Merkmale unterschiedlicher Lattenrost-Arten

Junge Frau liegt im Bett auf der Seite und schläft

Verschiedene Lattenroste für verschiedene Schlafbedürfnisse

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Lattenrost ist ein gitterartiger Gegenstand. Seine Bestandteile sind die sich kreuzenden sowie parallel verlaufenden Stäbe aus Materialien wie Metall, Draht oder Holzlatten. Der Lattenrost ist als Unterlage ein wesentlicher Bestandteil des Bettes als Liegefläche; die Matratze wird daraufgelegt. Dabei gibt es verschiedene Arten eines Lattenrostes. Lesen Sie über den Nutzen und die verschiedenen Arten von Lattenrosten.

Lattenroste: Merkmale und Funktion

Neben dem Bettgestell und der Matratze ist ein Lattenrost der eigentliche und wichtige Bestandteil des Bettes. Lattenrost und Matratze gemeinsam sind die Grundlage für den Liegekomfort.

Der Lattenrost dient als Unterlage für die Matratze. Zudem sorgt er auch für eine durchgängige Belüftung der aufliegenden Matratze. Die sollte ihrerseits in regelmäßigen Abständen mit ihrer Liegefläche umgedreht sowie gewechselt werden.

Lattenroste sind den Normmaßen von Betten wie Kinderbett, Einzel- und Doppelbett oder französischem Bett angepasst.

Ein gesunder Schlaf macht den Körper leistungsfähig und ausgeglichen. Personen, die unter Schlafstörungen leiden, sind oft unkonzentriert und anfälliger gegenüber Stress.

Ein Kriterium, das für gesunden Schlaf eine wichtige Rolle spielt, ist die Wahl des richtigen Lattenrostes. Je nach Schlafposition, Vorerkrankungen im Rückenbereich und anderen individuellen Faktoren eignen sich manche Lattenroste besser als andere.

Geschichte des Lattenrostes

Als Erfinder des Lattenrostes werden der schweizerische Ingenieur Hugo Degen sowie der deutsche Möbeltischler Karl Thomas genannt. Der gründete Ende der 1950er Jahr eine Möbelfirma, die heutige Thomas GmbH & Co. mit Geschäftssitz im staatlich anerkannten Erholungsort Bremervörde im niedersächsischen Landkreis Rotenburg/Wümme.

Neu an der damaligen Erfindung war die Konstruktion aus Holzlatten, die an der Innenseite flexibel auf dem Bettenrahmen platziert wurde. Die Elastizität der Unterlage ist für ein dauerhaft gesundes und bequemes Liegen ausschlaggebend.

Bevor die Lattenroste aus mehrschichtigen Holzlatten entwickelt wurden, bestanden diese Liegeunterlagen aus Drahtgittern. Das war die Drahtmatratze, auch Sprungfederrahmen genannt. Der entscheidende Vorteil des Lattenrostes aus Holz ist seine Elastizität.

Sowohl Funktion als auch der Grad der Elastizität lassen sich auf die Holzlatten verteilen. Zusammen mit der dazu passenden Matratze bietet der Holzlattenrost eine optimale Liegefläche für Jung und Alt, für Leicht-, Mittel- und Schwergewichtige.

Links brünetter junger Mann mit kurzem Haar, rechts blonde Frau mit lockigen Haaren, schlafen
Links brünetter junger Mann mit kurzem Haar, rechts blonde Frau mit lockigen Haaren, schlafen in weißer Bettwäsche

Die Vielfalt der Lattenroste

Der Markt der Lattenroste ist groß - es gibt unterschiedliche Arten.

Rahmen- und Rollroste

Die gängigen Arten oder Bauformen der Lattenroste sind der Rahmen- sowie der Rollrost. Der kann, wie das Wort formuliert, zur Lagerung oder zum Transport zusammengerollt werden. Die Latten aus massivem Holz, beispielsweise aus Buchenholz, werden durch Kunststoff- oder Textilbänder miteinander verbunden, sozusagen verzurrt.

