus dieser Sicht unbenutzbar.

Wasser ist heutzutage eine teure und kostbare Ressource. Toilettenspülungen werden aus ganz unterschiedlichen Gründen oftmals unbewusst, unbedacht und auch überflüssigerweise betätigt. Wenn dieses Verhalten beibehalten, dabei jedoch bei der Zwei-Mengen-Spültechnik die Taste mit dem geringeren Wasserverbrauch betätigt wird, dann werden Wasser und Geld gespart.

In der Öffentlichkeit denken die einen dabei an die Umwelt, zuhause dagegen an das eigene Portemonnaie. Der Mieter von Haus oder Wohnung sollte Wert darauf legen, dass der Vermieter die Toilettenspülung im Bad und besonders für das Gäste-WC mit dieser modernen und ressourcenschonenden Technik versieht.

Wenn das eigene Verhalten darauf reduziert wird, die Toilettenspülung ausschließlich zum Wegspülen von Körperausscheidungen zu betätigen, dann lassen sich in einem mehrköpfigen Haushalt monatlich einige Kubikmeter teures Leitungswasser einsparen.

So wie das eigene Verhalten zum Sparen bei Strom und Heizung überprüft wird, so muss es auch beim Wasserverbrauch der Toilettenspülung sein. Es sollte bewusst werden, dass jeder Liter Wasser, der aus der Leitung oder aus dem Spülkasten läuft, ein Wasserkauf ist.

Vergleichbar mit Strom und Gas kommt auch hier das dicke Ende über die Endabrechnung der Haus- oder Mietnebenkosten.

Grundinformationen zur Toilette

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Quellenangaben

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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