13. Oktober 2009
Kissen gehören zu den beliebtesten Accessoires im Wohn- und Schlafzimmer, sie setzen farbliche Akzente und schaffen Gemütlichkeit. Von besonderem individuellen Wert sind selbstgemachte Kissen. Diese sorgen vor allem dann für eine gemütliche Stimmung, wenn sie kuschelig weich sind. Kuschelige Kuschelkissen lassen sich nicht nur selber nähen, sondern mit der richtigen Wolle auch selber stricken.
Es ist keine langjährige Strickerfahrung nötig, um sich sein eigenes Kissen zu stricken. Für einfache Kissen reichen Grundkenntnisse völlig aus. Ist mehr Erfahrung vorhanden, kann allerdings auch mehr Kreativität ins Spiel kommen, das Kissen kann mehrfarbig gemustert oder mit Applikationen wie zum Beispiel Buchstaben, Fransen oder eingearbeiteten Motiven versehen werden.
Für ein kuscheliges Kuschelkissen wird kuschelig weiche Wolle benötigt. Hierfür eignen sich vor allem Garne aus Kunstfaser, wie zum Beispiel Polyacryl oder Polyamid. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Stärken. Soll das Kissen nicht einfarbig, aber dennoch leicht zu stricken sein, empfiehlt sich Kunstfasergarn mit Farbverläufen. Für einen besonderen Effekt sorgt Fransengarn. Das gestrickte Kissen wirkt durch die Fransen noch dichter und damit auch weicher.
Wer Naturwolle bevorzugt, kann zum Beispiel Merino- oder Angorawolle zum Stricken nehmen. Diese ist von Natur aus sehr dicht und wärmt hervorragend. Strickgarne aus Seide eignen sich dagegen vor allem für den Sommer, sind aber nicht so kuschelig weich wie die oben genannten Materialien.
Die eigentliche Arbeit beginnt mit dem Aufziehen der Maschen. Wie viele Maschen benötigt werden, hängt davon ab, welche Maße das Kissen haben soll. Vorder- und Rückseite des Kissens werden einzeln gestrickt. Hier bietet es sich an, die erste Reihe in rechten Maschen, die zweite in linken Maschen usw. zu stricken. So ergibt sich am Ende der Arbeit ein strukturell einheitliches und gleichmäßiges Gesamtbild.
Im nächsten Schritt müssen Vorder- und Rückseite so zusammengelegt werden, dass die Seiten mit den rechts gestrickten Maschen aufeinanderliegen. Beide Teile können nun an drei Seiten zusammengenäht werden. Anschließend kann das Kissen auf rechts gedreht und die Füllung hineingesteckt werden. Die letzte Seite kann nun entweder auch vernäht oder aber mit einem Reißverschluss, mit Knöpfen oder Klettbändern versehen werden, um ein nachträgliches Öffnen zu ermöglichen.
Soll das Kissen richtig kuschelig werden, kann die Wolle beim Stricken doppelt genommen werden. Die Kissenhülle wird dadurch dicker, weicher, flauschiger und kuscheliger.
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