Der Rollrost ist stabil, aber wenig federnd oder nachgiebig. Eine Matratze, die auf einem Rollrost liegt, passt sich darum nur bedingt der Körperform und Liegeposition an und ist, unter medizinischen Gesichtspunkten betrachtet, eher nicht zu empfehlen.

Vor allem für leichtgewichtige Personen und diejenigen, die unter keinen Rückenproblemen leiden, ist ein Rollrost dennoch eine preiswerte Alternative zu elastischen Lattenrosten. Auch Personen, die am liebsten auf einem sehr harten Untergrund schlafen, sind mit einem Rollrost in Kombination mit der richtigen Matratze gut bedient.

Eine vergleichbare Qualität bietet der Rahmenrost. Mit zwei Dutzend Leisten im Abstand von jeweils vier oder mehr Zentimetern ist der Lattenrost eine starre, unbewegliche Fläche. Der Rahmenlattenrost wird so, wie er ist, auf den Bettinnenrahmen aufgelegt.

Elastische Lattenroste

Das Gegenstück dazu ist der bewegliche Lattenrost. Er ist in fünf bis sieben Segmente unterteilt. Die sind sowohl manuell als auch motorisch verstellbar. Sie bieten, zusammen mit der aufliegenden Matratze und ihren ebenso aufgeteilten Liegezonen, die gewünschten Liegekomfort.

Diese Lattenroste im Gegensatz zu Rollrosten für Rücken, Nacken und Schultern gesünder und beugen ungesunden Schlafpositionen vor. Die elastischen Latten aus Holz, Karbonfasern oder anderen modernen Materialien passen sich der Liegeposition an und sorgen so für eine Entlastung der Wirbelsäule. Diese Lattenroste gibt es in verschiedenen Ausführungen.

Ganz einfache Modelle verfügen meist über 28 Querleisten und sind ideal für Personen, die Rückenschäden vorbeugen wollen. Für diejenigen, die bereits mit Rückenproblemen zu kämpfen haben, gibt es Lattenroste, die über eine größere Anzahl von Querleisten verfügen.

Diese können dem individuellen Schlafbedürfnis entsprechende in Härte und Abstand verstellt werden. Je nach Modell verfügen sie zudem über eine Mittelzonenverstärkung oder Schulterabsenkungen. Solche individuell einstellbaren Lattenroste sind zwar teurer als die einfachen Modelle, erfüllen bei richtiger Einstellung aber insbesondere Personen mit Erkrankungen der Wirbelsäule gute Zwecke.

Es gibt viele unterschiedliche Lattenrostsysteme
Es gibt viele unterschiedliche Lattenrostsysteme

Dampf-Leimverfahren

Die Holzlatten des Lattenrostes selbst erhalten ihre Elastizität dadurch, dass mehrere Holzschichten miteinander verleimt werden. Das spezielle Dampf-Leimverfahren sorgt für die gewünschte Holzelastizität.

Das sind die mehrschichtigen Lattenroste. Die lassen sich, je nach Marke und Modell, mit ihren fünf bis sieben Segmenten körpergerecht einstellen sowie regulieren.

Aufgelegt wird dann die dazugehörige Matratze. Der mehrschichtige Holzlattenrost mit seinen Liegezonen ist für dauerhaft Bettlägerige unerlässlich notwendig. Durch ein richtiges und entspannendes Liegen lassen sich Verspannungen bis hin zu Verkrampfungen vermeiden.

Die Wirbelsäule wird durch die richtige Lage auf dem passend eingestellten Lattenrost entlastet. Die beweglichen Lattenrostsegmente für die Körperbereiche Rücken, Ober- sowie Unterschenkel sorgen für ein entspannendes und abwechslungsreiches Liegen.

Verstellbare Lattenroste, z.B. mit Motor

Noch mehr Möglichkeiten bietet ein Lattenrost, das in sich verstellbar ist. Dieses verfügt meist über ein Kopf-, Rücken- und Beinsegment.

