7. August 2007
Betreutes Wohnen ist nicht nur ein Begriff, der sich auf die Wohnform der Pflegeheime für ältere Mitbürger bezieht, sondern er umfasst auch die besondere Form der Betreuung von Jugendlichen, psychisch kranken oder körperlich behinderten Menschen.
Das Ziel dieser Wohnart ist, dass den betreuten Personen durch die Unterstützung von ausgebildetem Personal wie Pflegern, Psychologen, Erziehern oder Sozialarbeitern ein möglichst eigenständiges Leben geboten werden kann. Doch auch hier gibt es unterschiedliche Abstufungen der Wohnformen, die von einer eigenen Wohnung mit gelegentlichen Besuchen der Betreuer bis hin zu einer beaufsichtigten Wohngemeinschaft reichen können. Wer sich also in dieser Hinsicht für betreutes Wohnen interessiert, sollte sich im Vorfeld darüber informieren, welche Leistungen im Paket enthalten sind und wie der Service sich darstellt. Gerade bei Pflegeheimen für ältere Leute sollte die Einrichtung zuvor inspiziert werden, da sie das neue Zuhause der Pflegeperson darstellen wird und diese sich nicht nur wohl fühlen soll, sondern auch fachgerecht betreut werden muss. Eine konkrete Auseinandersetzung mit den Angeboten ist also gerade hier besonders wichtig.
Ist die Betreuung nur zeitweise notwendig da manche Dinge im Alter nicht mehr verrichtet werden können, so existieren Pflegedienste, die wenige Stunden pro Woche oder auch mehrmals täglich in das eigene Heim kommen und die jeweilige Person medizinisch versorgen oder bei den Arbeiten unterstützen, die Probleme bereiten. Eine bekannte Teilhilfe ist die Einrichtung "Essen auf Rädern", die sich um die Lieferung der Mahlzeiten kümmert.
Auch bei einer Behinderung kann die Quantität der Betreuung stark schwanken, und auch hier sind – wie bei psychisch kranken Menschen – betreute Wohngruppen möglich. Hier unterstützen die Betreuer in alltäglichen Dingen und arbeiten mit weiteren Fachkräften zusammen, die entsprechend häufig in der Einrichtung vorbei schauen. Wichtig ist, jeder Person trotz Betreuung ihre Privatsphäre zu gewähren und den Bezug zur Gesellschaft durch ein passendes Maß an Selbstständigkeit zu erhalten. Wer sich informieren möchte, findet erste Auskünfte im Internet oder in einem Gespräch mit einem Arzt.
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