24. Juni 2009
Ungeziefer in der Küche - das ist so ziemlich das letzte, was man sich wünscht. Doch nicht immer lässt ein Ungezieferbefall auch auf mangelnde hygienische Zustände schließen. So manches Ungeziefer hat sich schon in der saubersten Küche eingenistet. Doch wie kann man der Plage effektiv vorbeugen?
Zuerst einmal muss zwischen "Ungeziefer" und "Ungeziefer" unterschieden werden. Wenn sich zum Beispiel in den Sommermonaten ein paar vorwitzige Ameisen über die Terrassentür oder ein Küchenfenster ins Haus wagen, und alsbald eine ganze Ameisenstraße bilden, so kann man dabei noch nicht wirklich von einem Ungezieferbefall sprechen. Die Ameisen werden zwar von der Nahrung angelockt, sind aber keine Schädlinge, die sich dann im Haus einnisten. Übrigens können Sie Ameisen mit einem ganz einfachen Hausmittel wieder los werden. Suchen Sie die Stelle, an der die Ameisen ins Haus kommen und streuen Sie dort im Außenbereich einfach ein Päckchen Backpulver aus. Die Ameisen werden so schnell verschwunden sein, wie sie gekommen sind.
Auch dass in den Sommermonaten vereinzelt Spinnen und Mücken ins Haus kommen, lässt sich nicht vermeiden und ist kein Indiz für mangelnde Sauberkeit. Befördern Sie diese einfach mit einem Handtuch wieder ins Freie und machen Sie sich keine weiteren Gedanken darum.
Ein sehr gefürchtetes und lästiges Ungeziefer in der Küche sind jedoch Lebensmittelmotten. Sie müssen nachhaltig und effektiv bekämpft werden, da sie sich in Windeseile vermehren und schnell zu einer regelrechten Plage werden. Lebensmittelmotten werden meist über gekaufte Lebensmittel eingeschleppt. Besonders gerne nisten sie sich in losen Gebinden wie Mehl, Müsli, Haferflocken und ähnlichem ein. Für ein geübtes Auge sind ihre spinnennetzartigen Eiablagen zu erkennen, dem ungeübten Beobachter entgehen sie jedoch schnell. Doch aus den Eiern schlüpfen Maden, die etwa einen Zentimeter groß sind und eine schwarze Zeichnung am Kopf haben. Die ausschlüpfenden Motten legen dann in bislang unbefallene Lebensmittel neue Eier.
Vorbeugen können Sie einem Mottenbefall durch eine konsequent niedrige Vorratshaltung. Bewahren Sie angebrochene Lebensmittel in gut schließenden Gläsern auf und kontrollieren Sie diese regelmäßig. Achten Sie darauf, keine überfälligen Vorräte im Haus zu haben. Je höher die Durchsatzgeschwindigkeit Ihrer Lebensmittel ist, desto weniger Chancen haben Motten und andere Schädlinge, sich bei Ihnen einzunisten.
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