Jedes Segment ist einzeln verstellbar und kann auf verschiedene Höhen eingestellt werden. Einige Modelle sind sogar mit einem elektrischen Motor ausgestattet, so dass Kopf- und Beinbereiche bequem per Knopfdruck angehoben oder abgesenkt werden können.

Solche Lattenroste ermöglichen vor allem pflegebedürftigen und bettlägerigen Personen eine einfache und selbstständige Veränderung der Liegeposition.

Nicht nur für Pflegebetten, sondern auch für den heimischen Gebrauch sind Lattenroste mit einem Elektromotor ausgestattet. Sie lassen sich so mit einem Handgriff punktgenau und auf die gewünschte Liegeposition einstellen.

Der richtige Lattenrost beugt Rückenschmerzen vor
Der richtige Lattenrost beugt Rückenschmerzen vor

Im Folgenden gehen wir auf einige besondere Lattenrostarten genauer ein.

Mehrzonenlattenrost

Bei einem Mehrzonenlattenrost, sind, wie der Name schon sagt, mehrere unterschiedlich harte Zonen vorhanden. Die jeweilige Wirkung kommt bei den verschiedenen Schlafpositionen zum Tragen.

Seitenschläfer können im Bereich der Schulter tiefer in die Matratze einsinken, als es im Bereich der Hüfte der Fall ist. Dies wird durch die weicher gelagerten Rostlatten gewährleistet. Auf diese Weise unterstützt man das gerade Liegen der Wirbelsäule und vermeidet ein Abknicken der Halswirbelsäule.

Biolattenrost

Heutzutage ist der Holzlattenrost ein gängiges Angebot für das heimische Bett. Er ist der genormten Bettgröße angepasst. Der Rahmenlattenrost wird als eine Einheit in den Bettrahmen ein- beziehungsweise aufgelegt.

Für den Bettbenutzer ist dabei das Lattenrostmaterial von großer Bedeutung. Der Wortteil "bio" steht in seiner vielfachen Bedeutung im weitesten Sinne für Natur und Natürlichkeit, also ohne künstliche oder chemische Zusätze.

Die infrage kommenden Materialien sollen natürlich, sprich naturbelassen sein. Dazu gehören auch der Verarbeitungsprozess sowie die dazu benutzten Stoffe, Leime und dergleichen. Für die "Biohardliner" ist es erst dann ein Biolattenrost, wenn auch der elektrische Strom, der für die Herstellung verwendet wurde, aus Erneuerbaren Energien erzeugt worden ist.

Soweit geht der Lattenrostkäufer in aller Regel nicht. Er legt aber Wert auf die Herkunft des mehrschichtigen und massiven Lattenrostholzes aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft.

PEFC

PEFC zum Beispiel steht für Pan-European Forest Certification, ein weltweites Gütesiegel für Biohölzer vom Anbau bis hin zur Verwendung. PEFC hat als gemeinnützige Organisation den Verbandssitz in der schweizerischen Stadt Genf.

Biolattenrost bedeutet auch, dass die verwendeten Leime und Lattenrostverbindungen ebenfalls bio, also ohne chemische Zusätze sind. Das Bett mit seinem Biorahmen soll, inklusive dem Biolattenrost, eine einzige Bioeinheit bilden. Die wird durch eine dementsprechende Biomatratze komplettiert. Für Allergiker ist das Bio-Bett ein Muss, für viele andere Benutzer zumindest wichtig.

Duolattenrost

Wie das Wort Duolattenrost ausdrückt, ist er zweigeteilt. Als Duo werden zwei Personen bezeichnet, die zusammenpassen oder nebeneinander stehen. So verhält es sich mit dem Duolattenrost.

Er ist längs in zwei gleiche Teile unterteilt. Sie gehören zusammen, bilden als Rahmenlattenrost eine Einheit und sind trotzdem getrennt nutzbar. Das gilt sowohl für den Duolattenrost im Einzelbett, der beidseitig unterschiedlich einstellbar ist, als auch für den im Doppelbett mit zwei Personen.

