31. August 2009
Stehen Sie selbst vor der Entscheidung, in eine Lebensform des Betreuten Wohnens zu wechseln? Oder möchten Sie einen nahen Verwandten oder Bekannten in einer guten Einrichtung unterbringen? Dann fällt die Auswahl bestimmt nicht leicht. Lassen Sie sich bei der Entscheidung auch von Ihrem Gefühl leiten, aber beachten Sie dabei auch einige wichtige Punkte ganz nüchtern.
Prüfen Sie genau, ob die Art des Betreuten Wohnens zu den Anforderungen und den Bedürfnissen der unterzubringenden Person passt. Wählen Sie eine bereits bestehende Einrichtung, und nehmen Sie sich Zeit, die späteren Mitbewohner kennen zu lernen. Diese sollten in einer ähnlichen Ausgangssituation sein, damit das Zusammenleben auch gut funktionieren kann. So macht es zum Beispiel wenig Sinn, einen älteren Menschen in eine Behinderten-WG einzuquartieren.
Vergleichen Sie die Angebote. Welche Dienstleistungen werden Ihnen beim Betreuten Wohnen angeboten? Welche Tätigkeiten gehören zum Service des Betreuungspersonals, und welche müssen extra gegen Aufpreis dazu gebucht werden? Benötigen Sie die angebotenen Dienstleistungen überhaupt und anders herum, ist alles verfügbar, was Sie brauchen werden?
Ist die unterzubringende Person körperlich behindert oder eingeschränkt, so sollten Sie darauf achten, ob die Immobilie behindertengerecht ausgestattet ist, zum Beispiel mit einem Lift oder mit Rollrampen. Auch bei älteren Personen, die vielleicht im Moment noch mobil sind, sollten Sie auf diese Möglichkeiten achten.
Führen Sie Gespräche mit dem betreuenden Personal und mit der Geschäftsleitung oder der Leitung der Einrichtung. Lassen Sie sich die Qualifikationen des Personals zeigen. Seriöse Einrichtungen arbeiten mit ausgebildetem Personal, ziehen aber für bestimmte soziale Angebote und Aufgaben auch Zivildienstleistende ehrenamtliche Helfer heran. Prüfen Sie die Rechtsform des Anbieters. Hierzu können Sie auch beim Sozialdienst der jeweiligen Stadt nachfragen, ob der Anbieter bekannt ist und welchen Ruf er genießt.
Achten Sie darauf, dass die Wohnung oder Einrichtung sich in einer möglichst zentralen Lage befindet. Die Wege zu den Besorgungen des täglichen Bedarfs, zu Ärzten, zum Friseur, zu Ämtern und Behörden sollten möglichst kurz sein. Prüfen Sie auch die Verkehrssituation und die Anbindung an den Öffentlichen Personen-Nahverkehr. Idealerweise liegt die Einrichtung so zentral, dass der Bewohner die meisten Gänge selbst erledigen kann. Wenn die zu betreuende Person noch einer geregelten Arbeit nachgehen kann, dann sollte der Arbeitsplatz von der neuen Wohnung aus selbständig und in einem angemessenen Zeitfenster erreicht werden können.
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