Markisen erfreuen sich in vielen Häusern und Wohnungen großer Beliebtheit. Sie sind im Garten oder auf dem Balkon an der Hauswand befestigt und bieten Schutz vor Sonne und je nach Material auch vor Regen. Markisen kann man mithilfe eines Hebels per Hand ausrollen; mittlerweile lassen sie sich aber meist auch durch einen Tastendruck raus- und wieder reinbewegen. So lässt sich auch an den heißesten Sommertagen ein schattiges Plätzchen zaubern.
Die Markise gehört zu denjenigen Alltagsgegenständen, die selten die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Nicht nur im privaten Bereich findet die Markise schon seit vielen Jahrzehnten ihre Anwendung, auch Geschäfte und Cafés profitieren von ihrer vielseitigen Einsetzbarkeit.
Unter einer Markise versteht man grundsätzlich eine Konstruktion aus Metall oder Holz, die mit einem Tuch bespannt ist. Je nach Art des verwendeten Stoffes soll das Gestell vor Regen, Wärme oder intensiver Sonneneinstrahlung schützen.
Die Geschichte der Markise reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück. Damals hatte man vor allem in Militärlagern auf dem Feld mobile Sonnensegel, die nur dann aufgespannt wurden, wenn die Angetraute des befehlshabenden Offiziers zu Besuch kam. Diese Dame trug den Titel Marquise, wodurch sich auch die Bezeichnung des Gestells erklären lässt.
Heute gibt es eine Vielzahl verschiedenster Markisenarten, die sich vor allem nach ihrem Zweck unterscheiden. Über den Eingängen von Gaststätten und Ladengeschäften findet man beispielsweise häufig kleine, halbrunde mit Tuch bespannte Konstruktionen, auf denen der Name des jeweiligen Unternehmens prangt.
Diese Art von Markise soll den Kunden vor Regen schützen, weshalb meist sehr dicker, wasserabweisender Stoff verwendet wird. Heute gibt es diese fest angebrachten Markisen auch in einer länglichen Form, so dass sie es dem Passanten ermöglichen, in Ruhe einen Blick ins Schaufenster zu werfen, ohne dabei nass zu werden.
Im privaten Bereich greift man meist lieber auf so genannte Rollmarkisen zurück. Sie werden auf den Balkon oder der Terrasse angebracht, um die Bewohner beim Sitzen im Freien vor zu starker Sonne zu schützen. Der verwendete Stoff ist eher dünn, schließlich möchte man nur eine Blendung vermeiden und den Bereich nicht etwa abdunkeln.
Der Rollmechanismus ermöglicht es, die Markise nach Bedarf leicht aus- und wieder einzufahren. So hat man die Möglichkeit, den Sonnenschutz flexibel an die jeweilige Witterung anzupassen.
Mittlerweile gibt es auch spezielle Sonnensegel, die man über Sandkästen und Planschbecken spannen kann, um die empfindliche Kinderhaut zusätzlich gegen gefährliche UV-Strahlen zu schützen.
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