Der Härtegrad des Lattenrostes lässt sich zweimal, und zwar getrennt voneinander, individuell einstellen. In der Flexibilität ihrer Einstellung unterscheiden sich Marken und Modelle teilweise deutlich voneinander. In vielen Fällen lassen sich aus Konstruktionsgründen die ansonsten variable Kopf- oder Fußzone nicht einzeln, also getrennt verstellen.

Der Duolattenrost ist in solchen Fällen kein echter Ersatz für zwei einzelne Holzlattenroste, sondern eine gangbare Lösung für das überbreite französische Bett oder für das Doppelbett. Vielfach ist beim Duolattenrost für das genormte Einzelbett ein lastenverteilender Textilmittelgurt eingezogen. Der Duolattenrost aus mehrschichtigem Holz empfiehlt sich besonders für dauerbettlägerige Einzelpersonen.

Liegezonen

Die Zahl der ohnehin beim Holzlattenrost vorhandenen fünf bis sieben Liegezonen erweitert sich nochmals durch die mittige Halbierung. Sie macht aus dem Einzel- einen Duolattenrost mit einem deutlich erweiterten Spektrum an einer Auf- und Verteilung der Liegezonen.

Mitentscheidend ist, dass auch die aufliegende Matratze diese Duoeigenschaften übernimmt. Sie muss mit den Möglichkeiten des Duolattenrostes mithalten können, mit ihnen korrespondieren. Erst wenn das der Fall ist, wird sich der Schlafende oder Ruhende auf dem Duolattenrost so richtig wohl fühlen können - sei es allein im Einzel- oder zu zweit im Doppelbett.

Tellerlattenrost

Ein Tellerlattenrost kann bildlich mit einem Punktlattenrost verglichen werden. Der runde Teller hat bei unterschiedlich großen Durchmessern einen Mittelpunkt.

Der Benutzer sollte sich die Beschaffenheit des Holzlattenrostes so vorstellen, dass auf dessen Fläche mehrere bis hin zu viele Teller verteilt sind. Jeder von ihnen ist sozusagen punktelastisch.

Entspannungskomfort

Diese tellerartige Elastizität ist so über den Lattenrost verteilt, dass davon die punktempfindlichen Körperstellen des Liegenden betroffen sind. An der Stelle, an der die einzelne Körperstellen auf der Matratze aufliegen, gibt die nach, und im unmittelbaren Zusammenhang damit auch der darunter liegende Tellerlattenrost.

Die Bequemlichkeit des punktuellen Aufliegens wird von der Matratze an den Lattenrost weitergegeben. Die als Teller ausgestatte Teilfläche verhält sich ebenso elastisch. Das verschafft dem Liegenden beziehungsweise Ruhenden einen optimalen Entspannungskomfort.

Zonen

Im Gegensatz zu dem gewohnten Mehrzonenlattenrost ist der Tellerlattenrost wie aus einer Vielzahl von einzelnen in sich abgerundeten Zonen zusammengesetzt. Das macht ihn elastischer und flexibler, auf der anderen Seite aber in der Anschaffung auch deutlich teurer. Das ist nachvollziehbar und verständlich.

Mehrere Teller eines Services sind ebenfalls teurer und aufwändiger als ein einziges großflächiges Tablett. Wer aus gesundheitlichen Gründen viel und lange im Bett liegt, für den lohnt sich die Investition in einen Tellerlattenrost. Der Körper dankt es allein dadurch, dass vorhandene Beschwerden nachlassen oder erträglicher werden.

Elektrolattenrost

Der Elektrolattenrost bietet sich für Bettbenutzer an, die aus gesundheitlichen Gründen häufig und lange im Bett liegen oder ruhen. Sie verändern ganz zwangsläufig ihre Liegeposition. Das ist nur dann möglich, wenn die Auflagen wie Matratze und Lattenrost diese notwendigen Veränderungen übernehmen, sie buchstäblich mitmachen.

Es ist unpraktisch bis hin zu unmöglich, den Lattenrost täglich mehrere Male manuell zu verstellen oder bedarfsgerecht einzustellen. Diese notwendige Hilfe bietet der Elektrolattenrost. Er ist, wie das Wort sagt, elektrisch verstellbar.

Erleichterte Handhabbarkeit

Das wirkt sich positiv auf die Handhabbarkeit, aber auch auf die Genauigkeit aus. Der Elektrolattenrost lässt sich punktgenau einstellen.

Die komfortablen Elektrolattenroste bieten mit zwei Motoren die Möglichkeit, Kopf- und Fußteil separat zu bedienen, also zu variieren. Das geschieht unabhängig und getrennt voneinander.

Notstromanlass oder Stromfreischaltung sind dabei ebenso wichtig wie das automatische Stromabschalten nach Bedienungsende. Als Luxusausführung kann ein Elektrolattenrost mit vier Motoren und bis zu einem Dutzend Bewegungsfunktionen bezeichnet werden.

Die Leisten des Holzlattenrostes müssen in flexible Kappen aus Kautschuk eingelagert sein, keinesfalls in starre Kunststoffkappen. Der Elektrolattenrost kann punktgenau eingestellt, fast justiert werden.

Für den erkrankten Bettlägerigen bedeutet das die Möglichkeit einer regelmäßigen und bedarfsgerechten Veränderung seiner Sitz- oder Liegeposition. Dadurch verringern sich die Gefahren von Verspannung oder Verkrampfung.

Mit dem Griff zum Motor kann sich der Bettlägerige selbst helfen. Der Elektrolattenrost stellt an die aufliegende Matratze besonders hohe Anforderungen. Sie muss mindestens ebenso biegsam und flexibel sein wie der Lattenrost selbst, ohne dass das Matratzeninnere dauerhaft darunter leidet.

Dunkelhaarige Frau liegt auf Seite im Bett und schläft
Dunkelhaarige Frau liegt auf Seite im Bett und schläft

Federholzrahmen: Randlose Federwirkung

Die Federwirkung des Lattenrostes bietet an der Stelle den höchsten Liegekomfort, die am besten gefedert ist. Zu den beiden Längsseiten, also zum Bettrahmen hin, lässt diese Federwirkung nach.

Der Liegende spürt, dass die Federung härter, insgesamt unelastischer wird. Das ist einer der Gründe, aus denen es mittig im Bett am bequemsten ist.

Bei einem Doppelbett wird das besonders an der Längsseite deutlich, an der sie zusammenstehen. Hier kann eine nur schwach gefederte Fläche von zwanzig bis vierzig Zentimetern entstehen - das ist die bekannte Besucherritze.

Wirkungsprinzip

Durch eine randlose Federwirkung zu jeder Seite hin lässt sich dieser Missstand weitestgehend vermeiden. Die Federwirkung ist gleichbleibend gut, buchstäblich bis auf den letzten seitlichen Zentimeter.

Es gibt keinen Übergang vom einen zum anderen Bett, und innerhalb des einzelnen Bettes kann die volle Bettbreite ohne Einschränkung gleichbleibend genutzt werden.

In einem Doppelbett mit zwei separaten Lattenrosten und randloser Federwirkung entsteht das Empfinden, als wäre es ein einziger großflächiger, ein Duolattenrost. Seitenschläfer belegen eine größere Bettfläche.

Sie drehen, also rollen sich seitwärts, nicht auf der Stelle. Linke und rechte Bettseite addieren sich leicht auf bis zu insgesamt einen halben Meter. Ohne den Lattenrost mit randloser Federwirkung kann sich der Liegekomfort nahezu halbieren.

Bei der Holzwahl sollte man sich für Federleisten aus Buchenholz entscheiden. Diese bleiben länger stabil und elastisch als beispielsweise Modelle aus Birkenholz.

Modelle für Schwergewichtige

Jeder Mensch, unabhängig von Alter, Größe und Gewicht, möchte gleichermaßen gut ruhen und schlafen. Für den XXL-Menschen bietet die Industrie auch den XXL-Lattenrost.

Material sowie Konstruktion sind von Haus aus für Normalgewichtige vorgesehen. Die Hersteller gehen ab einem Körpergewicht von hundert bis hundertzehn Kilogramm aufwärts von der Notwendigkeit aus, den Lattenrost besonders zu verstärken. Das gilt sowohl für den Bettrahmen als auch für die einzelnen mehrschichtigen Holzleisten und die damit verbundenen Kappen.

Im Grunde genommen wird der Lattenrost durch das deutlich höhere Liegegewicht tagtäglich stärker strapaziert. Auch für diesen Personenkreis müssen die Hersteller eine gleichbleibend gute Qualität bieten. Hier gelten ebenso Garantie und Gewährleistung, die eben nicht von Alter, Größe und Gewicht abhängig sein dürfen.

Für die Latten wird mit Buche oder Eiche ein besonders hartes, sprich schweres Holz verwendet. Eine Herausforderung für alle Hersteller sind Tellerlattenroste oder solche mit randloser Federwirkung für alle Schwergewichtigen. Die Belastung ist an jeder Stelle des Lattenrostes dementsprechend groß, und die Motoren des Elektrolattenrostes müssen buchstäblich schwer arbeiten.

Unterm Strich ist der Lattenrost für Schwergewichtige eine in jeder Hinsicht verstärkte Ausführung des Lattenrostes für Normal- oder für Leichtgewichtige. Das Verstärken ist die einzige, aber auch sehr wirksame Möglichkeit, damit Lattenroste auch für Schwergewichtige dauerhaft und vom Komfort her gleichermaßen nutzbar sind.

Hinweise zur richtigen Auswahl

Das Angebot der Lattenroste ist somit ziemlich groß. Die richtige Auswahl zu treffen, ist da nicht unbedingt leicht. Bevor man sich für ein Modell entscheidet, sollte man schauen, welche Vorrichtungen für die Lattenrostaufnahme beim vorhandenen Bettmodell befinden.

Bei seitlichen Auflageleisten, die durchgängig sind und bei einem Mittelholm sind alle Lattenrost-Modelle geeignet. Bei einem Bettrahmen, der über Eck- und Mittelauflagewinkel verfügt oder bei dem es Quertraversen gibt, ist beim Lattenrost auf einen umlaufenden Rahmen zu achten; beispielsweise wären Rolllattenroste hier ungeeignet.

Die Bodenfreiheit des Bettes ist dann wichtig, wenn man sich ein elektrisch verstellbares Lattenrost zulegen möchte. Dies ist auf den benötigten Platz des Motors unter dem Bett zurück zu führen. Alternativ wählt man ein Elektromodell ohne Bodenfreiheit.

Des Weiteren empfiehlt es sich, die Innenmaße des Bettrahmens zu messen. Lattenroste findet man in der Regel im Untermaß, also in einer etwas kleineren Größe vor.

Generell ist zu überprüfen, ob

  • der Lattenrost für das eigene Körpergewicht - und gegebenenalls das des Partners - geeignet ist
  • der Lattenrost in den Bettrahmen passt
  • der Lattenrost der Auflgaeart des Bettes entspricht
  • der Lattenrost über flexible Leisten verfügt
  • die Abstände zwischen den Leisten maximal 4 Zentimeter betragen, sofern man eine Schaummatratze besitzt (bei dieser Art von Matratze zu empfehlen)
  • ob der Lattenrost für das Doppelbett eine randlose Unterfederung aufweist
  • Zoneneinteilung von Lattenrost mit der der Matratze übereinstimmt
  • bei entsprechendem Wunsch Kopf- und Fußteil verstellbar sind

Es ist dringend anzuraten, sich beim Kauf in einem Fachgeschäft beraten zu lassen, um auch sicher die richtige Wahl zu treffen.

Grundinformationen und Hinweise zu Matratzen

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Quellenangaben

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  • Bildnachweis: frau rückenschmerzen © Dron - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: beautiful in her sleep © pressmaster - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Lattenrost im Doppelbett © dima_pics - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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